“Haben Sie eine Payback-Karte?”
“Haben Sie Syphilis?”
Morgen mal ausprobieren!
“Haben Sie eine Payback-Karte?”
“Haben Sie Syphilis?”
Morgen mal ausprobieren!
22. Apr 2009 23:55
Ein “Psychoanalytiker Schmidbauer” hat herausgefunden, daß Terroristen Terroristen sind, weil sie neidisch auf andere sind. Sie haben eine Persönlichkeitsstörung, eine Frühstörung, angespannte Mütter und keine Frau, die sie dazu bringen, normal zu funktionieren. Daher schlägt der Psychoanalytiker Schmidbauer vor, zur Vermeidung von Terrorismus Erlebnispädagogik zu fördern.
Daß der Terror nichts mit Ideologie oder Einstellung zu tun hat, belegt er mit Horst Mahler. Der war ja erst links und dann rechts.
Terror ist also eine Persönlichkeitsstörung, die Morbus Schmidbauer quasi. Sie ist bei allen gleich: Separatisten von der ETA oder IRA, Linksextreme von RAF, Action Directe oder Brigade Rosse, Rechtsextreme Unabomber, Arabisch-Islamistische wie Al Qaida, Hamas oder Hisbolla, sie sind alle gleich gestört. So weit Terrorexperte Psychoanalytiker Schmidbauer.
Wir haben nachgehakt und unseren devianten Pathognostiker flatter befragt, um dies näher zu erläutern.
Feynsinn: Guten Tag, Herr flatter.
flatter: Glotzen Sie nicht so notgeil, sie Lüstling!
Feynsinn: Sie haben die Thesen von Psychoanalytiker Schmidbauer überprüft und sind zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Wie das?
flatter: Glasklar. Das sind Weicheier. Perverse abartige Weicheier.
Feynsinn: Können Sie das genauer erläutern?
flatter: Da können Sie jeden einzelnen nehmen. Fangen wir mal mit Baader an. Der hatte eine Dauerlatte, die er nicht mehr kontrollieren konnte. Anfangs hat er Speed gefressen, weil er das geil fand, nachher war er dauernd geil, weil er Speed fraß. Wobei er noch der Gesündeste war.
Feynsinn: Sie kennen also schlimmere Fälle?
flatter: Blöde Frage, sonst hätten Sie mich ja nicht eingeladen. Bleiben wir mal bei der Clique. Mahler zum Beispiel, die Sau. Der hatte ständig eine Knarre unterm Sack. Das wußte sogar der Aust. Glauben Sie, in Stammheim hätte das keiner gewußt? Die hatten bloß keine Lust, dem Bock am Gemächt rumzufummeln. Ist ja widerlich.
Feynsinn: Aber sie werden doch religiös motivierten Attentätern nicht unterstellen, sie seien aus sexuellen Gründen Terroristen?
flatter: Nicht? Na hören Sie mal, Sie Simpel, haben Sie sich mal angeguckt, wie die rumrennen? Federboa um den Kopf, Frauenkleider und so weiter? Und warum träumen die wohl von Jungfrauen, hä? Sie und ich, wir wissen, wie lange ein Mädchen heute noch Jungfrau ist. Das sind Pädophile. Ach was, die gehen auf alles. Und wenn die letzte verschnarchte Kröte schon bei drei auf dem Baum ist, rubbeln die sich einen am Stamm.
Feynsinn: Aha, so. Und was emfehlen Sie gegen Terrorismus? Auch Erlebnispädagogik?
flatter: Aber Hallo, die sollen was erleben. Diese ganzen Tunten und Gummizofen, diese Fetischisten und Kinderschänder, die brauchen ein Erlebniscamp. Mit Wasserspielplatz, sehr eigenem Stromanschluß und pädagogischen Förderhunden.
Feynsinn: Gibt es sonst noch etwas, was man tun kann, um die Karrieren von Terroristen im Keim zu ersticken?
flatter: Logo. Verbieten. Vor allem dieses Internet, wo die Perversen sich mit allem Möglichen eindecken. Turban von Ebay, Elektronik von Conrad, Sprengstoff aus der Online-Drogerie. Und zum Warmwerden erstmal was Perverses aus der Schmuddelecke. Ich hatte mal einen in Behandlung, der hatte Bilder von der von der Leyen im Spind. So eine Drecksau!
Feynsinn: Ähm, wie meinen?
flatter: Der Kerl natürlich auch. Mir wird schlecht. So, jetzt habe ich noch eine Frage an Sie.
Feynsinn: Ja bitte?
flatter: Wann kriege ich nun die Kohle für den Job hier?
Feynsinn: Wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
Alsoo… obiger Screenshot ist für diejenigen, die das Experiment verpaßt haben. Zwar war meine Seite noch aufrufbar und lesbar, leider konnten die Artikel aber nicht mehr, wie eigentlich beabichtigt, kommentiert werden, da wohl doch die “Index.php” dazu noch gebraucht wird. Mal sehen, ob ich jemals durchblicke durch die holde Architektur ;-).
Sei’s drum, Hauptsache einer hat Spaß.
Da mir gelegentlich bescheinigt wurde, mein Blog sei “zu textlastig”, möchte ich gern auch den kurz Angebundenen mich anbiedern entgegenkommen und beizeiten etwas zum Abreißen bieten. Wohlan:
Fangen Bauern an zu mauern, kann die Krise länger dauern.
15. Apr 2009 23:07
Das wäre eine Meldung, die noch Hoffnung aufkeimem ließe im Lande. Eine ehrliche Kapitulation, der Rücktritt aller regierungsamtlich Vorbelasteten und eine Neuorientierung auf Basis des Godesberger Programms. Man wird ja wohl mal gnadenlos spinnen dürfen!
Einen etwas zweischneidigen Artikel über das Dilemma der SPD, die die Wahl zwischen Heuchelei und Abbitte hätte, hat Harald Schumann für Zeit.de geschrieben. Darin macht er deutlich, daß es der SPD nicht so recht gelingen kann, sich glaubwürdig für eine Mehrbelastung der Reichen einzusetzen, die sie selbst in den Jahren ihrer Regierungsbeteiligung massiv entlastet hat. Dabei ist er noch gnädig und erinnert nicht einmal an die Mehrwertsteuererhöhung und die Lügen darüber im davorliegenden Wahlkampf. Daß er bezüglich der Obersozen glaubt:
“Doch mit einem solchen offenen Eingeständnis der eigenen Fehler würden sie ein weit wertvolleres Gut zurückgewinnen: ihre Glaubwürdigkeit“,
ist freilich nicht nachvollziehbar. Als würde man sich von denselben Leuten noch einmal bereitwilligen verkohlen lassen, bloß weil sie sich eine Eselsmütze aufsetzen.
Darauf kann er ohnehin lange warten. Der Super-Krisenkasper Steinbrück etwa, die Heuchelei in Person, wie Schumann sachlich begründet, ist in jeder Hinsicht erinnerungsresistent und hält sich auch dann noch für den Größten, wenn ihm der Schwarze Ritter beide Beine abgeflanscht hat. Das war hier schon oft Thema. An dieser Stelle möchte ich einmal daran erinnern, daß Steinbrück, um Beck zu schaden, den Wahlkampf 2009 schon im März 2008 verloren gab. Damals stand die SPD in den Umfragen noch besser da als heute, sieht man einmal von den gegüllnerten Forsa-Würfeleien ab.
Was damals richtig war, kann also heute gar nicht so falsch sein, wenn man’s denn realistisch sieht. Die SPD hat keine Chance zu gewinnen. Sie hat keine Chance, in glaubwürdiger Weise auch nur irgend etwas zu kommunizieren. Die Gelegenheit ist also günstig, zu gewinnen, indem man mit Würde verliert. Daß die Pattex-Experten der Chefsesselriege dazu nichts beitragen werden, is scho klar, aber!
Wie wäre es denn, wenn sich das Parteivolk einfach nicht mehr vor den maroden Karren spannen ließe und die Plakate einfach verkehrt herum klebte? Nichts ist weit besser, als die Hackvisagen der Agenda-Versager unschuldigen Passanten zuzumuten. Der Slogan dazu: “Nichts, sonst SPD.”
Vom eingesparten Wahlkampfetat könnte Steinbrück dann bußfertig Kippen kaufen und sie an Eltern aus Sozialschmarotzerfamilien verteilen.
05. Apr 2009 23:24
Die Nebenstelle des Verfassungsschutzes NPD hat ihre Berliner Prunksitzung mit viel Tusch und Raketen hinter sich gebracht, und man hat den alten Prinzen in seiner Rolle bestätigt. Der Doppelscherzkeks wartet nunmehr mit noch mehr brauner Füllung auf, die bei hochsommerlichen Temperaturen im Saal zum Davonlaufen an ihm kleben blieb. Die Fraktion der kurzhaarigen Sakkoträger droht ihm abhanden zu kommen, nachdem die Jungs mit den hohen Lackschuhen und dem blanken Oberstübchen die Fahne übernommen hat und sie eifrig hoch hält.
Bei tagesschau.de heißt es, der “Neonazi-Flügel” habe Voigt zum Erfolg verholfen. Das ist ja ein lustiger Vogel, dachte ich, der aus einem einzigen Flügel besteht. Es ist aber auch wirklich nicht leicht, die Rechtsaußen der Rechtsaußen passend zu betiteln. Die TAZ nennt sie daher schlicht “Rechte Rechte”, die ZEIT aber hat hier ganz klar die Nase vorn mit dem schnörkellosen Begriff “Hitleristen”. Daß ein -ismus gemeinhin auf eine Theorie verweist, ist so weit in Ordnung, die “Theorie” dieser Charge bescheidet sich in Attitüde, Uniform und Stechschritt, und ein Buch kennen sie auch. Wie viele der ABC-Schützen von der Standspur der Reichsautobahn mögen wohl “Mein Kampf” als Kopfkissen benutzen?
Man könnte den Verfassungsschutz fragen, der reichlich vertreten gewesen sein dürfte im Bund der Kameraden. Fragt sich erstens, wie laut sie das Horst-Wessel-Lied mitsingen. Sind sie bei den “Hitleristen” oder geben sie den schäubleschen “geläuterten Patrioten” und Gelegenheitsantisemiten? Gibt es dazu Seminare, auf denen sie lernen, die Hacken zünftig zusammen zu knallen, ohne dabei den Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu verlassen?
Und was machen sie zweitens, wenn es zum Ärgsten kommt und, wie SpOn mutmaßt, die NPD auseinander bricht? Müssen sich die in Stadt und Land bekannten Geheimagenten dann für eine Seite entscheiden, die einen noch lauter singen und die anderen ihre Reichskriegsflagge verbrennen?
Schäuble, übernehmen sie! Die NPD darf nicht auseinander brechen! Die geläuterten Patrioten und ihre lautstarken Kameraden liegen Ihnen doch so am Herzen. Der Stall war bislang völlig unter Kontrolle und durfte nicht verboten werden, weil hier die deutschesten der Deutschen Hand in Hand mit einer Staatsschutzbehörde vorbildlich das ganze Programm besorgte: Antisemitismus, Rassismus, Geschichtsklitterung, Verherrlichung des Nationalsozialismus, Progrome, Aufmärsche und völkische Musikabende. Das alles soll bald wieder jedes Kleingrüppchen für sich allein abhalten? Soll die Szene wieder zersplittern in traurige Häuflein wie FAP, EAP, DVU, REP, Statt- und Schillpartei? Muß am Ende die FDP ihren Generalbundesanwalt von Stahl von der Kette lassen und eine FPD gründen, nach dem Vorbild der FPÖ? Verhindern Sie das, Schäuble, tun Sie, was Sie am besten können, und tun Sie es heute – verbieten Sie die Spaltung der NPD!
05. Apr 2009 11:49
…psst!… Kreditkartenblase!
27. Mrz 2009 0:04
Ich hörte heute im Radio einen Ausschnitt der der Rede von Angela Merkel zum Nato-Gipfeltreffen, in dem sie eine ihrer beiden Standardfloskeln nuschelte, ihre Nummer zwei quasi. Nummer eins ist, nicht zuletzt durch Volker Pispers bekannt, “eine gemeinsame Lösung”, die wir finden müssen oder wollen oder anstreben oder bei Obi.
Nummer zwei ist die klassische Kombination: “Mauer und Stacheldraht”.
Leider kann ich keine Printausgabe ihres rhetorischen Großfeuerkwerks finden. Schade, ich hätte mich gern näher damit befasst.
Jedenfalls mußte ich schmunzeln, als sie sagte, die NATO habe uns das Ende von Mauer und Stacheldraht beschert.
“Jo, und den Natodraht”, dachte ich, “wenn das ma nix is!”

[originalfoto:frank c. müller/wikipedia]
Ich habe eben alle relevanten Organe und meine 49 Murmeln auf ihren ordnungsgemäßen Zustand überprüft und konnte ihnen die Zusicherung abringen, auch künftig zu kooperieren. Die Hirneigentümerversammlung beschloß daraufhin einstimmig in freier gleicher Wahl, das Vorhandensein ausreichender Vitalfunktionen festzustellen und die Welt wissen zu lassen: Wir leben noch.
Die allgemeine Nachrichtenlage erscheint mir in den letzten Tagen angesichts durchaus relevanter Probleme derart irrelevant, daß dem bisher hier Gesagten nichts Substanzielles hinzuzufügen war. Da verbringe ich meine Zeit lieber mit langen Telefonaten.
Ich stelle erfreut fest, daß ich sogar entspannt damit lebe, wenn die Statistiken gelben Alarm schlagen. Mein Blog scheint doch tatsächlich vornehmlich gelesen zu werden, wenn ich etwas schreibe – unerhört!
Sollte sich die Lage am Nachrichtenmarkt nicht wesentlich ändern, kann das natürlich ganz schön öde werden hier. Ich biete von daher an, mir vorzuschlagen, was ihr lesen wollt, zu welcher Sache ihr schon immer meinen unmaßgeblichen Senf schmecken wolltet und welches das ultimativ superlativste Topthema ist, zu dem ich mich gefälligst zu äußern hätte. Dann kann ich wenigstens das eine oder andere brüsk zurückweisen, wofür mir die Abos und Freundschaften gekündigt sowie die Haare geschoren werden (die haben’s eh grad nötig). Dann das Übliche: Teer, Federn, Sekt, Pfandflaschen und Chipskrümel.
Bis bald!
13. Mrz 2009 22:55
Es ist eine Liste des Horrors: Andorra, Liechtenstein, Luxemburg, die Schweiz, Österreich – dies sind nur die europäischen Länder, in denen die Leistungsträger der westlichen Wirtschaft in Zukunft erbarmungslos verfolgt werden. Wer vor der Ungerechtigkeit des deutschen Fiskus bislang fliehen konnte und seine sauer verdienten Boni in Sicherheit gebracht hat, wird bald als Verbrecher öffentlich zur Schau gestellt werden.
Schlimm genug, daß auf diese Weise die Menschenrechte der Zuhochbesteuerten mit Füßen getreten und viele der fähigsten Köpfe aus der Wirtschat zu Opfern werden. Was aber soll aus dem Standort Europa werden, wenn diese Verfolgten der Finanzbehörden in Ketten gelegt werden? Ein Teil wird Europa den Rücken kehren – vermutlich für immer. Ein Teil wird auf nassen Pritschen einem schändlichen Tod im Zuchthaus entgegen darben. Einige werden sich das Leben nehmen.
Ein paar wenige Glückliche werden es schaffen, auf ihrer gelingenden Flucht auch den Lohn ihrer aufopferungsvollen Arbeit zu retten. Sie werden nach Übersee gehen, auf andere Kontinente, in Länder, deren Namen die meisten von uns noch nie gehört haben. Dort werden sie das investieren, was wir noch bitter vermissen werden: Ihr Geld und ihr Knowhow. Und während Europa sowie scheints auch die USA in einem neuen Kommunismus enden, der bezeichnender Weise mit dieser brutalen Säuberung beginnt, werden woanders die Finanzmärkte erblühen und neuen Wohlstand schaffen.
Wer es sich jetz noch leisten kann, sollte sich dem Treck schnell anschließen, in eine noch freie Welt ohne staatssozialistische Gängelung. Bald schon könnten Mauer und Schießbefehl dafür sorgen, daß es auch dafür zu spät ist.