Nein, nicht damals, auch nicht generell gegen politischen Irrsinn. Aber wenn es sie betrifft. Nun bin ich erstens nicht der Meinung, Hausärzte – zumal auf dem Land – gehörten zu den Großverdienern, zweitens möchte ich nicht dem Prinzip zuarbeiten, das uns in “die” und “wir anderen” zu teilen pflegt. Ärzte jammern zwar oft auf hohem Niveau, ihr Gejammer ist aber manchmal durchaus berechtigt.

Obwohl sie ja zur Stammklientel gehören, trampelt Dauergrinser Rösler ihnen gewaltig auf die Füße mit seinem stümperhaften Reförmchen. Eine der letzten Bastionen sinnig liberaler Wirtschaftsethik, die Vertragsfreiheit und -sicherheit, weicht der kopflos pauschalen Krankenverunsicherung ebenso wie alles andere, was mit Verstand in Verbindung gebracht werden könnte. Die Bayrischen Ärzte rotten sich daher zusammen, um die Vereinbarungen ihrer Landversorger mit den Kassen zu retten – oder das ganze System abzufackeln.

Das können die. Sie erkennen, daß sie verschaukelt werden von jemandem, der seine geringe Sachkenntnis durch erhöhte Arroganz kompensiert. Sie wissen, daß er ein Schwächling ist, wenn’s ans Überzeugen geht, daß sein Programm für den Eimer ist und dem Ganzen schadet. Und sie sind natürlich angefressen, weil der Blödsinn auf ihre Kosten geht.

Woran erinnert mich das? Geltende Vereinbarungen, geltendes Recht gar, wird mit Füßen getreten unter fadenscheinigen Begründungen, zum Schaden des Gemeinwesens und auf Kosten einzelner Gruppen?
Wo seid ihr, Arbeitslose, Krankenschwestern, Zeitarbeiter, Patienten, Rentner, Selbständige? Ach ja, ihr müßt arbeiten. Zur Mittelschicht aufrücken. Und dann wieder FDP wählen. Verstehe!