Och nöö, der Güllner wird schon wieder zitiert. Von Springers über die FR bis Heise hauen die journalistischen Hutzelmännchen noch immer Güllners Zahlengülle raus, als sei das eine Nachricht. Was muß man eigentlich können, um den Mist zu verbreiten, den Forsa zusammenwürfelt? Außer sich die Hilti schmerzfrei durch die Fontanelle jagen, meine ich?
Wie dem auch sei, der Genosse Rechtsaußen hat Gabriels Resterampe noch ein Prozentchen weggenommen und schon sind sie wieder “historisch”. Beck war auch immer “historisch”. Dann kam Münte zurück, und fortan hieß der Stimmverlust “noch nicht erholt”. Die Lösung des Problems dürfte auch klar sein: Deutliche Abgrenzung von der Linken, Beck und Ypsilanti. Besser noch: Den verdienten Genossen Steinmeier in Front bringen, um die Mitte zurück zu gewinnen. Dann erholt sich die SPD zwar nicht sofort, aber die 15%, die sie in der Mitte holt, sind wenigstens nicht mehr historisch.
Man könnte sich natürlich auch ganz gelassen fragen, woher die Sozen derzeit mehr Stimmen holen sollen – oder auch bei welcher Wahl. Sollen die jahrelang auf Linie getrimmten Wähler es plötzlich gut finden, daß “ihr” Münte nicht mehr gewollt wird? Sollen die Leute jetzt aus Überzeugung Loser wählen?
Oder sollen vielleicht diejenigen, die schweren Herzens endlich wirklich links gewählt haben, denken, bei Gabriels sei alles wieder gut?
Das “historische Tief” liegt inhaltlich bei Schröder und politisch irgendwo zwischen Münte eins und zwei. Ich traue weder dem Gabriel noch den vorgerückten Hinterbänklern zu, noch tiefer zu sinken. Aber die SPD hat uns ja schon oft überrascht. Das nächste Riff kommt bestimmt.
November 25th, 2009 at 11:37
“Ich traue weder dem Gabriel noch den vorgerückten Hinterbänklern zu, noch tiefer zu sinken.”
Vorsicht, fordere nicht das Schicksal heraus…
November 25th, 2009 at 12:18
[...] Gegensatz zu Flatter amüsiere ich mir gerade über die neuen Zahlen zur SPD. Da schmeckt die sogenannte Arbeiterpartei [...]
November 25th, 2009 at 12:38
Agenda 2020: die Wette war, daß es die aSPD bis 2020 schafft, weniger als 20 % zu bekommen. Dieses Ziel ist nun schon seit gestern erfüllt!! Gratuliere! Weiter so! :-)
Hocherfreut und heute ausnahmsweise mal ohne zu kotzen
Klaus Kotz
November 25th, 2009 at 17:13
Steinmeier muss weg – sonst wird das nichts mit der SPD. Er bekämpft als Oppositionsführer die Politik, die er selber auf den Weg brachte.
Andere Agenda-Architekten sollten ihm folgen.
November 25th, 2009 at 18:06
Ach, der Gabriel hat sich gerade schon wieder bei den Arbeitgebern angebiedert. Senkung der Lohnnebenkosten, etc. für Ankurbelungen der Investionen (also Senkung der Löhne). Da merkt das Wahlvolk dann, wie der wirklich tickt. Demutshaltung hin oder her.
November 25th, 2009 at 18:16
die spd wird ein fleck in der geschichte sein, der mehr und mehr verblasst, bis keiner mehr sich erinnern wird, dass es sie je gegeben hat.
November 25th, 2009 at 18:29
“die spd wird ein fleck in der geschichte sein, der mehr und mehr verblasst, bis keiner mehr sich erinnern wird, dass es sie je gegeben hat.”….
Diese goldenen Worte in Gottes Ohr! Diese SPD ist inzwischen schon mehr schädlich als nur überflüssig, weder Fisch noch Fleisch.
Außer Leute-Verarsche und Heuchelei kommt von dieser nichts mehr.
November 25th, 2009 at 18:41
@ Schrödibär:
Ich habe es im TV gesehen. Da stand der Gebriel Seite an Seite mit Hundt. Da läuft einem unwillkürlich ein Schauer über den Rücken und man freut sich über jeden Prozentpunkt, den die SPD verliert.
November 25th, 2009 at 19:30
ROFL wie geil!
November 25th, 2009 at 19:37
Aber diese Umfrageinstitutschefs sagen einem doch immer, dass die Parteien in die Mitte tendieren müssten. Auch wenn die Fragen zu bestimmten Sachgebieten dann immer etwas ganz anderes aussagen. Dazu fällt mir auch das ein: https://www.youtube.com/watch?v=5C3xkezHEd8 (Volker Pispers: Die Wahllogik der Deutschen).
November 25th, 2009 at 20:20
Geständnis: Habe den Sinn des Artikels bei der dritten Lesung noch weniger verstansden als bei der zweiten. Armes Schwein halt, kapiert weder Hilti noch Fontanelle.
Aus meiner Sicht besteht leider Hoffnung, dass der versammelten Klempnerschaft rund um die Demokratie die Regeln des Eiskunstlaufs in der Bratpfanne noch lange rätselhaft bleiben.
November 25th, 2009 at 22:05
Die SPD verfolgt längst ein einträgliches Ziel.
Wer auch immer der SPD bescheinigen möchte, sie handele dämlich, ist selber dumm.
Die SPD ist der Jugendverein derjenigen, die gesagt haben: Kriegskredite sind alternativlos, Kommunisten verbieten ist vaterländisch.
Und die sind heute unwählbar?
Wer immer sich aufregt, die SPD sei nicht mehr sozialdemokratisch, soll sich doch bitte mal daran erinnern, waß das eigentlich heisst.
Sozial-Demokratie.
Egal. Werden eh` alle meistbietetend verhökert.
November 25th, 2009 at 23:30
@ hans baum: ich will nicht, daß die Erinnerung verblaßt, dazu ist diese Asi-Partei zu wichtig als mahnendes Beispiel, wie widerlich Parteiendemokratur wirklich sein kann.
November 27th, 2009 at 00:05
@ Huuh(rrah)
Ich bin zwar sicher, dass Du, egal wie oft Du etwas liest (auch, wenn Du bestimmt zu denen gehörst, die wirklich alles einfach nur konsumieren), Du niemals mehr verstehst als Anfangs. Dennoch bin ich bereit, Dir etwas beizubiegen:
Punkt 1: `Ne Art Begriffsfindung.
Was eine Fontanelle oder eine Hilti ist, darauf kannst Du kommen. Warum dies Assoziationen sind, die sich bei FORSA-Scheisse geradezu aufdrängen, bei Dir aber nicht: geschenkt.
Hier also die Übersetzung für Dich: Eine FORSA-Umfrage ist in etwa mit soviel Information verbunden, wie der Vorgang, mit einem Käsehobel zu masturbieren.
Es fällt zwar etwas ab, aber das ist etwas anderes als gewünscht.
Und unbefriedigt bleibt man auch zurück.
Punkt 2: Huuh (rrah).
Ja, genau. Primitivster, von Sozialversagern in die restliche Welt gebrüllter, jegliche Hoffnung erdrückender und jedem anständigem Mann schlichtweg nur peinlicher Machismo, ist Dein Titel.
Es schreibt und spricht sich im Übrigen Oorah.
Du Einzelkämpfer.
Punkt 3: Die Bratpfanne.
Sollte mann Dir vor den Kopf hauen (Vorzugsweise Gußstahl. So, Zitat Bud Spencer: “Gußstahl verbiegt nicht!”).
Wenn es denn nutzen würde.
Denn Du hast ganz bestimmt die wenigste Kontrolle darüber, welche oder wessen Scheisse sich durch Deinen Kopf spült.
Punkt 4. Du.
Bist scheisse. Punkt.
Auch mit dummen Fragen machst Du das nicht wett. Ich bin überzeugt, Synchronschwimmen (auch gerne verwechselt mit Wehrdienst) ist Dein Ding, meinetwegen auch in Bratpfannen.
Ändert aber nix daran, dass Pfeifen nur dann Geräusche von sich geben sollten, wenn sie geblasen werden.
Also innerhalb der Bundeswehr.
Mit der Hoffnung darauf, dass sogar unser Abschaum (Du, zum Beispiel) lernfähig ist (was ich nicht wirklich hoffe, aber hey, was solls …).