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	<title>Kommentare zu: Kapitalismus ohne neoliberale Prägung?</title>
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	<description>Magazin für Marktberuhigung</description>
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		<title>Von: John Dean</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=5608#comment-18097</link>
		<dc:creator><![CDATA[John Dean]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Nov 2010 08:40:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In gewisser Hinsicht erleben wir doch gerade den Umsturz, Bakunin. 

Natürlich etwas feiner und auch ferner der direkten Gewalt, aber nichtsdestoweniger wirksam. Banken, Konzernvorstände, Pharmalobbyisten (usw. usf.) schreiben mittlerweile entscheidende Teile der Gesetze selbst, entmachten damit Parlament und Bevölkerung, und im Grunde genommen die Gesetzgebung selbst, da sich diese zunehmend zu einer Art &lt;b&gt;Selbstverwaltung der Wirtschaftseliten&lt;/b&gt; entwickelt.

Sie könnten natürlich stattdessen Söldner finanzieren, die Bevölkerung und abweichende Meinungen terrorisieren, alle staatlichen Organe zerschlagen oder deren Kontrolle übernehmen mittels &quot;revolutionärer Gewalt&quot;.

Das wäre dann in etwa das, was du vorschlägst, Bakunin. Und natürlich haben in einer revolutionären, gewalttätigen Situation vor allem diejenigen das Sagen, welche dank ihrer Ressourcen mit Waffen überlegen sind.

Ich frage mich nur, warum du dir sowas wünscht. Pardon, aber ist es vielleicht die Spätpubertät? Falls ja, dann mach lieber Musik oder etwas anderes Kreatives denn Politik. Sorry to have said that.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In gewisser Hinsicht erleben wir doch gerade den Umsturz, Bakunin. </p>
<p>Natürlich etwas feiner und auch ferner der direkten Gewalt, aber nichtsdestoweniger wirksam. Banken, Konzernvorstände, Pharmalobbyisten (usw. usf.) schreiben mittlerweile entscheidende Teile der Gesetze selbst, entmachten damit Parlament und Bevölkerung, und im Grunde genommen die Gesetzgebung selbst, da sich diese zunehmend zu einer Art <b>Selbstverwaltung der Wirtschaftseliten</b> entwickelt.</p>
<p>Sie könnten natürlich stattdessen Söldner finanzieren, die Bevölkerung und abweichende Meinungen terrorisieren, alle staatlichen Organe zerschlagen oder deren Kontrolle übernehmen mittels &#8220;revolutionärer Gewalt&#8221;.</p>
<p>Das wäre dann in etwa das, was du vorschlägst, Bakunin. Und natürlich haben in einer revolutionären, gewalttätigen Situation vor allem diejenigen das Sagen, welche dank ihrer Ressourcen mit Waffen überlegen sind.</p>
<p>Ich frage mich nur, warum du dir sowas wünscht. Pardon, aber ist es vielleicht die Spätpubertät? Falls ja, dann mach lieber Musik oder etwas anderes Kreatives denn Politik. Sorry to have said that.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Fleur</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=5608#comment-18021</link>
		<dc:creator><![CDATA[Fleur]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 09:44:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@flatter(67)

An das Gute in Umstürzen glaube ich auch nicht. Dein Ansatz der Evolution statt Revolution gefällt mir hingegen sehr. :)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@flatter(67)</p>
<p>An das Gute in Umstürzen glaube ich auch nicht. Dein Ansatz der Evolution statt Revolution gefällt mir hingegen sehr. :)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=5608#comment-18017</link>
		<dc:creator><![CDATA[flatter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 08:29:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein passender Artikel dazu findet sich übrigens &lt;a href=&quot;https://www.faz.net/s/Rub642140C3F55544DE8A27F0BD6A3C808C/Doc~EFE85559287A74BA0BFAFD5B60F3AADE8~ATpl~Ecommon~Scontent.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;in der FAZ&lt;/a&gt;. Dass ich noch mal Nils Minkmar zusttimmen würde - wer hätte das gedacht?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein passender Artikel dazu findet sich übrigens <a href="https://www.faz.net/s/Rub642140C3F55544DE8A27F0BD6A3C808C/Doc~EFE85559287A74BA0BFAFD5B60F3AADE8~ATpl~Ecommon~Scontent.html" rel="nofollow">in der FAZ</a>. Dass ich noch mal Nils Minkmar zusttimmen würde &#8211; wer hätte das gedacht?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=5608#comment-18006</link>
		<dc:creator><![CDATA[Wat.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 17:26:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@flatter # 72

&lt;i&gt;&quot;Er wird sich vielmehr ökonomisch selbst erledigen.&quot;&lt;/i&gt;

Alles hat(te) sich bisher irgendwann mal ökonomisch &#039;selbst erledigt&#039;.

Aber die &#039;Rentiers&#039; werden eben nicht &#039;sanft entschlafen&#039;

Die Politische Macht &#039;hält&#039; länger, als die Ökonomische Macht - sie wird irgendwann infrage gestellt werden (müssen)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@flatter # 72</p>
<p><i>&#8220;Er wird sich vielmehr ökonomisch selbst erledigen.&#8221;</i></p>
<p>Alles hat(te) sich bisher irgendwann mal ökonomisch &#8216;selbst erledigt&#8217;.</p>
<p>Aber die &#8216;Rentiers&#8217; werden eben nicht &#8216;sanft entschlafen&#8217;</p>
<p>Die Politische Macht &#8216;hält&#8217; länger, als die Ökonomische Macht &#8211; sie wird irgendwann infrage gestellt werden (müssen)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=5608#comment-18004</link>
		<dc:creator><![CDATA[flatter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 16:20:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=5608#comment-18004</guid>
		<description><![CDATA[@Wat.: Ich sehe es genauso, dass der Neoliberalismus nicht bei dem stehen bleibt, was wir heute erleben, und ich kann meine Meinung durchaus der je gegebenen Wirklichkeit anpassen. 
Ich bin allerdings nicht davon überzeugt, dass der NL den &quot;Kapitalismus so lange wie möglich am Laufen zu halten&quot; in der Lage ist - im Gegenteil. Ebensowenig wie die spanische Inquisition die Herrschaft des Katholizismus retten konnte, kann der NL den Kapitalismus stabilisieren. Dabei ist zu beachten, dass die Ideologie diesmal nicht an den Menschen scheitern muss, die sie nicht mehr akzeptierten. Er wird sich vielmehr ökonomisch selbst erledigen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Wat.: Ich sehe es genauso, dass der Neoliberalismus nicht bei dem stehen bleibt, was wir heute erleben, und ich kann meine Meinung durchaus der je gegebenen Wirklichkeit anpassen.<br />
Ich bin allerdings nicht davon überzeugt, dass der NL den &#8220;Kapitalismus so lange wie möglich am Laufen zu halten&#8221; in der Lage ist &#8211; im Gegenteil. Ebensowenig wie die spanische Inquisition die Herrschaft des Katholizismus retten konnte, kann der NL den Kapitalismus stabilisieren. Dabei ist zu beachten, dass die Ideologie diesmal nicht an den Menschen scheitern muss, die sie nicht mehr akzeptierten. Er wird sich vielmehr ökonomisch selbst erledigen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=5608#comment-18003</link>
		<dc:creator><![CDATA[Wat.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 16:09:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=5608#comment-18003</guid>
		<description><![CDATA[Dann mal auch &#039;mein&#039; Abschluß hierzu:

@flatter# 67

&lt;i&gt;&quot;bin ich entschieden der Meinung, dass die Gesetze auch uns, dich und mich, schützen. Und ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Macht, Geld zu scheffeln und Leute zu schlechten Bedingungen in Arbeit zu zwingen, noch ein relatives Paradies sind im Vergleich zu dem, was wir erleben würden,...&quot; &lt;/i&gt;

Noch.

Halte es meinetwegen für Unkerei, aber es wird der Zeitpunkt kommen, an dem Du auch das nicht mehr sagst - weil die Realität dann eine andere ist.

Dieser Neoliberalismus ist ja nun nicht einfach mal so eine nur vorübergehende Zwischenvorstellung um &#039;Abwechslung&#039; in den Kapitalismus-Ablauf zu bringen - er ist notwendig, dieses Dingens von Kapitalismus so lange wie möglich am Laufen zu halten, für die, die da profitieren wollen - und um das weiter zu können, gibts noch viel weniger &#039;nette&#039; ... Herangehensweisen.

Ein weidwundes Tier schlägt auch so lange es geht um sich und will nicht &#039;einsehen&#039;, daß es das zeitliche segnet.

Also - es kommt noch dicker - viel dicker. 

Bei entsprechender Gegenwehr wäre höchstens die Frage, wie groß die Brocken mit einem Mal eingeworfen werden - aber sie werden eingeworfen werden (müssen!)

Es geht einzig um Macht.

&lt;i&gt;&quot;Es wäre ein einziges Morden, und jeder, der die Autoritäten in Zweifel zöge, würde den nächsten Tag nicht erleben.&quot;&lt;/i&gt;

Das gilt &#039;hier&#039; wie &#039;da&#039;.

... wenn man weiterhin nicht generell &#039;autoritäre Instanzen&#039; abzulehnen lernen würde - in dem mit anderen &lt;i&gt;SELBST&lt;/i&gt; getan würde...

(In irgendeiner intergalaktischen Zeitrechnung schaffen &#039;wir&#039; das ja vielleicht mal - oder gehen vor die Hunde)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dann mal auch &#8216;mein&#8217; Abschluß hierzu:</p>
<p>@flatter# 67</p>
<p><i>&#8220;bin ich entschieden der Meinung, dass die Gesetze auch uns, dich und mich, schützen. Und ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Macht, Geld zu scheffeln und Leute zu schlechten Bedingungen in Arbeit zu zwingen, noch ein relatives Paradies sind im Vergleich zu dem, was wir erleben würden,&#8230;&#8221; </i></p>
<p>Noch.</p>
<p>Halte es meinetwegen für Unkerei, aber es wird der Zeitpunkt kommen, an dem Du auch das nicht mehr sagst &#8211; weil die Realität dann eine andere ist.</p>
<p>Dieser Neoliberalismus ist ja nun nicht einfach mal so eine nur vorübergehende Zwischenvorstellung um &#8216;Abwechslung&#8217; in den Kapitalismus-Ablauf zu bringen &#8211; er ist notwendig, dieses Dingens von Kapitalismus so lange wie möglich am Laufen zu halten, für die, die da profitieren wollen &#8211; und um das weiter zu können, gibts noch viel weniger &#8216;nette&#8217; &#8230; Herangehensweisen.</p>
<p>Ein weidwundes Tier schlägt auch so lange es geht um sich und will nicht &#8216;einsehen&#8217;, daß es das zeitliche segnet.</p>
<p>Also &#8211; es kommt noch dicker &#8211; viel dicker. </p>
<p>Bei entsprechender Gegenwehr wäre höchstens die Frage, wie groß die Brocken mit einem Mal eingeworfen werden &#8211; aber sie werden eingeworfen werden (müssen!)</p>
<p>Es geht einzig um Macht.</p>
<p><i>&#8220;Es wäre ein einziges Morden, und jeder, der die Autoritäten in Zweifel zöge, würde den nächsten Tag nicht erleben.&#8221;</i></p>
<p>Das gilt &#8216;hier&#8217; wie &#8216;da&#8217;.</p>
<p>&#8230; wenn man weiterhin nicht generell &#8216;autoritäre Instanzen&#8217; abzulehnen lernen würde &#8211; in dem mit anderen <i>SELBST</i> getan würde&#8230;</p>
<p>(In irgendeiner intergalaktischen Zeitrechnung schaffen &#8216;wir&#8217; das ja vielleicht mal &#8211; oder gehen vor die Hunde)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Necsolicedit</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=5608#comment-18000</link>
		<dc:creator><![CDATA[Necsolicedit]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 13:47:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=5608#comment-18000</guid>
		<description><![CDATA[Die &quot;Eigentumsfrage&quot;

Ich schätze Lafontaine dafür, daß er bei der Wiedervereinigung für ein vorübergehendes wirtschaftliches Zweikreissystem (hier BRD, dort DDR) war. Das war auch allein richtig. Auch war er entschieden gegen den verbrecherischen Jugoslawienkrieg (oft fälschlich: &quot;Kosovo-Kampagne&quot; genannt).
Aber Lafos entsetzliche &quot;Eigentumsfrage&quot; (jetzt wieder: https://www.jungewelt.de/2010/11-10/066.php ) zeigt, daß der Mann nicht fürs Nachdenken geschaffen ist. Dann müssen aber eben andere aus der LINKEn daran. Aber wo sind die??

Es  g i b t  kein &quot;Eigentum&quot;, daß für ein gerechtes wie auch erfolgreiches Staatswirtschaftssystem relevant wäre. Denn die Sozialisten verstehen unter Eigentum ja Eigentum an &quot;Sachen&quot;, beweglichen und unbeweglichen (Immobilien).
Das Karl Marx das Eigentum für wichtig ansah, sehe ich ein. Damals hatte der Kapitalist Papa Engels eine Fabrik. Und da gehörte ihm auch alles bis zur letzen Schraube. Und auch das reaktionäre &quot;Großgrundbesitzertum&quot; hatte Eigentum an Land und Boden.
Aber schon Karl Marx hätte merken müssen, daß man nicht von &#039;Grußgrundeigentümern&#039; sondern von &quot;Großgrund- b e s i t z e r n&quot; sprach. &quot;Besitz&quot; also Herrschaftsmacht/Verfügungsberechtigung war das entscheidende - nicht das Eigentum!

Heute haben noch mal die Fabrikanten &quot;Eigentum&quot; an ihrer Produktionsstraße. Diese Maschinen, Roboter und Automaten werden nach Möglichkeit geleast. Warum denn auch sollte man gutes Kapital in der Produktionsstraße binden?

Auch die Verbrecher von Goldman-Sucks haben nicht &quot;Eigentum&quot; an Sachen. Mühelos könnten die sich Teile von Kanada zulegen oder einen größeren Teil der globalen Tankerflotten zulegen. Aber nix davon. Das wollen die gar nicht. Wenn man Goldman-Sucks enteignen würde, hätte man natürlich in Manhattan ein Filetgrundstück, vielleicht auch noch eins in London. Aber das wär&#039;s dann auch. Gut: Dann hätte man noch jede Menge Büromaterial: Unzählige Computer, Bürostühle und -tische und Kugelschreiber; und auch ein paar Executive-Limousinen und -flugzeuge. Aber das wär&#039;s denn auch. Und der Verkaufserlös dieser Sachen würde die von Goldman-Sucks beherrschten Werte noch nicht einmal  a n n ä h e r n d  erfassen!

Wirtschaftliche Verhältnisse beruhen heute allerorts auf Eigentum an FORDERUNGEN -  n i c h t  auf Eigentum an SACHEN! Wenn Goldman-Sucks seinen Kunden Giftpapiere (z. B. gebündelte Schrottanleihen) verkaufte, wettete Goldman-Sucks gleich erfolgreich dagegen. Diese Wette war aber - nachdem sie erfolgreich war - eine FORDERUNG, kein Sacheigentum!

Auch wenn man ein fettes Bankkonto haben sollte: Daß ist kein Sacheigentum, sondern ein FORDERUNGSeigentum! Als Friedrich Engels die Firma des Vater verkloppe und mit dem Erlös in England sehr erfolgreich mit Aktien spekulierte, hatte er lauter Aktienpapiere in Händen. Das war natürlich SACHeigentum am jeweiligen Papier. Aber der Papierwert war doch äußerst gering! Die Einschaltung eines materiellen Aktien-Papiers (Sacheigentum) diente letztlich nämlich nur der Beweisbarkeit der praktisch allein relevanten FORDERUNGseigentümerschaft.

Daß diese &quot;Forderungswelt&quot; so unheimlich &#039;luftig&#039; oder substanzlos ist,  ist nicht gleich schlecht oder &quot;böse&quot;.  Aber natürlich kann in so luftigen Verhältnissen unheimlich betrogen und beschissen werden. Hier, müssen endlich nahtlos wirkende scharfe staatliche Kontrollinstrument geschaffen.
Daß wahnsinnig betrogen wird, gibt sogar ein Greenspan zu - leider nur englisch: https://dailybail.com/home/bombshell-video-greenspan-admits-to-rampant-fraud-illegal-ac.html
.
Wie &#039;luftige&#039; Verhältnisse zum Betrug genutzt werden, kann man in diesem Spottvideo sehen -  &quot;Banksterism in One Lesson&quot; (Bankster = Mischwort aus &quot;Banker&quot; und &quot;Gangster&quot;):  
https://www.youtube.com/watch?v=KCIistRibVM&amp;feature=player_embedded .]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#8220;Eigentumsfrage&#8221;</p>
<p>Ich schätze Lafontaine dafür, daß er bei der Wiedervereinigung für ein vorübergehendes wirtschaftliches Zweikreissystem (hier BRD, dort DDR) war. Das war auch allein richtig. Auch war er entschieden gegen den verbrecherischen Jugoslawienkrieg (oft fälschlich: &#8220;Kosovo-Kampagne&#8221; genannt).<br />
Aber Lafos entsetzliche &#8220;Eigentumsfrage&#8221; (jetzt wieder: <a href="https://www.jungewelt.de/2010/11-10/066.php" rel="nofollow">https://www.jungewelt.de/2010/11-10/066.php</a> ) zeigt, daß der Mann nicht fürs Nachdenken geschaffen ist. Dann müssen aber eben andere aus der LINKEn daran. Aber wo sind die??</p>
<p>Es  g i b t  kein &#8220;Eigentum&#8221;, daß für ein gerechtes wie auch erfolgreiches Staatswirtschaftssystem relevant wäre. Denn die Sozialisten verstehen unter Eigentum ja Eigentum an &#8220;Sachen&#8221;, beweglichen und unbeweglichen (Immobilien).<br />
Das Karl Marx das Eigentum für wichtig ansah, sehe ich ein. Damals hatte der Kapitalist Papa Engels eine Fabrik. Und da gehörte ihm auch alles bis zur letzen Schraube. Und auch das reaktionäre &#8220;Großgrundbesitzertum&#8221; hatte Eigentum an Land und Boden.<br />
Aber schon Karl Marx hätte merken müssen, daß man nicht von &#8216;Grußgrundeigentümern&#8217; sondern von &#8220;Großgrund- b e s i t z e r n&#8221; sprach. &#8220;Besitz&#8221; also Herrschaftsmacht/Verfügungsberechtigung war das entscheidende &#8211; nicht das Eigentum!</p>
<p>Heute haben noch mal die Fabrikanten &#8220;Eigentum&#8221; an ihrer Produktionsstraße. Diese Maschinen, Roboter und Automaten werden nach Möglichkeit geleast. Warum denn auch sollte man gutes Kapital in der Produktionsstraße binden?</p>
<p>Auch die Verbrecher von Goldman-Sucks haben nicht &#8220;Eigentum&#8221; an Sachen. Mühelos könnten die sich Teile von Kanada zulegen oder einen größeren Teil der globalen Tankerflotten zulegen. Aber nix davon. Das wollen die gar nicht. Wenn man Goldman-Sucks enteignen würde, hätte man natürlich in Manhattan ein Filetgrundstück, vielleicht auch noch eins in London. Aber das wär&#8217;s dann auch. Gut: Dann hätte man noch jede Menge Büromaterial: Unzählige Computer, Bürostühle und -tische und Kugelschreiber; und auch ein paar Executive-Limousinen und -flugzeuge. Aber das wär&#8217;s denn auch. Und der Verkaufserlös dieser Sachen würde die von Goldman-Sucks beherrschten Werte noch nicht einmal  a n n ä h e r n d  erfassen!</p>
<p>Wirtschaftliche Verhältnisse beruhen heute allerorts auf Eigentum an FORDERUNGEN &#8211;  n i c h t  auf Eigentum an SACHEN! Wenn Goldman-Sucks seinen Kunden Giftpapiere (z. B. gebündelte Schrottanleihen) verkaufte, wettete Goldman-Sucks gleich erfolgreich dagegen. Diese Wette war aber &#8211; nachdem sie erfolgreich war &#8211; eine FORDERUNG, kein Sacheigentum!</p>
<p>Auch wenn man ein fettes Bankkonto haben sollte: Daß ist kein Sacheigentum, sondern ein FORDERUNGSeigentum! Als Friedrich Engels die Firma des Vater verkloppe und mit dem Erlös in England sehr erfolgreich mit Aktien spekulierte, hatte er lauter Aktienpapiere in Händen. Das war natürlich SACHeigentum am jeweiligen Papier. Aber der Papierwert war doch äußerst gering! Die Einschaltung eines materiellen Aktien-Papiers (Sacheigentum) diente letztlich nämlich nur der Beweisbarkeit der praktisch allein relevanten FORDERUNGseigentümerschaft.</p>
<p>Daß diese &#8220;Forderungswelt&#8221; so unheimlich &#8216;luftig&#8217; oder substanzlos ist,  ist nicht gleich schlecht oder &#8220;böse&#8221;.  Aber natürlich kann in so luftigen Verhältnissen unheimlich betrogen und beschissen werden. Hier, müssen endlich nahtlos wirkende scharfe staatliche Kontrollinstrument geschaffen.<br />
Daß wahnsinnig betrogen wird, gibt sogar ein Greenspan zu &#8211; leider nur englisch: <a href="https://dailybail.com/home/bombshell-video-greenspan-admits-to-rampant-fraud-illegal-ac.html" rel="nofollow">https://dailybail.com/home/bombshell-video-greenspan-admits-to-rampant-fraud-illegal-ac.html</a><br />
.<br />
Wie &#8216;luftige&#8217; Verhältnisse zum Betrug genutzt werden, kann man in diesem Spottvideo sehen &#8211;  &#8220;Banksterism in One Lesson&#8221; (Bankster = Mischwort aus &#8220;Banker&#8221; und &#8220;Gangster&#8221;):<br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=KCIistRibVM&#038;feature=player_embedded" rel="nofollow">https://www.youtube.com/watch?v=KCIistRibVM&#038;feature=player_embedded</a> .</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bakunin</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=5608#comment-17992</link>
		<dc:creator><![CDATA[Bakunin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 10:42:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=5608#comment-17992</guid>
		<description><![CDATA[Ich möchte für mich selbst diese Debatte hier mit folgendem Gedanken abschließen: 
Bevor wir überhaupt anfangen darüber zu diskutieren was dem Kapitalismus folgen könnte, wie, was, in welcher Form, sollten wir nicht zunächst mal dafür eintreten, aus diesem Lande ein ganz normales bürgerlich-demokratisches zu machen, mit einem Parlament, dass diesen Namen einigermaßnen verdient, ebensolchen Gewerkschaften, mehr direkte Mitbestimmzng der Bevölkerung, Ende des millionenfachen Lohndumpings, von Harz 4, Rückgängigmachung vieler Privatisierungen, Wiedererstarkung kommunalen Eigentums und noch einer Menge anderer Dinge?
Die neoliberalen Einpeitscher und ihr verheerendes Wirken wieder zurückzudrängen, wären das nicht alles  Gebote der nächsten Zeit?  Könnten dafür nicht viele Menschen poitisch mobilisiert werden?
Abstrakte, politisch-philosophische Diskussionen über wünschenwerte &quot;Endzustände&quot; gehen den meisten Menschen doch völlig am Ar... vorbei, sie haben sich um wichtigere Dinge zu kümmern.
In diesem Sinne...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte für mich selbst diese Debatte hier mit folgendem Gedanken abschließen:<br />
Bevor wir überhaupt anfangen darüber zu diskutieren was dem Kapitalismus folgen könnte, wie, was, in welcher Form, sollten wir nicht zunächst mal dafür eintreten, aus diesem Lande ein ganz normales bürgerlich-demokratisches zu machen, mit einem Parlament, dass diesen Namen einigermaßnen verdient, ebensolchen Gewerkschaften, mehr direkte Mitbestimmzng der Bevölkerung, Ende des millionenfachen Lohndumpings, von Harz 4, Rückgängigmachung vieler Privatisierungen, Wiedererstarkung kommunalen Eigentums und noch einer Menge anderer Dinge?<br />
Die neoliberalen Einpeitscher und ihr verheerendes Wirken wieder zurückzudrängen, wären das nicht alles  Gebote der nächsten Zeit?  Könnten dafür nicht viele Menschen poitisch mobilisiert werden?<br />
Abstrakte, politisch-philosophische Diskussionen über wünschenwerte &#8220;Endzustände&#8221; gehen den meisten Menschen doch völlig am Ar&#8230; vorbei, sie haben sich um wichtigere Dinge zu kümmern.<br />
In diesem Sinne&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=5608#comment-17975</link>
		<dc:creator><![CDATA[flatter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 00:18:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=5608#comment-17975</guid>
		<description><![CDATA[@64:
Ich habe oft den Satz gehört: &quot; Ihr habt ja den Krieg nicht erlebt&quot;. Inzwischen habe ich eine recht plastische Vorstellung davon, was das meinte. Nenne mich einen Idioten, aber bei allem Dreck, aller Angst und Wut, die ich hier erlebe, bin ich entschieden der Meinung, dass die Gesetze auch uns, dich und mich, schützen. Und ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Macht, Geld zu scheffeln und Leute zu schlechten Bedingungen in Arbeit zu zwingen, noch ein relatives Paradies sind im Vergleich zu dem, was wir erleben würden, wenn umstürzlerische &quot;Autoritäten&quot; den Laden übernähmen. 
Und was glaubst du wohl, wer diese Autoritäten wären? Die Philosophenkönige? Welche &quot;Gesetze&quot; hätten wir dann? Es wäre ein einziges Morden, und jeder, der die Autoritäten in Zweifel zöge, würde den nächsten Tag nicht erleben.

p.s.: Jetzt geh ich mal im Bett rein. ]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@64:<br />
Ich habe oft den Satz gehört: &#8221; Ihr habt ja den Krieg nicht erlebt&#8221;. Inzwischen habe ich eine recht plastische Vorstellung davon, was das meinte. Nenne mich einen Idioten, aber bei allem Dreck, aller Angst und Wut, die ich hier erlebe, bin ich entschieden der Meinung, dass die Gesetze auch uns, dich und mich, schützen. Und ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Macht, Geld zu scheffeln und Leute zu schlechten Bedingungen in Arbeit zu zwingen, noch ein relatives Paradies sind im Vergleich zu dem, was wir erleben würden, wenn umstürzlerische &#8220;Autoritäten&#8221; den Laden übernähmen.<br />
Und was glaubst du wohl, wer diese Autoritäten wären? Die Philosophenkönige? Welche &#8220;Gesetze&#8221; hätten wir dann? Es wäre ein einziges Morden, und jeder, der die Autoritäten in Zweifel zöge, würde den nächsten Tag nicht erleben.</p>
<p>p.s.: Jetzt geh ich mal im Bett rein. </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: NochEiner</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=5608#comment-17973</link>
		<dc:creator><![CDATA[NochEiner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 00:16:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ach Bakunin, was willste machen in deiner Wut?
Machste was, gibt ´s Tote. Tote Bakunine, keine anderen.

Ein bissel Terrorismus, ein blutiger Studentenulk, Flugzeuge ins Haus, 3500 Tote -also ungefähr so viele wie bei Noriegas Verhaftung- sind gut als vorgeschobener Grund für die nächsten zwo Millionen. Rassisten, Amis, Fundamentalisten christlichen und islamischen Bekenntnisses, die die draufhauen sind immer die Gleichen. Da braucht ´s uns nicht dazu.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach Bakunin, was willste machen in deiner Wut?<br />
Machste was, gibt ´s Tote. Tote Bakunine, keine anderen.</p>
<p>Ein bissel Terrorismus, ein blutiger Studentenulk, Flugzeuge ins Haus, 3500 Tote -also ungefähr so viele wie bei Noriegas Verhaftung- sind gut als vorgeschobener Grund für die nächsten zwo Millionen. Rassisten, Amis, Fundamentalisten christlichen und islamischen Bekenntnisses, die die draufhauen sind immer die Gleichen. Da braucht ´s uns nicht dazu.</p>
]]></content:encoded>
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