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	<title>Kommentare zu: Hier regiert die Elite</title>
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	<description>Magazin für Marktberuhigung</description>
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		<title>Von: Direkte Demokratie – Letzte Rettung für die Republik? &#171; politik.de-Blog</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Direkte Demokratie – Letzte Rettung für die Republik? &#171; politik.de-Blog]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 00:13:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[...] Kindern Konkurrenz bereiten k&#246;nnten. Wenig feinsinnig, sondern recht brachial fasst der Blog Feynsinn das in eigene [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Kindern Konkurrenz bereiten k&#246;nnten. Wenig feinsinnig, sondern recht brachial fasst der Blog Feynsinn das in eigene [...]</p>
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		<title>Von: andi1789</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3994#comment-13421</link>
		<dc:creator><![CDATA[andi1789]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 14:19:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wie Lutz schon schrieb, scheint es doch in der DDR kein größeres Problem in den Gemeinschaftsschulen gegeben zu haben, zumal das vielbesungene Vorbild Finnland meines Wissens viel aus der DDR übernommen hat.

Zur weiteren Stützung dieser These sei noch ein Verweis auf die nachdenkseiten angeführt: https://www.nachdenkseiten.de/?p=6219#h01

Offenbar kann sehr wohl als überholt gelten, was das hamburger Bürgertum an Veränderungsängsten aufgebauscht hat. Vergessen Sie nicht, dass die traditionelle Grundschule eben auf die Selektion nach 4 Jahren ausgerichtet ist, soll heißen, das ganze Kurrikulum ist darauf abgestimmt etc.. Daher würde ich Beobachtungen von Grundschullehrern mit einer gewissen Skepsis begegnen, wie ich oben schon anmerkte.

Schön wäre, wenn hier ein empirisch arbeitender Pädagoge mitläse und einen Kommentar dazu verfasste.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie Lutz schon schrieb, scheint es doch in der DDR kein größeres Problem in den Gemeinschaftsschulen gegeben zu haben, zumal das vielbesungene Vorbild Finnland meines Wissens viel aus der DDR übernommen hat.</p>
<p>Zur weiteren Stützung dieser These sei noch ein Verweis auf die nachdenkseiten angeführt: <a href="https://www.nachdenkseiten.de/?p=6219#h01" rel="nofollow">https://www.nachdenkseiten.de/?p=6219#h01</a></p>
<p>Offenbar kann sehr wohl als überholt gelten, was das hamburger Bürgertum an Veränderungsängsten aufgebauscht hat. Vergessen Sie nicht, dass die traditionelle Grundschule eben auf die Selektion nach 4 Jahren ausgerichtet ist, soll heißen, das ganze Kurrikulum ist darauf abgestimmt etc.. Daher würde ich Beobachtungen von Grundschullehrern mit einer gewissen Skepsis begegnen, wie ich oben schon anmerkte.</p>
<p>Schön wäre, wenn hier ein empirisch arbeitender Pädagoge mitläse und einen Kommentar dazu verfasste.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lutz Hausstein</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3994#comment-13420</link>
		<dc:creator><![CDATA[Lutz Hausstein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 12:12:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ Vogel:

Ich finde es erst einmal sehr schön, dass Du auch mit persönlich Erlebten die Diskussion anreicherst. Denn vor allem auch davon leben ja auch teilweise unsere jeweiligen Argumente.

Ich bin ja nun kein Pädagoge, der auf Erfahrungen aus seiner langjährigen beruflichen Praxis zurückgreifen kann. Ich kann Dir nur meine eigenen Erfahrungen mitteilen und meine Sicht auf diese Dinge.

In der DDR, wo auch ich zur Schule gegangen bin, gab es eine einheitliche Schule (Polytechnische Oberschule), an der alle Schüler gemeinsam lernten (Ausnahme: Sonderschulen für geistig oder körperlich behinderte Kinder). Auch an den POS gab es Unterschiede zwischen den Lernerfolgen der verschiedenen Schüler. Dennoch hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, dass die &quot;besseren&quot; Schüler durch die &quot;schwächeren&quot; Schüler in ihren Lernerfolgen nachhaltig behindert wurden. Mögliche Ursachen dafür kann ich allerdings nicht benennen. Dafür bin ich auf diesem Gebiet zu wenig &quot;Fachmann&quot;.

Sicherlich hast Du auch recht, wenn Du anmerkst, dass allein längeres gemeinsames Lernen die Probleme im Bildungsbereich nicht lösen kann. Habe ich ja auch nicht gesagt. Nur werden eben durch diese noch frühere Selektion die Probleme in der Bildung noch weiter zunehmen. Insofern ist es für mich eine Verschlimmerung eines schon jetzt alles andere als optimalen Bildungssystems.

Ich denke, eines der Dinge, die &quot;übernehmenswert&quot; gewesen wären, wäre u.a. auch das Bildungssystem der DDR gewesen. Eine einheitliche Schule im gesamten Land, keine Kleinstaaterei im Bildungssektor, jeder konnte (z.B. bei Umzug) relativ unproblematisch in eine andere Schule wechseln. Dort wurde nach denselben Lehrbüchern gelehrt, der Lehrplan war selbst zeitlich aufeinander abgestimmt, sodass sogar bei einem Schulwechsel innerhalb des Schuljahres die Wahrscheinlichkeit hoch war, an derselben Stelle in der neuen Schule einzusteigen, wo man auf der alten Schule aufgehört hatte.

Die Lernmittel waren fast vollständig kostenfrei (bis auf wenige, aber dennoch preisgünstige Ausnahmen), die Schulspeisung sehr kostengünstig (auch bei genereller Qualitäts-Kritik an allen Gemeinschaftsverpflegungen). Eine soziale Selektion in der Bildung fand so nicht statt.

Doch zum Kern, dem gemeinsamen Lernen, zurück. Es gab für mich nicht nur keine ersichtliche &quot;Behinderung&quot; der lernstärkeren Schüler, sondern wurde durch das lange gemeinsame Lernen die Sozialkompetenz gestärkt. In jüngeren Schulklassen gab es, meiner Erinnerung zufolge, sogenannte &quot;Patenschaften&quot; zwischen Schülern. Da traf sich ein &quot;guter&quot; Schüler nach der Schule mit einem &quot;schwächeren&quot; Schüler und man lernte zusammen den vergangenen Schulstoff. Der &quot;stärkere&quot; half dem &quot;schwächeren&quot; Schüler bei Lernen und erklärte ihm ggf. bestimmte Sachverhalte noch einmal. Ich denke, auch davon profitierten beide. Sicherlich, das wurde von den jeweiligen Klassenlehrern initiiert. Deswegen war es ja aber dennoch nicht schlecht.

Klar, damals waren auch die Klassenstärken geringer gegenüber heute. Schülerzahlen zwischen 15 und 25 waren, meines Wissens nach, die diesbezüglichen typischen Extremwerte. So konnte natürlich auch jeder Lehrer stärker auf die einzelnen Schüler und seine Bedürfnisse eingehen.

Mist! Da bin ich doch schon wieder zum DDR-Schulsystem geswitcht. Naja, der Mensch neigt nunmal gern zu Vergleichen, weil es so schön einfach ist. Nichts desto trotz. Man hätte da sehr, sehr viel übernehmen können und damit das bundesdeutsche Bildungssystem verbessern können.

Doch nun verschlechtert man es sogar noch weiter, eben auch durch die Richtungswirkung dieses Volksentscheids.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Vogel:</p>
<p>Ich finde es erst einmal sehr schön, dass Du auch mit persönlich Erlebten die Diskussion anreicherst. Denn vor allem auch davon leben ja auch teilweise unsere jeweiligen Argumente.</p>
<p>Ich bin ja nun kein Pädagoge, der auf Erfahrungen aus seiner langjährigen beruflichen Praxis zurückgreifen kann. Ich kann Dir nur meine eigenen Erfahrungen mitteilen und meine Sicht auf diese Dinge.</p>
<p>In der DDR, wo auch ich zur Schule gegangen bin, gab es eine einheitliche Schule (Polytechnische Oberschule), an der alle Schüler gemeinsam lernten (Ausnahme: Sonderschulen für geistig oder körperlich behinderte Kinder). Auch an den POS gab es Unterschiede zwischen den Lernerfolgen der verschiedenen Schüler. Dennoch hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, dass die &#8220;besseren&#8221; Schüler durch die &#8220;schwächeren&#8221; Schüler in ihren Lernerfolgen nachhaltig behindert wurden. Mögliche Ursachen dafür kann ich allerdings nicht benennen. Dafür bin ich auf diesem Gebiet zu wenig &#8220;Fachmann&#8221;.</p>
<p>Sicherlich hast Du auch recht, wenn Du anmerkst, dass allein längeres gemeinsames Lernen die Probleme im Bildungsbereich nicht lösen kann. Habe ich ja auch nicht gesagt. Nur werden eben durch diese noch frühere Selektion die Probleme in der Bildung noch weiter zunehmen. Insofern ist es für mich eine Verschlimmerung eines schon jetzt alles andere als optimalen Bildungssystems.</p>
<p>Ich denke, eines der Dinge, die &#8220;übernehmenswert&#8221; gewesen wären, wäre u.a. auch das Bildungssystem der DDR gewesen. Eine einheitliche Schule im gesamten Land, keine Kleinstaaterei im Bildungssektor, jeder konnte (z.B. bei Umzug) relativ unproblematisch in eine andere Schule wechseln. Dort wurde nach denselben Lehrbüchern gelehrt, der Lehrplan war selbst zeitlich aufeinander abgestimmt, sodass sogar bei einem Schulwechsel innerhalb des Schuljahres die Wahrscheinlichkeit hoch war, an derselben Stelle in der neuen Schule einzusteigen, wo man auf der alten Schule aufgehört hatte.</p>
<p>Die Lernmittel waren fast vollständig kostenfrei (bis auf wenige, aber dennoch preisgünstige Ausnahmen), die Schulspeisung sehr kostengünstig (auch bei genereller Qualitäts-Kritik an allen Gemeinschaftsverpflegungen). Eine soziale Selektion in der Bildung fand so nicht statt.</p>
<p>Doch zum Kern, dem gemeinsamen Lernen, zurück. Es gab für mich nicht nur keine ersichtliche &#8220;Behinderung&#8221; der lernstärkeren Schüler, sondern wurde durch das lange gemeinsame Lernen die Sozialkompetenz gestärkt. In jüngeren Schulklassen gab es, meiner Erinnerung zufolge, sogenannte &#8220;Patenschaften&#8221; zwischen Schülern. Da traf sich ein &#8220;guter&#8221; Schüler nach der Schule mit einem &#8220;schwächeren&#8221; Schüler und man lernte zusammen den vergangenen Schulstoff. Der &#8220;stärkere&#8221; half dem &#8220;schwächeren&#8221; Schüler bei Lernen und erklärte ihm ggf. bestimmte Sachverhalte noch einmal. Ich denke, auch davon profitierten beide. Sicherlich, das wurde von den jeweiligen Klassenlehrern initiiert. Deswegen war es ja aber dennoch nicht schlecht.</p>
<p>Klar, damals waren auch die Klassenstärken geringer gegenüber heute. Schülerzahlen zwischen 15 und 25 waren, meines Wissens nach, die diesbezüglichen typischen Extremwerte. So konnte natürlich auch jeder Lehrer stärker auf die einzelnen Schüler und seine Bedürfnisse eingehen.</p>
<p>Mist! Da bin ich doch schon wieder zum DDR-Schulsystem geswitcht. Naja, der Mensch neigt nunmal gern zu Vergleichen, weil es so schön einfach ist. Nichts desto trotz. Man hätte da sehr, sehr viel übernehmen können und damit das bundesdeutsche Bildungssystem verbessern können.</p>
<p>Doch nun verschlechtert man es sogar noch weiter, eben auch durch die Richtungswirkung dieses Volksentscheids.</p>
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	<item>
		<title>Von: Vogel</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3994#comment-13419</link>
		<dc:creator><![CDATA[Vogel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 10:07:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@andi1789
Das ironisch bezog sich von mir aus nur auf den Teil ab &lt;em&gt;&quot;wenn das Kind mit dem Bad ausgeschüttet wird ...&quot;&lt;/em&gt;, und das nur auf meine Ausdrucksweise. Den Kern der Argumentation (v. a. im Vorspann), genauso wie die gestellten Fragen, hab&#039; ich absolut ernst gemeint.Für mich hinreichend ist das Ablenkungsmanöver der Politik in Hamburg (und aufkommend in NRW) als solches entlarvt. Untaugliche Schulexperimente, Experimente mit Euren Kindern, meinen (zukünftigen) Enkeln um etwas zu reparieren, was an anderer Stelle kaputtgemacht wurde. Was war denn in Hamburg &lt;em&gt;&quot;(...) eine im Kern gut gemeinte Richtung &lt;/em&gt;[die dann] &lt;em&gt;durch einen Volksentscheid torpediert wurde. [...]&quot;&lt;/em&gt; Dieses war/ist eben keine gutgemeinte Richtung, sondern nur &lt;strike&gt;Versuch&lt;/strike&gt; Irrtum und Irrtum - am lebenden Objekt!!
Ich mache nix anderes als die OECD: Auf Grund meiner Erfahrungen und meines Wissens - das betrifft nicht nur die persönlichen Erfahrungen, vergiss nich die tägliche Auseinandersetzung meiner Frau mit dem Thema - also meiner Dtaenbasis und meines Blickwinkels zu urteilen.

Die Datenbasis der OECD iss zweifellos breiter - und deshalb stellt sie z. B. fest, dass es in keinem anderen europ. Land die Herkunft eines Kindes der Art vorbestimmend ist wie in D. Eben! Und da hilft dann 2 Jahre längeres gemeinsames beschulen? Genau das isses, was imho definitiv falsch iss! Der Henkel einer Tasse iss abgebrochen - man ersetzt eine fehlende Dachpfanne ... (dess war jezz widder ironisch, gell?)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@andi1789<br />
Das ironisch bezog sich von mir aus nur auf den Teil ab <em>&#8220;wenn das Kind mit dem Bad ausgeschüttet wird &#8230;&#8221;</em>, und das nur auf meine Ausdrucksweise. Den Kern der Argumentation (v. a. im Vorspann), genauso wie die gestellten Fragen, hab&#8217; ich absolut ernst gemeint.Für mich hinreichend ist das Ablenkungsmanöver der Politik in Hamburg (und aufkommend in NRW) als solches entlarvt. Untaugliche Schulexperimente, Experimente mit Euren Kindern, meinen (zukünftigen) Enkeln um etwas zu reparieren, was an anderer Stelle kaputtgemacht wurde. Was war denn in Hamburg <em>&#8220;(&#8230;) eine im Kern gut gemeinte Richtung </em>[die dann] <em>durch einen Volksentscheid torpediert wurde. [...]&#8220;</em> Dieses war/ist eben keine gutgemeinte Richtung, sondern nur <strike>Versuch</strike> Irrtum und Irrtum &#8211; am lebenden Objekt!!<br />
Ich mache nix anderes als die OECD: Auf Grund meiner Erfahrungen und meines Wissens &#8211; das betrifft nicht nur die persönlichen Erfahrungen, vergiss nich die tägliche Auseinandersetzung meiner Frau mit dem Thema &#8211; also meiner Dtaenbasis und meines Blickwinkels zu urteilen.</p>
<p>Die Datenbasis der OECD iss zweifellos breiter &#8211; und deshalb stellt sie z. B. fest, dass es in keinem anderen europ. Land die Herkunft eines Kindes der Art vorbestimmend ist wie in D. Eben! Und da hilft dann 2 Jahre längeres gemeinsames beschulen? Genau das isses, was imho definitiv falsch iss! Der Henkel einer Tasse iss abgebrochen &#8211; man ersetzt eine fehlende Dachpfanne &#8230; (dess war jezz widder ironisch, gell?)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: andi1789</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3994#comment-13418</link>
		<dc:creator><![CDATA[andi1789]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 08:58:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Vogel: Also ich glaube, dass hier ein wenig die Argumentationsstränge - Ironie hin oder her - durcheinander geraten. Das eine ist die Enttäuschung darüber, dass ein Schritt, der in einer kapitalparlamentarischen Demokratie immer ein kleiner ist, in eine im Kern gut gemeinte Richtung durch einen Volksentscheid torpediert wurde. Mehr plebiszitäre Elemente sind eine der Forderungen, an die sich durchaus Hoffnungen (von unverbesserlichen Weltverbesserern) knüpf(t)en, dass man auf demokratischem Wege außer durch das Kreuzchen Ritual alle vier Jahre noch Einfluss auf die Politik nehmen kann.

Das andere sind Erfahrungen aus der Lebenswelt, dazwischen muss man unterscheiden. Ihren Berichten aus der Grundschulpraxis möchte ich mit einer gewissen Skepsis begegnen, denn diese ist darauf ausgelegt, dass mit etwa zehn Jahren eben jener Selektionsschritt vollzogen wird, der wohl mit dazu beiträgt, dass unser Bildungssystem das sozial selektivste der Industriestaaten ist, was nicht völlig zu unrecht von der nicht gerade wirtschaftsfeindlichen OECD (PISA) bemängelt wurde.

Sie schreiben selbst, dass wir in Bildungsfragen im Prinzip ganz von vorne anfangen müssten. Wir waren, wenn ich nicht irre, das erste Land, dass so etwas wie wissenschaftliche Pädagogik an Universitäten einrichtete. Wir gehören zudem zu den Industriestaaten, die wissenschaftliche Erkenntnisse, die durchaus an den Universitäten vorhanden sind, mit am schlechtesten in die Praxis umsetzen. Offenbar gilt diese Beobachtung auch für die Bildung.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Vogel: Also ich glaube, dass hier ein wenig die Argumentationsstränge &#8211; Ironie hin oder her &#8211; durcheinander geraten. Das eine ist die Enttäuschung darüber, dass ein Schritt, der in einer kapitalparlamentarischen Demokratie immer ein kleiner ist, in eine im Kern gut gemeinte Richtung durch einen Volksentscheid torpediert wurde. Mehr plebiszitäre Elemente sind eine der Forderungen, an die sich durchaus Hoffnungen (von unverbesserlichen Weltverbesserern) knüpf(t)en, dass man auf demokratischem Wege außer durch das Kreuzchen Ritual alle vier Jahre noch Einfluss auf die Politik nehmen kann.</p>
<p>Das andere sind Erfahrungen aus der Lebenswelt, dazwischen muss man unterscheiden. Ihren Berichten aus der Grundschulpraxis möchte ich mit einer gewissen Skepsis begegnen, denn diese ist darauf ausgelegt, dass mit etwa zehn Jahren eben jener Selektionsschritt vollzogen wird, der wohl mit dazu beiträgt, dass unser Bildungssystem das sozial selektivste der Industriestaaten ist, was nicht völlig zu unrecht von der nicht gerade wirtschaftsfeindlichen OECD (PISA) bemängelt wurde.</p>
<p>Sie schreiben selbst, dass wir in Bildungsfragen im Prinzip ganz von vorne anfangen müssten. Wir waren, wenn ich nicht irre, das erste Land, dass so etwas wie wissenschaftliche Pädagogik an Universitäten einrichtete. Wir gehören zudem zu den Industriestaaten, die wissenschaftliche Erkenntnisse, die durchaus an den Universitäten vorhanden sind, mit am schlechtesten in die Praxis umsetzen. Offenbar gilt diese Beobachtung auch für die Bildung.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Charlie</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3994#comment-13417</link>
		<dc:creator><![CDATA[Charlie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 02:54:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ Peinhart:

Danke für den Link - den hatte ich auch schon gespeichert. Zum Thema Militarismus und der deutschen Militärdoktrin habe ich auch gerade in meinem Blog ein paar Zeilen geschrieben. Ich wiederhole sie hier nicht, weil ich flatter nicht unnötig belasten möchte. ;-)

@ Winfried:

Sorry - aber wenn Du mit mir diskutieren möchtest, solltest Du auch auf das eingehen, was ich schreibe.

Was nützt es, wenn irgendwelche Umfragen belegen, dass eine Mehrheit der Bevölkerung gegen den Kriegseinsatz in Afghanistan ist - wenn doch nichts weiter passiert? Und bist Du tatsächlich der Meinung, dass ein &quot;Volksentscheid&quot; zu diesem Thema - wenn er denn durchgeführt werden würde, was mit Sicherheit nie passieren wird in diesem Land - ein ähnliches Ergebnis zeigen würde, trotz der geballten Systemmedienmacht, die diesen &quot;Entscheid&quot; maßgeblich begleiten würde?

Und weshalb wirst Du persönlich, wenn ich solche Kritik übe? Nur weil ich Missstände benenne, muss ich noch lange nicht die Heilslösung als Alternative anbieten können. Wenn man lapidar feststellen muss: &quot;Wir stecken bis zum Hals im Kapitalismus&quot; (Heiner Müller), ist es nicht zwingend erforderlich, auch gleich den Ausweg aus dieser Misere mitzuliefern.

Ich weiß nämlich keinen (realistischen) Ausweg. So bitter das jetzt auch klingen mag. Mein Horrorszenario der Zukunft habe ich ja schon genannt.

Und genau dieselben Diskussionen sind in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts auch schon mannigfaltig geführt worden - ein paar Zitate dazu findest Du in meinem Blog. Das Ergebnis ist bekannt.

Und jetzt gehe ich eine rauchen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Peinhart:</p>
<p>Danke für den Link &#8211; den hatte ich auch schon gespeichert. Zum Thema Militarismus und der deutschen Militärdoktrin habe ich auch gerade in meinem Blog ein paar Zeilen geschrieben. Ich wiederhole sie hier nicht, weil ich flatter nicht unnötig belasten möchte. ;-)</p>
<p>@ Winfried:</p>
<p>Sorry &#8211; aber wenn Du mit mir diskutieren möchtest, solltest Du auch auf das eingehen, was ich schreibe.</p>
<p>Was nützt es, wenn irgendwelche Umfragen belegen, dass eine Mehrheit der Bevölkerung gegen den Kriegseinsatz in Afghanistan ist &#8211; wenn doch nichts weiter passiert? Und bist Du tatsächlich der Meinung, dass ein &#8220;Volksentscheid&#8221; zu diesem Thema &#8211; wenn er denn durchgeführt werden würde, was mit Sicherheit nie passieren wird in diesem Land &#8211; ein ähnliches Ergebnis zeigen würde, trotz der geballten Systemmedienmacht, die diesen &#8220;Entscheid&#8221; maßgeblich begleiten würde?</p>
<p>Und weshalb wirst Du persönlich, wenn ich solche Kritik übe? Nur weil ich Missstände benenne, muss ich noch lange nicht die Heilslösung als Alternative anbieten können. Wenn man lapidar feststellen muss: &#8220;Wir stecken bis zum Hals im Kapitalismus&#8221; (Heiner Müller), ist es nicht zwingend erforderlich, auch gleich den Ausweg aus dieser Misere mitzuliefern.</p>
<p>Ich weiß nämlich keinen (realistischen) Ausweg. So bitter das jetzt auch klingen mag. Mein Horrorszenario der Zukunft habe ich ja schon genannt.</p>
<p>Und genau dieselben Diskussionen sind in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts auch schon mannigfaltig geführt worden &#8211; ein paar Zitate dazu findest Du in meinem Blog. Das Ergebnis ist bekannt.</p>
<p>Und jetzt gehe ich eine rauchen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Vogel</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3994#comment-13416</link>
		<dc:creator><![CDATA[Vogel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 19:50:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=3994#comment-13416</guid>
		<description><![CDATA[@Lutz Haunstein #7 und Peinhart #20
Die beiden, zu recht sehr geschätzten Kommentatoren, sollen als Beispiele dienen dafür, dass man schon graue Haar kriegen kann!!

Vorweg: Bin heute sechzig, seit 41 Jahren knutsch&#039; ich mit der Selben, seit 38 Jahren sind wir verheiratet, vier Kinder (30, 26, 24, 22). Meine Frau iss Grundschullehrerin, das Thema iss uns a) als Familie und b) dank der Profession meiner Holden nich so ganz fremd. Wir stammen beide aus bescheidenen bis normalen Verhältnissen, ich hab&#039; mich durchgeboxt (ich war 30 Jahre selbständig [d. h. kaum Urlaub, selber vorsorgen usw.]), meine Frau hat mit BaFög und meiner Kohle als Lehrling - ich hab&#039; ne 2. Lehre erst mit 24 abgeschlossen - auf Lehramt studiert.
Streitthema auch zwischen uns: Gemeinsames lernen. Zu unserer Zeit haben (es kommt nich auf das einzelne Pronzentchen an) ca. 80 % der Kinder gemeinsam gerlernt. In den 50-igern noch acht, dann neun Jahre - da nannte man das noch Volksschule - und schließlich irgendwann 10 Jahre - da nannte man das dann Hauptschule. Alle Kinder gingen auf die Schule für das Volk (Volksschule) - nach der 4. Klasse gab&#039;s sowohl für mich in Hessen, als auch für meine Frau in NRW die Aufnahmeprüfung (1 Wo Probeunterricht) für&#039;s Gymnasium/Realschule, Ergebnis: ca. 5-8 % ersteres, ca. 12-15 % letzteres - weniger gescheiterte Schulkarrieren. Keine Eltern &quot;haben versucht die Lehrer um den Verstand und ihr Kind mit Macht aufs Gymnasium&quot; zu bringen.

Also - gemeinsames Lernen: Nix Neues, das gab&#039;s lange Zeit - aber das ist &#039;was anderes gewesen, als man sich heute vorstellt! Und das will niemand zurück haben.

Meine Frau beobachtet in der Praxis seit Beginn ihres Lehrer-Jobs, dass im Alter von &lt;b&gt;ca. 10 Jahren&lt;/b&gt; die wenigen ca. 20 %, die schon weit vorne sind, sich von den anderen trennen. Sie würden unterfordert, wären sie gezwungen im Klassenverband zu bleiben. Sie lehnt es aus Verantwortungsgründen gegenüber den guten &lt;b&gt;und&lt;/b&gt; den weniger guten Schülern ab, diese Kinder als &#039;Hilfslehrer&#039; einzusetzen sondern befürwortet stattdessen die Versetzung auf eine weiterführende Schule, da werden die gefordert. Für die anderen Schüler befürwortet sie, aus guten Gründen, den Verbleib auf der Hauptschule, das ist &#039;leistungsgerecht(er)&#039;. Das die HS einen schlechten Ruf hat, hat viele andere Gründe und muss/kann nicht von der Schule gelöst/geändert werden - schon gar nicht über den Zwang, zwei Jahre länger zusammen bleiben zu müssen und erst mit beginnender Pubertät (zwei Probleme auf einmal) die Schule zu wechseln.

Und deshalb sind wir der Meinung: Zurück zu den Wurzel - zur Schule für das Volk, zum gemeinsamen Lernen - falls es das ist, was man ehrlich meint!? Aber das meint ja keiner - s. o.: Dass die HS einen schlechten Ruf ...

Alle unsere Kinder haben alles bekommen, wir haben es uns geleistet: Ballett (alle vier), Klavier, Trompete, Gitarre, Gesang, Pfandfinder und Fußball, alle haben ihr Abi gemacht und studiert obwohl wir nicht vermögend sind. Der Älteste iss jezz im Referendariat (finanziert sich selbst), die Älteste steht mitten im Diplom, die beiden Jüngsten haben noch&#039;n paar Semester vor sich (alle BaFög + etwas Unterstützung aus der Familie). Klar, unsere Pänz hatten den meisten anderen viel voraus. Sie haben sich tlw. gegenseitig Lesen und Schreiben beigebracht, unsere &#039;Bibliothek&#039; umfasst ca. 400 Bücher (plus die eigenen Bestände der Kinder), eigenen Fernseher hatte keins von den Kindern ...

---

Lutz: Inwiefern war das &lt;em&gt;&quot;[...]gemeinsames-Lernen-Verbot [...]&quot;&lt;/em&gt; für meine Kinder förderlich/hinderlich? Was hätte es für andere Kinder gebracht, hätte man sie 2 Jahre länger gemeinsam beschult? Meine wären ganz sicher wegen Unterforderung &#039;eingegangen&#039; ... wenn Du wüstest, was wir für (Unterforderungs-)Probleme lösen mussten ... (hier will ich nich in Details gehen, das ist zu privat).

Peinhart, Zitat aus dem von Dir verlinkten TP-Artikel: &lt;em&gt;&quot;[...]Verteidigung des Bildungsprivileg der Besserverdienenden [...]&quot;&lt;/em&gt; Wie hätten wir unsere Kinder weniger privilegieren sollen? Wir waren von ca. 1980 bis ca. 2005 &quot;Besserverdienende&quot; - seit dem hält es sich in &quot;überschaubaren&quot; Grenzen. Unsere Möglichkeiten hätten für eine &quot;Weltreise&quot; nach der anderen gereicht, für Skiurlaube und dicke Autos und &#039;n teures Haus. Statt dessen haben wir in die Kinder investiert - aus lauter Freude! Wäre &quot;Kohle auf&#039;n Kopp hauen&quot; sozialer, gewesen? Hätte das die &lt;em&gt;Niederlage für eine solidarische Gesellschaft&lt;/em&gt; vermieden?

Ja, Jungs: Man kann schon graue Haare kriegen - wenn das Kind mit dem Bad ausgeschüttet wird und der Untergang des Abendlandes in wenigen Volksentscheiden festgemacht wird!! Muss ich mir heute mit 60 sagen lassen: Alles falsch gemacht Du Begüterter Du, Du Böser Du? (dess warn jezz abber ironische Säzz, gelle?)

Nich falsch verstehen: In der Bildung liegt viel im Argen, von den Kitas bis zu den Universitäten - deshalb auch hier: Nur ein radikaler Systemwechsel führt aus diesem Tal (... sicher in ein anderes ;-)) Anfangen sollte man mit kleineren Klassen/KiGa-Gruppen, Aufwertung des Lehrer- und Erzieherberufs ... soll ich weiter machen?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Lutz Haunstein #7 und Peinhart #20<br />
Die beiden, zu recht sehr geschätzten Kommentatoren, sollen als Beispiele dienen dafür, dass man schon graue Haar kriegen kann!!</p>
<p>Vorweg: Bin heute sechzig, seit 41 Jahren knutsch&#8217; ich mit der Selben, seit 38 Jahren sind wir verheiratet, vier Kinder (30, 26, 24, 22). Meine Frau iss Grundschullehrerin, das Thema iss uns a) als Familie und b) dank der Profession meiner Holden nich so ganz fremd. Wir stammen beide aus bescheidenen bis normalen Verhältnissen, ich hab&#8217; mich durchgeboxt (ich war 30 Jahre selbständig [d. h. kaum Urlaub, selber vorsorgen usw.]), meine Frau hat mit BaFög und meiner Kohle als Lehrling &#8211; ich hab&#8217; ne 2. Lehre erst mit 24 abgeschlossen &#8211; auf Lehramt studiert.<br />
Streitthema auch zwischen uns: Gemeinsames lernen. Zu unserer Zeit haben (es kommt nich auf das einzelne Pronzentchen an) ca. 80 % der Kinder gemeinsam gerlernt. In den 50-igern noch acht, dann neun Jahre &#8211; da nannte man das noch Volksschule &#8211; und schließlich irgendwann 10 Jahre &#8211; da nannte man das dann Hauptschule. Alle Kinder gingen auf die Schule für das Volk (Volksschule) &#8211; nach der 4. Klasse gab&#8217;s sowohl für mich in Hessen, als auch für meine Frau in NRW die Aufnahmeprüfung (1 Wo Probeunterricht) für&#8217;s Gymnasium/Realschule, Ergebnis: ca. 5-8 % ersteres, ca. 12-15 % letzteres &#8211; weniger gescheiterte Schulkarrieren. Keine Eltern &#8220;haben versucht die Lehrer um den Verstand und ihr Kind mit Macht aufs Gymnasium&#8221; zu bringen.</p>
<p>Also &#8211; gemeinsames Lernen: Nix Neues, das gab&#8217;s lange Zeit &#8211; aber das ist &#8216;was anderes gewesen, als man sich heute vorstellt! Und das will niemand zurück haben.</p>
<p>Meine Frau beobachtet in der Praxis seit Beginn ihres Lehrer-Jobs, dass im Alter von <b>ca. 10 Jahren</b> die wenigen ca. 20 %, die schon weit vorne sind, sich von den anderen trennen. Sie würden unterfordert, wären sie gezwungen im Klassenverband zu bleiben. Sie lehnt es aus Verantwortungsgründen gegenüber den guten <b>und</b> den weniger guten Schülern ab, diese Kinder als &#8216;Hilfslehrer&#8217; einzusetzen sondern befürwortet stattdessen die Versetzung auf eine weiterführende Schule, da werden die gefordert. Für die anderen Schüler befürwortet sie, aus guten Gründen, den Verbleib auf der Hauptschule, das ist &#8216;leistungsgerecht(er)&#8217;. Das die HS einen schlechten Ruf hat, hat viele andere Gründe und muss/kann nicht von der Schule gelöst/geändert werden &#8211; schon gar nicht über den Zwang, zwei Jahre länger zusammen bleiben zu müssen und erst mit beginnender Pubertät (zwei Probleme auf einmal) die Schule zu wechseln.</p>
<p>Und deshalb sind wir der Meinung: Zurück zu den Wurzel &#8211; zur Schule für das Volk, zum gemeinsamen Lernen &#8211; falls es das ist, was man ehrlich meint!? Aber das meint ja keiner &#8211; s. o.: Dass die HS einen schlechten Ruf &#8230;</p>
<p>Alle unsere Kinder haben alles bekommen, wir haben es uns geleistet: Ballett (alle vier), Klavier, Trompete, Gitarre, Gesang, Pfandfinder und Fußball, alle haben ihr Abi gemacht und studiert obwohl wir nicht vermögend sind. Der Älteste iss jezz im Referendariat (finanziert sich selbst), die Älteste steht mitten im Diplom, die beiden Jüngsten haben noch&#8217;n paar Semester vor sich (alle BaFög + etwas Unterstützung aus der Familie). Klar, unsere Pänz hatten den meisten anderen viel voraus. Sie haben sich tlw. gegenseitig Lesen und Schreiben beigebracht, unsere &#8216;Bibliothek&#8217; umfasst ca. 400 Bücher (plus die eigenen Bestände der Kinder), eigenen Fernseher hatte keins von den Kindern &#8230;</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Lutz: Inwiefern war das <em>&#8220;[...]gemeinsames-Lernen-Verbot [...]&#8220;</em> für meine Kinder förderlich/hinderlich? Was hätte es für andere Kinder gebracht, hätte man sie 2 Jahre länger gemeinsam beschult? Meine wären ganz sicher wegen Unterforderung &#8216;eingegangen&#8217; &#8230; wenn Du wüstest, was wir für (Unterforderungs-)Probleme lösen mussten &#8230; (hier will ich nich in Details gehen, das ist zu privat).</p>
<p>Peinhart, Zitat aus dem von Dir verlinkten TP-Artikel: <em>&#8220;[...]Verteidigung des Bildungsprivileg der Besserverdienenden [...]&#8220;</em> Wie hätten wir unsere Kinder weniger privilegieren sollen? Wir waren von ca. 1980 bis ca. 2005 &#8220;Besserverdienende&#8221; &#8211; seit dem hält es sich in &#8220;überschaubaren&#8221; Grenzen. Unsere Möglichkeiten hätten für eine &#8220;Weltreise&#8221; nach der anderen gereicht, für Skiurlaube und dicke Autos und &#8216;n teures Haus. Statt dessen haben wir in die Kinder investiert &#8211; aus lauter Freude! Wäre &#8220;Kohle auf&#8217;n Kopp hauen&#8221; sozialer, gewesen? Hätte das die <em>Niederlage für eine solidarische Gesellschaft</em> vermieden?</p>
<p>Ja, Jungs: Man kann schon graue Haare kriegen &#8211; wenn das Kind mit dem Bad ausgeschüttet wird und der Untergang des Abendlandes in wenigen Volksentscheiden festgemacht wird!! Muss ich mir heute mit 60 sagen lassen: Alles falsch gemacht Du Begüterter Du, Du Böser Du? (dess warn jezz abber ironische Säzz, gelle?)</p>
<p>Nich falsch verstehen: In der Bildung liegt viel im Argen, von den Kitas bis zu den Universitäten &#8211; deshalb auch hier: Nur ein radikaler Systemwechsel führt aus diesem Tal (&#8230; sicher in ein anderes ;-)) Anfangen sollte man mit kleineren Klassen/KiGa-Gruppen, Aufwertung des Lehrer- und Erzieherberufs &#8230; soll ich weiter machen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Winfried</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3994#comment-13415</link>
		<dc:creator><![CDATA[Winfried]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 15:44:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=3994#comment-13415</guid>
		<description><![CDATA[@Charlie,

&quot;Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.&quot; (Brecht)
Es ist doch ganz einfach: willst du die Eliten wie bisher ungestört weiterregieren lassen oder willst du Einfluss nehmen und Sand im Getriebe sein?

Natürlich haben die Medien Macht und Einfluss. Aber auch nicht mehr. In neun Jahren &quot;Wir verteidigen uns am Hindukusch&quot;-Propaganda von Regierung und Presse war es nicht möglich, eine Akzeptanz dieses Krieges zu erreichen. Es sind konstante 60-70% der Bevölkerung gegen diesen Krieg.
In Berlin wurde das von konservativen Kreisen gestützte Pro-Reli-Volksbegehren abgelehnt. Derzeit läuft ein Volksbegehren, um die Offenlegung der Geheimverträge über die teilweise Privatisierung der Berliner Wasserversorgung zu erzwingen. Mal schauen wie es ausgeht. Aber selbst wenn es nicht erfolgreich sein sollte: WAS IST DANN VERLOREN?

Nimmst du eigentlich an Wahlen teil? Oder wartest du nur auf die Revolution?

P.S.: Das Ergebnis des bayerischen Volksentscheides finde ich übrigens sehr erfreulich.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Charlie,</p>
<p>&#8220;Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.&#8221; (Brecht)<br />
Es ist doch ganz einfach: willst du die Eliten wie bisher ungestört weiterregieren lassen oder willst du Einfluss nehmen und Sand im Getriebe sein?</p>
<p>Natürlich haben die Medien Macht und Einfluss. Aber auch nicht mehr. In neun Jahren &#8220;Wir verteidigen uns am Hindukusch&#8221;-Propaganda von Regierung und Presse war es nicht möglich, eine Akzeptanz dieses Krieges zu erreichen. Es sind konstante 60-70% der Bevölkerung gegen diesen Krieg.<br />
In Berlin wurde das von konservativen Kreisen gestützte Pro-Reli-Volksbegehren abgelehnt. Derzeit läuft ein Volksbegehren, um die Offenlegung der Geheimverträge über die teilweise Privatisierung der Berliner Wasserversorgung zu erzwingen. Mal schauen wie es ausgeht. Aber selbst wenn es nicht erfolgreich sein sollte: WAS IST DANN VERLOREN?</p>
<p>Nimmst du eigentlich an Wahlen teil? Oder wartest du nur auf die Revolution?</p>
<p>P.S.: Das Ergebnis des bayerischen Volksentscheides finde ich übrigens sehr erfreulich.</p>
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		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3994#comment-13414</link>
		<dc:creator><![CDATA[Peinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 08:08:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Charlie

Meine &#039;Erwartungshaltung&#039; sieht nüchtern betrachtet leider nicht viel anders aus. Hier wird schon wieder was auf die Spitze getrieben, und hinterher ist man dann wieder gebührend fassungslos, aber keinen Deut klüger. Ein weiteres Alarmzeichen neben den bereits hier diskutierten: die &lt;a href=&quot;https://www.jungewelt.de/2010/07-20/029.php&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Verklärung des Militärischen&lt;/a&gt; ist auch schon wieder im Gange...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Charlie</p>
<p>Meine &#8216;Erwartungshaltung&#8217; sieht nüchtern betrachtet leider nicht viel anders aus. Hier wird schon wieder was auf die Spitze getrieben, und hinterher ist man dann wieder gebührend fassungslos, aber keinen Deut klüger. Ein weiteres Alarmzeichen neben den bereits hier diskutierten: die <a href="https://www.jungewelt.de/2010/07-20/029.php" rel="nofollow">Verklärung des Militärischen</a> ist auch schon wieder im Gange&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Charlie</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3994#comment-13413</link>
		<dc:creator><![CDATA[Charlie]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 02:18:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=3994#comment-13413</guid>
		<description><![CDATA[@ Peinhart:

Die große Frage, die Du stellst, ist vermutlich gar keine, weil das Ziel schon feststeht. Es sind doch keinerlei Anzeichen erkennbar, die darauf hindeuten, dass die Entwicklung diesmal eine andere Richtung einschlagen wird als zuvor. Oder habe ich da irgendwelche große, bedeutende Entwicklungen, Revolutionsvorbereitungen, Quantensprünge in der Evolution übersehen??

Sie fahren den Karren wieder (wie schon so viele Male zuvor) gegen die Wand, und wir müssen wohl einfach darauf hoffen, dass diesmal nicht wieder ein &quot;Führer&quot; eingesetzt und unterstützt wird, der eine weltweite Katastrophe anzettelt - oder etwas Ähnliches. Die Hoffnung ist meinerseits allerdings sehr, sehr verhalten.

@ Bakunin:

Dein Zähneknirschen teile ich!!! Nacht für Nacht.

@ Winfried:

Bakunin hat dazu ja schon viel Relevantes geschrieben. Wie stellst Du dir solche Volksentscheide denn vor, wenn die Informationen, die die zur Entscheidung Berufenen zur Verfügung haben, von Medien kommen, die dem neoliberalen Dogma treu dienen? Wie albern ist das denn. Du siehst doch an den Beispielen der zuletzt durchgeführten &quot;Volksbefragungen&quot; - ob es nun ums Rauchverbot in Bayern, um die Minarette in der Schweiz oder um die Schulreform in Hamburg geht: Es setzt sich stets die medial vorbereitete, propagandistisch begleitete Meinung durch - und das ist durchweg keine soziale, keine demokratische, keine Meinung, die ALLEN Menschen hilft.

Wenn Du fragst: &quot;Warum ist es denn immer die CDU, die die Einführung von Volksentscheiden be- oder verhindert?&quot;, kann man darauf einfach nur noch antworten: Erstens stimmt das so nicht, und zweitens scheinst Du die Gesetze des absurden Theaters nicht zu kennen, nach denen sich im Bundestag vier Parteien, die alle dasselbe wollen, fürs Publikum (das ist das Volk) verbal die Köpfe einschlagen, bevor sie dann in schwarz-gelben, schwarz-roten, schwarz-grünen, rot-grünen oder anderen &quot;Koalitionen&quot; genau das tun, was das Kapital will.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Peinhart:</p>
<p>Die große Frage, die Du stellst, ist vermutlich gar keine, weil das Ziel schon feststeht. Es sind doch keinerlei Anzeichen erkennbar, die darauf hindeuten, dass die Entwicklung diesmal eine andere Richtung einschlagen wird als zuvor. Oder habe ich da irgendwelche große, bedeutende Entwicklungen, Revolutionsvorbereitungen, Quantensprünge in der Evolution übersehen??</p>
<p>Sie fahren den Karren wieder (wie schon so viele Male zuvor) gegen die Wand, und wir müssen wohl einfach darauf hoffen, dass diesmal nicht wieder ein &#8220;Führer&#8221; eingesetzt und unterstützt wird, der eine weltweite Katastrophe anzettelt &#8211; oder etwas Ähnliches. Die Hoffnung ist meinerseits allerdings sehr, sehr verhalten.</p>
<p>@ Bakunin:</p>
<p>Dein Zähneknirschen teile ich!!! Nacht für Nacht.</p>
<p>@ Winfried:</p>
<p>Bakunin hat dazu ja schon viel Relevantes geschrieben. Wie stellst Du dir solche Volksentscheide denn vor, wenn die Informationen, die die zur Entscheidung Berufenen zur Verfügung haben, von Medien kommen, die dem neoliberalen Dogma treu dienen? Wie albern ist das denn. Du siehst doch an den Beispielen der zuletzt durchgeführten &#8220;Volksbefragungen&#8221; &#8211; ob es nun ums Rauchverbot in Bayern, um die Minarette in der Schweiz oder um die Schulreform in Hamburg geht: Es setzt sich stets die medial vorbereitete, propagandistisch begleitete Meinung durch &#8211; und das ist durchweg keine soziale, keine demokratische, keine Meinung, die ALLEN Menschen hilft.</p>
<p>Wenn Du fragst: &#8220;Warum ist es denn immer die CDU, die die Einführung von Volksentscheiden be- oder verhindert?&#8221;, kann man darauf einfach nur noch antworten: Erstens stimmt das so nicht, und zweitens scheinst Du die Gesetze des absurden Theaters nicht zu kennen, nach denen sich im Bundestag vier Parteien, die alle dasselbe wollen, fürs Publikum (das ist das Volk) verbal die Köpfe einschlagen, bevor sie dann in schwarz-gelben, schwarz-roten, schwarz-grünen, rot-grünen oder anderen &#8220;Koalitionen&#8221; genau das tun, was das Kapital will.</p>
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