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	<title>Kommentare zu: Geldgeber und Geldnehmer</title>
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	<description>Magazin für Marktberuhigung</description>
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		<title>Von: so, so</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3291#comment-11690</link>
		<dc:creator><![CDATA[so, so]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 May 2010 09:07:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@flying circus

ach, flying circus, das meine ich. Hey, die Jungs denken vielleicht gar nicht kurzfristig, sondern sie wollen auf Teufel komm raus, über eine mächtige Ökonomie herrschen. Und dabei sind sie nicht kurzsichtig sondern rücksichtslos. Glaubst Du zum Beispiel allen Ernstes, sie hätten nichts über zum Beispiel die Gefahren der Atomkraft oder die Gefährlichkeit von Leerverkäufen gewusst? Ersteres kann nicht sein, weil sie haben ja die Gutachten selber &quot;aufgehübscht&quot;. Und Zweiteres ist ja auch nicht umsonst lange in Deutschland verboten gewesen. Das alles hat es ja schonmal gegeben (nur mal so &quot;Finanzkapital&quot; von Hilferding beschreibt das aufs Schönste). Aber dabei haben sie eben als Finanzplatz verloren. Eine Poltik, die &quot;Risiken&quot; vermeiden will, hat doch sofort in der Standortkonkurrenz verloren. Und deshalb ist &quot;Unwissen&quot; eine Verharmlosung. Ich plädiere nämlich für &quot;gefährlich&quot;.
Was Sinn betrifft: Glaubst du wirklich, daß Politiker die Politik machen, weil sie Sinn glauben? Stimmt schon, auf der praktischen Ebene wurden Korrekturmechanismen&quot; staatlicher Art in den letzten Jahrzehnten eingestampft. Unmittelbar sollte nur der Gewinn zählen, so etwas wie eine staatlich vorangetriebene &quot;Industriepolitik&quot; mit Zöllen, Beschränkungen für auswärtige Unternehmen, Verstaatlichungen war des Teufels. Der IWF hat zur Verbreitung deutlich beigetragen. Das kann man als BWL-isierung wahrnehmen. Aber man sollte nicht Ursache und Wirkung verwechseln.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@flying circus</p>
<p>ach, flying circus, das meine ich. Hey, die Jungs denken vielleicht gar nicht kurzfristig, sondern sie wollen auf Teufel komm raus, über eine mächtige Ökonomie herrschen. Und dabei sind sie nicht kurzsichtig sondern rücksichtslos. Glaubst Du zum Beispiel allen Ernstes, sie hätten nichts über zum Beispiel die Gefahren der Atomkraft oder die Gefährlichkeit von Leerverkäufen gewusst? Ersteres kann nicht sein, weil sie haben ja die Gutachten selber &#8220;aufgehübscht&#8221;. Und Zweiteres ist ja auch nicht umsonst lange in Deutschland verboten gewesen. Das alles hat es ja schonmal gegeben (nur mal so &#8220;Finanzkapital&#8221; von Hilferding beschreibt das aufs Schönste). Aber dabei haben sie eben als Finanzplatz verloren. Eine Poltik, die &#8220;Risiken&#8221; vermeiden will, hat doch sofort in der Standortkonkurrenz verloren. Und deshalb ist &#8220;Unwissen&#8221; eine Verharmlosung. Ich plädiere nämlich für &#8220;gefährlich&#8221;.<br />
Was Sinn betrifft: Glaubst du wirklich, daß Politiker die Politik machen, weil sie Sinn glauben? Stimmt schon, auf der praktischen Ebene wurden Korrekturmechanismen&#8221; staatlicher Art in den letzten Jahrzehnten eingestampft. Unmittelbar sollte nur der Gewinn zählen, so etwas wie eine staatlich vorangetriebene &#8220;Industriepolitik&#8221; mit Zöllen, Beschränkungen für auswärtige Unternehmen, Verstaatlichungen war des Teufels. Der IWF hat zur Verbreitung deutlich beigetragen. Das kann man als BWL-isierung wahrnehmen. Aber man sollte nicht Ursache und Wirkung verwechseln.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Flying Circus</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3291#comment-11689</link>
		<dc:creator><![CDATA[Flying Circus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 May 2010 07:12:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@27 so,so:

&quot;Der Weg heisst deshalb Exportnation. Auch das hat wieder seine Widersprüche. Aber so zu tun, als wären die Herrschaften blöd, das ist selber blöd.&quot;

Kurz zu der Inflationsgeschichte: eine moderate Inflation ist sogar ausgesprochen sinnvoll. Deflation ist für eine Volkswirtschaft absolut tödlich. Zu hohe Inflation ist natürlich auch nichts, was man unbedingt anstreben sollte.

Das mit dem Exportweltmeister hat nicht nur Widersprüche, das Modell stinkt. Insbesondere, wenn sich dann jemand hinstellt und meint, am Deutschen Modell müssen die Welt genesen. Alle Staaten - Exportmeister? Mit Exportüberschüssen? Wie soll das bitteschön denn gehen?

Und blöd ist vielleicht das falsche Wort - aber hey, die Jungs denken von 12 bis Mittag, extrem kurzfristig. Da ist &quot;blöd&quot; schon ein einigermaßen angemessener Ausdruck. Mal abgesehen davon, daß konsequent Annahmen, die auf der mikroökonomischen Ebene durchaus sinnvoll sind (d.h. auf der Ebene einzelner Unternehmen, wie z.B. Profitmaximierung, Sparen) auf die Makroebene übertragen werden, wo genau das brüllender Blödsinn ist. Aber ein Prof. Sinn weiß das nicht, weil er eben BWLer ist und auf der Mikro-Schiene denkt.

Übrigens, das &quot;blöd&quot; zu nennen, ist noch freundlich. Sonst müßte man ihnen nämlich Absicht unterstellen, und das Zauberwort wäre dann &quot;gefährlich&quot; oder gar &quot;kriminell&quot;.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@27 so,so:</p>
<p>&#8220;Der Weg heisst deshalb Exportnation. Auch das hat wieder seine Widersprüche. Aber so zu tun, als wären die Herrschaften blöd, das ist selber blöd.&#8221;</p>
<p>Kurz zu der Inflationsgeschichte: eine moderate Inflation ist sogar ausgesprochen sinnvoll. Deflation ist für eine Volkswirtschaft absolut tödlich. Zu hohe Inflation ist natürlich auch nichts, was man unbedingt anstreben sollte.</p>
<p>Das mit dem Exportweltmeister hat nicht nur Widersprüche, das Modell stinkt. Insbesondere, wenn sich dann jemand hinstellt und meint, am Deutschen Modell müssen die Welt genesen. Alle Staaten &#8211; Exportmeister? Mit Exportüberschüssen? Wie soll das bitteschön denn gehen?</p>
<p>Und blöd ist vielleicht das falsche Wort &#8211; aber hey, die Jungs denken von 12 bis Mittag, extrem kurzfristig. Da ist &#8220;blöd&#8221; schon ein einigermaßen angemessener Ausdruck. Mal abgesehen davon, daß konsequent Annahmen, die auf der mikroökonomischen Ebene durchaus sinnvoll sind (d.h. auf der Ebene einzelner Unternehmen, wie z.B. Profitmaximierung, Sparen) auf die Makroebene übertragen werden, wo genau das brüllender Blödsinn ist. Aber ein Prof. Sinn weiß das nicht, weil er eben BWLer ist und auf der Mikro-Schiene denkt.</p>
<p>Übrigens, das &#8220;blöd&#8221; zu nennen, ist noch freundlich. Sonst müßte man ihnen nämlich Absicht unterstellen, und das Zauberwort wäre dann &#8220;gefährlich&#8221; oder gar &#8220;kriminell&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: carlo</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3291#comment-11688</link>
		<dc:creator><![CDATA[carlo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 May 2010 00:03:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Lassen wir die Gläubiger doch mal dran glauben..(sic!)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lassen wir die Gläubiger doch mal dran glauben..(sic!)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bakunin</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3291#comment-11687</link>
		<dc:creator><![CDATA[Bakunin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 May 2010 23:15:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=3291#comment-11687</guid>
		<description><![CDATA[Eigentlich gehen unsere Politiker mit der &quot;neoliberalen Ideologie&quot; ebenso souverän um wie einst die NS-Regierung mit dem Antisemitismus.
Während der Olympischen Spiele 1936 wurde der Antisemitismus vorübergehend aus der deutschen Öffentlichkeit  verbannt, der STÜRMER in den Zeitunsläden und an den Kiosken UNTER die Ladentheke.
Ebenso verfahren unsere heutigen Politiker ganz aktuell mit bestimmten Versatzstücken der neoliberalen Ideologie, wie z.B. dem Vorrang des Sparens, der &quot;unbedingten Haushaltskonsolidierung&quot;, den &quot;Maastricht-Kriterien&quot;, der Geldwertstabilität, selbst Insolvenzverschleppung/Insolvenzverhinderung ist ok, wenn etwas als &quot;systemrelevant&quot; erachtet wird bzw. Herr Ackermann es erachtet.
Einige Wochen oder Monate später werden diese neoliberalen &quot;Mantras&quot; dann wieder ganz unbekümmert in der Öffentlichkeit herumgeschwengt, herumgeschwengt, so dass gerade die kleinen Leute wieder einsehen, was NUN bei IHNEN für &quot;unvermeidliche&quot; Opfer zwecks &quot;Schuldenabbau&quot; anstehen!
Herr Koch und Herr Schäuble grüßen schon mal aus der Ferne....]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich gehen unsere Politiker mit der &#8220;neoliberalen Ideologie&#8221; ebenso souverän um wie einst die NS-Regierung mit dem Antisemitismus.<br />
Während der Olympischen Spiele 1936 wurde der Antisemitismus vorübergehend aus der deutschen Öffentlichkeit  verbannt, der STÜRMER in den Zeitunsläden und an den Kiosken UNTER die Ladentheke.<br />
Ebenso verfahren unsere heutigen Politiker ganz aktuell mit bestimmten Versatzstücken der neoliberalen Ideologie, wie z.B. dem Vorrang des Sparens, der &#8220;unbedingten Haushaltskonsolidierung&#8221;, den &#8220;Maastricht-Kriterien&#8221;, der Geldwertstabilität, selbst Insolvenzverschleppung/Insolvenzverhinderung ist ok, wenn etwas als &#8220;systemrelevant&#8221; erachtet wird bzw. Herr Ackermann es erachtet.<br />
Einige Wochen oder Monate später werden diese neoliberalen &#8220;Mantras&#8221; dann wieder ganz unbekümmert in der Öffentlichkeit herumgeschwengt, herumgeschwengt, so dass gerade die kleinen Leute wieder einsehen, was NUN bei IHNEN für &#8220;unvermeidliche&#8221; Opfer zwecks &#8220;Schuldenabbau&#8221; anstehen!<br />
Herr Koch und Herr Schäuble grüßen schon mal aus der Ferne&#8230;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Vogel</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3291#comment-11686</link>
		<dc:creator><![CDATA[Vogel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 May 2010 20:04:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@flatter
&lt;blockquote&gt;Zur Rettung der Banken waren Schulden einmalig von jeder Hemmung befreit, für das eigene Wohl und Wehe soll der Staat hingegen keine machen dürfen.&lt;/blockquote&gt;Allein für diesen Satz soll man Dir &#039;n Denkmal aufstellen!
&lt;blockquote&gt;Roland Koch, Deutschlands oberster Beschützer der Steuerhinterzieher, ...&lt;/blockquote&gt;Koch&#039;s Ideen verselbständigen sich schon, die Hinterbänkler, Vorhut des Mehnstriems, trappeln schon. Endlich kommt Bewegung in die Sache - ich denke (hoffe), das wird à la longue die Straße mobilisieren.

Allerbeste Grüße]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@flatter</p>
<blockquote><p>Zur Rettung der Banken waren Schulden einmalig von jeder Hemmung befreit, für das eigene Wohl und Wehe soll der Staat hingegen keine machen dürfen.</p></blockquote>
<p>Allein für diesen Satz soll man Dir &#8216;n Denkmal aufstellen!</p>
<blockquote><p>Roland Koch, Deutschlands oberster Beschützer der Steuerhinterzieher, &#8230;</p></blockquote>
<p>Koch&#8217;s Ideen verselbständigen sich schon, die Hinterbänkler, Vorhut des Mehnstriems, trappeln schon. Endlich kommt Bewegung in die Sache &#8211; ich denke (hoffe), das wird à la longue die Straße mobilisieren.</p>
<p>Allerbeste Grüße</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: so, so</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3291#comment-11685</link>
		<dc:creator><![CDATA[so, so]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 May 2010 12:39:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[nun ja, ich finde es eigentlich nicht besonders schlau, eins ums andere mal so zu tun als wären diese Herrschaften blöd. Die &quot;neoliberale ideologie&quot; ist doch nicht einfach eine Spinnerei! Und man sollte doch bitteschön nicht glauben, daß Politiker sie befolgen. Das zeigen doch gerade die jetzigen Ereignisse. Deshalb einen intellektuellen &quot;Schwenk&quot; darin zu sehen, halte ich auch für bedenklich. Es geht und ging doch um die Qualtiät des Geldes. Und da braucht es eben besonderer Anstrengungen wenn man mit dem Euro in Konkurrenz zum Dollar treten will. Und Stabilitität ist durchaus etwas, was das Kapital mit seinem Zweck (ja, ja, immer diese Marxisten, aber worum geht es sonst?) aus Geld mehr Geld zu machen, schätzt. Das macht die Sache kalkulierbarer und damit auch gerade für Finanziers interessant. Also bietet man ihnen das an und versucht auf diesem Weg viel und billiges Anlagekapital zu finden. Kombiniert mit einem Standort, der billige Arbeitskräfte bietet. Jedenfalls haben Staaten mit einer hohen Inflation es bisher darüber wohl seltenst zu wirtschaftlicher Stärke gebracht. Falls überhaupt. Das Gegenteil ist eher der Fall. Klar hat diese Strategie Widersprüche an sich. Aber genauso doof ist es, zu meinen, wenn man den Arbeitenden einen ausgibt würde das Kapital boomen (kann man ja daran sehen, daß im Vorfeld der Krise meistens die Löhne steigen). Der Weg heisst deshalb Exportnation. Auch das hat wieder seine Widersprüche. Aber so zu tun, als wären die Herrschaften blöd, das ist selber blöd. Und schon gar nicht sind Poltiker deshalb Anhänger von Friedman mit seinen Einfällen. Der wird doch nur vorgeschoben. Und was die Journaille betrifft: Die hält es doch für ihre nationale Pflicht, dem Volk 1:1 die Strategie der Politik zu verklickern. Dafür taugen Überzeugungstäter ja am Besten. Klar, daß die dann sich an den Kopf fassen, wenn sie merken, wie leicht die Politik auch anders kann. Aber das wird sich schon wieder ändern. Die Bildzeitung hat ja inzwischen auch den Schwenk vom nationalistischen Griechen beschimpfen zur verantwortungsvollen Frage zur Zukunft des Euro gebracht. &quot;Was kommt da auf uns zu&quot; (ist die Schlagzeile aktuell schon gemacht worden) spricht dann den ohnmächtigen Untertanen an, der sich auf die Fährnisse des &quot;Lebens&quot; einstellt. So gehts dann auch.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>nun ja, ich finde es eigentlich nicht besonders schlau, eins ums andere mal so zu tun als wären diese Herrschaften blöd. Die &#8220;neoliberale ideologie&#8221; ist doch nicht einfach eine Spinnerei! Und man sollte doch bitteschön nicht glauben, daß Politiker sie befolgen. Das zeigen doch gerade die jetzigen Ereignisse. Deshalb einen intellektuellen &#8220;Schwenk&#8221; darin zu sehen, halte ich auch für bedenklich. Es geht und ging doch um die Qualtiät des Geldes. Und da braucht es eben besonderer Anstrengungen wenn man mit dem Euro in Konkurrenz zum Dollar treten will. Und Stabilitität ist durchaus etwas, was das Kapital mit seinem Zweck (ja, ja, immer diese Marxisten, aber worum geht es sonst?) aus Geld mehr Geld zu machen, schätzt. Das macht die Sache kalkulierbarer und damit auch gerade für Finanziers interessant. Also bietet man ihnen das an und versucht auf diesem Weg viel und billiges Anlagekapital zu finden. Kombiniert mit einem Standort, der billige Arbeitskräfte bietet. Jedenfalls haben Staaten mit einer hohen Inflation es bisher darüber wohl seltenst zu wirtschaftlicher Stärke gebracht. Falls überhaupt. Das Gegenteil ist eher der Fall. Klar hat diese Strategie Widersprüche an sich. Aber genauso doof ist es, zu meinen, wenn man den Arbeitenden einen ausgibt würde das Kapital boomen (kann man ja daran sehen, daß im Vorfeld der Krise meistens die Löhne steigen). Der Weg heisst deshalb Exportnation. Auch das hat wieder seine Widersprüche. Aber so zu tun, als wären die Herrschaften blöd, das ist selber blöd. Und schon gar nicht sind Poltiker deshalb Anhänger von Friedman mit seinen Einfällen. Der wird doch nur vorgeschoben. Und was die Journaille betrifft: Die hält es doch für ihre nationale Pflicht, dem Volk 1:1 die Strategie der Politik zu verklickern. Dafür taugen Überzeugungstäter ja am Besten. Klar, daß die dann sich an den Kopf fassen, wenn sie merken, wie leicht die Politik auch anders kann. Aber das wird sich schon wieder ändern. Die Bildzeitung hat ja inzwischen auch den Schwenk vom nationalistischen Griechen beschimpfen zur verantwortungsvollen Frage zur Zukunft des Euro gebracht. &#8220;Was kommt da auf uns zu&#8221; (ist die Schlagzeile aktuell schon gemacht worden) spricht dann den ohnmächtigen Untertanen an, der sich auf die Fährnisse des &#8220;Lebens&#8221; einstellt. So gehts dann auch.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3291#comment-11684</link>
		<dc:creator><![CDATA[flatter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 May 2010 10:21:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Leute, wir sprechen hier von der Süddeutschen, nicht vom Stürmer und nicht einmal von der &quot;Welt&quot;. Was ein Prantl schreiben darf, darf auch ein Beise schreiben. Bei aller Abhängigkeit von Journalisten - jemand wie Beise ist kein Soldat. Er bekommet keine direkten Befehle und stirbt nicht, wenn er einen Fehler macht. Er schreibt tatsächlich das, was er denkt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Leute, wir sprechen hier von der Süddeutschen, nicht vom Stürmer und nicht einmal von der &#8220;Welt&#8221;. Was ein Prantl schreiben darf, darf auch ein Beise schreiben. Bei aller Abhängigkeit von Journalisten &#8211; jemand wie Beise ist kein Soldat. Er bekommet keine direkten Befehle und stirbt nicht, wenn er einen Fehler macht. Er schreibt tatsächlich das, was er denkt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: carlo</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3291#comment-11683</link>
		<dc:creator><![CDATA[carlo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 May 2010 07:42:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=3291#comment-11683</guid>
		<description><![CDATA[@charlie
&quot;Das wäre ja so, als würde man den Soldaten, der den rechtswidrigen Befehl erhält, jemanden zu töten, anklagen – während man den Befehlsgeber und das ganze System, das dahintersteht, einfach unter den Tisch fallen lässt. Das wäre absurd.&quot;

Warum eigentlich nicht? Weshalb soll im Kleinen nicht bestraft werden, worauf im Großen der Ganze Schwindel angelegt ist? (Serner)

Wenigstens beförderte das im Kleinen einen Zuwachs an Bewußtsein für das eigene Handeln.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@charlie<br />
&#8220;Das wäre ja so, als würde man den Soldaten, der den rechtswidrigen Befehl erhält, jemanden zu töten, anklagen – während man den Befehlsgeber und das ganze System, das dahintersteht, einfach unter den Tisch fallen lässt. Das wäre absurd.&#8221;</p>
<p>Warum eigentlich nicht? Weshalb soll im Kleinen nicht bestraft werden, worauf im Großen der Ganze Schwindel angelegt ist? (Serner)</p>
<p>Wenigstens beförderte das im Kleinen einen Zuwachs an Bewußtsein für das eigene Handeln.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Charlie</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3291#comment-11682</link>
		<dc:creator><![CDATA[Charlie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 May 2010 02:50:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=3291#comment-11682</guid>
		<description><![CDATA[@ Case:

Das ist ein übles Menschen- und Gesellschaftsbild, das Du da kolportierst. Ich stimme Dir ja zu, dass derjenige, der sich zum &quot;Soldaten&quot; machen lässt, auch die Konsequenzen - also die geballte Kritik - zu tragen hat - aber wieso Du es ablehnst, dass die feist grinsenden, sehr reichen Hintermänner, die ihren &quot;guten Namen&quot; für derlei Unsinn in den Medien nicht hergeben müssen, ungenannt bleiben sollen, erschließt sich mir nicht.

Ich empfehle Dir die Teilnahme an einer Redaktionskonferenz einer deutschen Tageszeitung Deiner Wahl - vorzugsweise einer Zeitung, die jüngst in den Besitz einer &quot;Heuschrecke&quot; übergegangen ist. Und dann denke noch einmal darüber nach, inwieweit abhängig Beschäftigte einen Einfluss darauf haben, was mit ihrer Arbeitskraft geschieht.

Wenn - um beim angeführten Beispiel zu bleiben - Marc B. diesen Text nicht geschrieben, sondern sich aus nachvollziehbaren Gründen geweigert hätte, das zu tun - ja, dann wäre ein Text mit derselben Botschaft eben von irgendeinem &quot;Kurt Schmidt&quot; verfasst und trotzdem publiziert worden. Und Herr B. dürfte zum Arbeitsamt gehen. Ist DAS die Option, die Du den &quot;Soldaten&quot; in der Frontlinie der kapitalistischen Medienwelt empfiehlst?

Wenn Du so denkst, müsstest Du jedem Angestellten, der auf irgendeine Art durch sein Handeln das ausbeuterische System unterstützt, die sofortige Kündigung empfehlen. Das wäre zweifelsfrei ein sehr wirksames Mittel, wenn denn auch alle mitmachen würden - aber ist das realistisch?

Es scheint sich noch immer nicht herumgesprochen zu haben: &quot;Freie Medien&quot; gibt es nicht. Das, was in den Zeitungen, Zeitschriften, im Fernsehen und im Hörfunk (und teilweise auch im Internet) veröffentlicht wird, stellt nicht die Meinung einzelner Personen und erst recht nichts Unabhängiges oder Überwachendes dar. Es ist überwiegend die von oben verordnete Linie der Meinungsmache, die das Personal der Redakteure und Schreiberlinge umzusetzen hat.

Man kann und soll das kritisieren - gewiss! Und ändern muss man das sowieso! Aber was soll es bringen, da auf einzelne Menschen einzudreschen, ohne das gesamte kapitalistische Mediensystem auch genauso zu hinterfragen? Das wäre ja so, als würde man den Soldaten, der den rechtswidrigen Befehl erhält, jemanden zu töten, anklagen - während man den Befehlsgeber und das ganze System, das dahintersteht, einfach unter den Tisch fallen lässt. Das wäre absurd.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Case:</p>
<p>Das ist ein übles Menschen- und Gesellschaftsbild, das Du da kolportierst. Ich stimme Dir ja zu, dass derjenige, der sich zum &#8220;Soldaten&#8221; machen lässt, auch die Konsequenzen &#8211; also die geballte Kritik &#8211; zu tragen hat &#8211; aber wieso Du es ablehnst, dass die feist grinsenden, sehr reichen Hintermänner, die ihren &#8220;guten Namen&#8221; für derlei Unsinn in den Medien nicht hergeben müssen, ungenannt bleiben sollen, erschließt sich mir nicht.</p>
<p>Ich empfehle Dir die Teilnahme an einer Redaktionskonferenz einer deutschen Tageszeitung Deiner Wahl &#8211; vorzugsweise einer Zeitung, die jüngst in den Besitz einer &#8220;Heuschrecke&#8221; übergegangen ist. Und dann denke noch einmal darüber nach, inwieweit abhängig Beschäftigte einen Einfluss darauf haben, was mit ihrer Arbeitskraft geschieht.</p>
<p>Wenn &#8211; um beim angeführten Beispiel zu bleiben &#8211; Marc B. diesen Text nicht geschrieben, sondern sich aus nachvollziehbaren Gründen geweigert hätte, das zu tun &#8211; ja, dann wäre ein Text mit derselben Botschaft eben von irgendeinem &#8220;Kurt Schmidt&#8221; verfasst und trotzdem publiziert worden. Und Herr B. dürfte zum Arbeitsamt gehen. Ist DAS die Option, die Du den &#8220;Soldaten&#8221; in der Frontlinie der kapitalistischen Medienwelt empfiehlst?</p>
<p>Wenn Du so denkst, müsstest Du jedem Angestellten, der auf irgendeine Art durch sein Handeln das ausbeuterische System unterstützt, die sofortige Kündigung empfehlen. Das wäre zweifelsfrei ein sehr wirksames Mittel, wenn denn auch alle mitmachen würden &#8211; aber ist das realistisch?</p>
<p>Es scheint sich noch immer nicht herumgesprochen zu haben: &#8220;Freie Medien&#8221; gibt es nicht. Das, was in den Zeitungen, Zeitschriften, im Fernsehen und im Hörfunk (und teilweise auch im Internet) veröffentlicht wird, stellt nicht die Meinung einzelner Personen und erst recht nichts Unabhängiges oder Überwachendes dar. Es ist überwiegend die von oben verordnete Linie der Meinungsmache, die das Personal der Redakteure und Schreiberlinge umzusetzen hat.</p>
<p>Man kann und soll das kritisieren &#8211; gewiss! Und ändern muss man das sowieso! Aber was soll es bringen, da auf einzelne Menschen einzudreschen, ohne das gesamte kapitalistische Mediensystem auch genauso zu hinterfragen? Das wäre ja so, als würde man den Soldaten, der den rechtswidrigen Befehl erhält, jemanden zu töten, anklagen &#8211; während man den Befehlsgeber und das ganze System, das dahintersteht, einfach unter den Tisch fallen lässt. Das wäre absurd.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Case</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3291#comment-11681</link>
		<dc:creator><![CDATA[Case]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 May 2010 02:02:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=3291#comment-11681</guid>
		<description><![CDATA[&quot;Dahinter stehen andere Leute mit anderen Namen – und es wäre dringend geboten, DIESE Namen zumindest auch zu nennen.&quot;

Nein.

Einfach, nein. Die Kugeln schlagen immer in die erste Reihe ein. &quot;Erste Reihe Niederknieen, anlegen, feuer!&quot; - selber schuld. Wer sich da hat zum Soldaten machen lassen - live by the sword, die by the sword.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Dahinter stehen andere Leute mit anderen Namen – und es wäre dringend geboten, DIESE Namen zumindest auch zu nennen.&#8221;</p>
<p>Nein.</p>
<p>Einfach, nein. Die Kugeln schlagen immer in die erste Reihe ein. &#8220;Erste Reihe Niederknieen, anlegen, feuer!&#8221; &#8211; selber schuld. Wer sich da hat zum Soldaten machen lassen &#8211; live by the sword, die by the sword.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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