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	<title>Kommentare zu: Politik zum Abgewöhnen</title>
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	<description>Magazin für Marktberuhigung</description>
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		<title>Von: Torsten Fehre</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torsten Fehre]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 May 2010 09:53:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Andreas (45):

Sorry, dass das so rübergekommen ist. Ich wollte mit meinem Rechenbeispiel nicht sagen, dass es sinnlos ist, gar nicht zu wählen; es ist aber sinnlos, für das &quot;kleinere Übel&quot; zu stimmen; damit verhindert man das größere Übel eben nicht. Man soll einfach nur für die Partei stimmen, die am ehesten seine Interessen vertritt und seine Entscheidung nicht von Umfragen abhängig machen um dann &quot;taktisch&quot; zu wählen. Damit pervertiert man nämlich die Idee hinter der parlamentarischen Demokratie.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Andreas (45):</p>
<p>Sorry, dass das so rübergekommen ist. Ich wollte mit meinem Rechenbeispiel nicht sagen, dass es sinnlos ist, gar nicht zu wählen; es ist aber sinnlos, für das &#8220;kleinere Übel&#8221; zu stimmen; damit verhindert man das größere Übel eben nicht. Man soll einfach nur für die Partei stimmen, die am ehesten seine Interessen vertritt und seine Entscheidung nicht von Umfragen abhängig machen um dann &#8220;taktisch&#8221; zu wählen. Damit pervertiert man nämlich die Idee hinter der parlamentarischen Demokratie.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: Andreas</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3127#comment-11225</link>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 17:35:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@hallowach:

&quot;Hingehen und ungültige Stimme abgeben ist die einzige gangbare Alternative geworden….&quot;

Dann kannst du dir diesen Gang auch sparen, denn eine ungültige Stimme ist keine Stimme.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@hallowach:</p>
<p>&#8220;Hingehen und ungültige Stimme abgeben ist die einzige gangbare Alternative geworden….&#8221;</p>
<p>Dann kannst du dir diesen Gang auch sparen, denn eine ungültige Stimme ist keine Stimme.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: hansheinrich</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3127#comment-11224</link>
		<dc:creator><![CDATA[hansheinrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 16:39:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ 44. Charlie
„…wieso ein Land sich freiwillig diesem perfiden System ausliefert…“

Das wäre ein Thema für sich.

„…dass die heutige Bevölkerung dieses Landes so etwas wiederholt…“

Zumal die Bevölkerung stärker als anderswo überaltert, viele Junge und Aktive westwärts oder ins Ausland gehen. Andererseits begehren Alte auf, ausdauernd und sogar radikal, fast als hätten sie einiges nachzuholen. Die meisten Unzufriedenen, das stimmt schon, tun politisch das Gewohnte, nämlich nichts. Bei der Europawahl lag im Kiez die Wahlbeteiligung bei 25%, was natürlich die „demokratisch gewählten Volksvertreter“ nicht gehindert hat in ihren wohldotierten Sesseln zu versinken.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ 44. Charlie<br />
„…wieso ein Land sich freiwillig diesem perfiden System ausliefert…“</p>
<p>Das wäre ein Thema für sich.</p>
<p>„…dass die heutige Bevölkerung dieses Landes so etwas wiederholt…“</p>
<p>Zumal die Bevölkerung stärker als anderswo überaltert, viele Junge und Aktive westwärts oder ins Ausland gehen. Andererseits begehren Alte auf, ausdauernd und sogar radikal, fast als hätten sie einiges nachzuholen. Die meisten Unzufriedenen, das stimmt schon, tun politisch das Gewohnte, nämlich nichts. Bei der Europawahl lag im Kiez die Wahlbeteiligung bei 25%, was natürlich die „demokratisch gewählten Volksvertreter“ nicht gehindert hat in ihren wohldotierten Sesseln zu versinken.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: hallowach</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3127#comment-11223</link>
		<dc:creator><![CDATA[hallowach]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 13:35:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hallo mit O!

Warum denn ne Partei wählen, die sich mit dem Parteiprogramm den Állerwertesten abrubbelt??? Hingehen und ungültige Stimme abgeben ist die einzige gangbare Alternative geworden....]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo mit O!</p>
<p>Warum denn ne Partei wählen, die sich mit dem Parteiprogramm den Állerwertesten abrubbelt??? Hingehen und ungültige Stimme abgeben ist die einzige gangbare Alternative geworden&#8230;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Andreas</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3127#comment-11222</link>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 10:56:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Torsten Fehre

&quot;Und diese 10 Millionen Wähler stimmen dann über 256 Sitze ab. Das heißt also, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Einzelner mit seiner Stimme dafür sorgen kann, ob die von ihm gewählte Partei einen Sitz mehr bekommt oder nicht, beträgt etwa 1:39000. Die Wahrscheinlichkeit, dass der einzelne Wähler mit seiner Stimme dann sogar noch die Parlamentsmehrheit kippen kann, ist dann noch viel geringer.&quot;

Das Argument ist nur scheinbar schlüssig und nur oberflächlich logisch. Es ist richtig, dass ein Einzelner nur eine Gewichtung von 1:39000 hat. Aber deine, wenn auch selbst in Frage gestellte, Schlussfolgerung, Wählen gehen lohne sich deshalb nicht, ist genau falsch herum gedacht. Denn damit aus diesen 1:39000 ein klares Mehrheitsverhältnis wird, sollten möglichst viele wählen gehen, damit aus einer Stimme viele werden. Mit 50.000 Stimmen ist bereits die 5% Hürde übersprungen. Also zählt JEDE Stimme.

Außerdem spielt man so nur den Konservativen in die Hände, denn die sind die pflichtbewusstesten Wähler. Irgendwo gibt es Studien, die belegen recht deutlich, dass nicht wählen indirekt der Union zugute kommt. Außerdem setzt man, anders als viele glauben, durch nicht wählen auch kein politisches Zeichen. Zwar wird in den Nachrichten immer explizit auf die Zahl der Nichtwähler hingewiesen und in diversen Kommentaren ein Verfall der Demokratie beklagt, aber der Vorgang des Nichtwählens trägt das angebliche Zeichen, das mit dieser bewussten Verweigerungshaltung gesetzt werden soll, bereits im Namen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Torsten Fehre</p>
<p>&#8220;Und diese 10 Millionen Wähler stimmen dann über 256 Sitze ab. Das heißt also, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Einzelner mit seiner Stimme dafür sorgen kann, ob die von ihm gewählte Partei einen Sitz mehr bekommt oder nicht, beträgt etwa 1:39000. Die Wahrscheinlichkeit, dass der einzelne Wähler mit seiner Stimme dann sogar noch die Parlamentsmehrheit kippen kann, ist dann noch viel geringer.&#8221;</p>
<p>Das Argument ist nur scheinbar schlüssig und nur oberflächlich logisch. Es ist richtig, dass ein Einzelner nur eine Gewichtung von 1:39000 hat. Aber deine, wenn auch selbst in Frage gestellte, Schlussfolgerung, Wählen gehen lohne sich deshalb nicht, ist genau falsch herum gedacht. Denn damit aus diesen 1:39000 ein klares Mehrheitsverhältnis wird, sollten möglichst viele wählen gehen, damit aus einer Stimme viele werden. Mit 50.000 Stimmen ist bereits die 5% Hürde übersprungen. Also zählt JEDE Stimme.</p>
<p>Außerdem spielt man so nur den Konservativen in die Hände, denn die sind die pflichtbewusstesten Wähler. Irgendwo gibt es Studien, die belegen recht deutlich, dass nicht wählen indirekt der Union zugute kommt. Außerdem setzt man, anders als viele glauben, durch nicht wählen auch kein politisches Zeichen. Zwar wird in den Nachrichten immer explizit auf die Zahl der Nichtwähler hingewiesen und in diversen Kommentaren ein Verfall der Demokratie beklagt, aber der Vorgang des Nichtwählens trägt das angebliche Zeichen, das mit dieser bewussten Verweigerungshaltung gesetzt werden soll, bereits im Namen.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Charlie</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3127#comment-11221</link>
		<dc:creator><![CDATA[Charlie]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 02:57:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ Bakunin (39):

&quot;Das ist übrigens auch einer der ganz trivialen Gründe dafür, das so genannte “freie Wahlen” unter der Diktatur des Kapitals i.d.R. überhaupt nichts ändern, lediglich einen Austausch von Visagen mit gleichen Politikinhalt darstellen.&quot; - Da treffen wir uns doch, das sehe ich ganz genauso. Und dennoch bleibt die Frage offen: Welche Alternative zur Wahl gibt es? Reicht es, dem bestehenden System den &quot;Stinkefinger zu zeigen&quot;, wie Du es formulierst? Was ist damit erreicht? Wen kratzt das? - Die Geldelite wohl am allerwenigsten. - Wenn man etwas morbide veranlagt ist (wie ich *g*), könnte man das vielleicht mit der Situation vergleichen, in der sich einer der Protagonisten im Film &quot;Saw&quot; befindet: Er hat die Wahl, sich entweder den Fuß abzusägen, oder aber kläglich in seiner Position zu verharren und zu sterben. So sehe ich das in Bezug auf die Wahlen in diesem System auch. Angsichts der Situation, dass eine breite, effektive außerparlamentarische Opposition schlichtweg (noch?) nicht existiert in diesem Land, bleibt doch keine andere Möglichkeit mehr, als sich den Fuß abzusägen und sich unter Schmerzen zur Wahl zu schleppen. Was sollte der &quot;Stinkefinger&quot; denn bitte bewirken, den Du ansprichst? Siehst Du Frau Merkel im ZDF in der &quot;Elefantenrunde&quot; sitzen und hörst sie sagen: &quot;Wir haben die politische Legitimation verloren, da die Wahlbeteiligung unter 60/40/20 Prozent gesunken ist. Daher stellen wir alle unsere Ämter zur Verfügung, ordnen Neuwahlen an und lösen die CDU auf&quot;? - Darauf würde nicht einmal Urban Priol kommen. ;-)

Denke nun einmal umgekehrt ein weiteres absurdes Szenario und stelle Dir vor, am 9. Mai gäbe es eine Mehrheit für die Linke. Da fällt einem auch viel Lächerliches ein, was passieren würde, keine Frage - aber wäre das nicht trotzdem ein ganz anderes, ein deutlicheres, ein hoffnungsvolleres Zeichen? Und könnte man DANACH nicht auch noch andere Konsequenzen ziehen, wenn man vielleicht bemerken würde, dass die Linke auch nur aus &quot;austauschbaren Visagen&quot; besteht?

Aber das ist ja ohnehin alles nur geistiger Müll, denn die Bevölkerung wird weiter größtenteils ihre Kreuzchen dort machen, wo man mit Sicherheit nicht ihre Interessen vertritt.

@ flatter (40):

Du hast mich falsch verstanden (s.o.) - mit den &quot;Grundsatzdebatten&quot; meinte ich die Entscheidung, zur Wahl zu gehen oder das zu unterlassen (bzw. Wahlzettel ungültig zu machen). Diese Entscheidung müssen in NRW nun alle zeitnah treffen, sonst macht sie keinen Sinn mehr. Meine Stimme habe ich bereits abgegeben. :-)

@ hansheinrich (41):

Das stimmt. Mich hat die Auflösung der DDR (als &quot;Kind des Westens&quot;) vollkommen überrascht. Ich war damals noch so blöd, in meiner Stadt Plakate und Aufkleber anzubringen, die den Titel &quot;Wider Vereinigung&quot; trugen - weil ich damals nicht nachvollziehen konnte, wieso ein Land sich freiwillig diesem perfiden System ausliefert, das ich damals schon, als es noch (verglichen mit heute) ein sanft lächelndes und nur gelegentlich furzendes und erbrechendes Baby war, zum Speien fand. - Aber Du glaubst nicht allen Ernstes daran, dass die heutige Bevölkerung dieses Landes so etwas wiederholt, um gegen den Kapitalismus aufzustehen, oder? - Bevor so etwas geschieht, sehe ich &quot;1984&quot; in diesem Land verwirklicht.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Bakunin (39):</p>
<p>&#8220;Das ist übrigens auch einer der ganz trivialen Gründe dafür, das so genannte “freie Wahlen” unter der Diktatur des Kapitals i.d.R. überhaupt nichts ändern, lediglich einen Austausch von Visagen mit gleichen Politikinhalt darstellen.&#8221; &#8211; Da treffen wir uns doch, das sehe ich ganz genauso. Und dennoch bleibt die Frage offen: Welche Alternative zur Wahl gibt es? Reicht es, dem bestehenden System den &#8220;Stinkefinger zu zeigen&#8221;, wie Du es formulierst? Was ist damit erreicht? Wen kratzt das? &#8211; Die Geldelite wohl am allerwenigsten. &#8211; Wenn man etwas morbide veranlagt ist (wie ich *g*), könnte man das vielleicht mit der Situation vergleichen, in der sich einer der Protagonisten im Film &#8220;Saw&#8221; befindet: Er hat die Wahl, sich entweder den Fuß abzusägen, oder aber kläglich in seiner Position zu verharren und zu sterben. So sehe ich das in Bezug auf die Wahlen in diesem System auch. Angsichts der Situation, dass eine breite, effektive außerparlamentarische Opposition schlichtweg (noch?) nicht existiert in diesem Land, bleibt doch keine andere Möglichkeit mehr, als sich den Fuß abzusägen und sich unter Schmerzen zur Wahl zu schleppen. Was sollte der &#8220;Stinkefinger&#8221; denn bitte bewirken, den Du ansprichst? Siehst Du Frau Merkel im ZDF in der &#8220;Elefantenrunde&#8221; sitzen und hörst sie sagen: &#8220;Wir haben die politische Legitimation verloren, da die Wahlbeteiligung unter 60/40/20 Prozent gesunken ist. Daher stellen wir alle unsere Ämter zur Verfügung, ordnen Neuwahlen an und lösen die CDU auf&#8221;? &#8211; Darauf würde nicht einmal Urban Priol kommen. ;-)</p>
<p>Denke nun einmal umgekehrt ein weiteres absurdes Szenario und stelle Dir vor, am 9. Mai gäbe es eine Mehrheit für die Linke. Da fällt einem auch viel Lächerliches ein, was passieren würde, keine Frage &#8211; aber wäre das nicht trotzdem ein ganz anderes, ein deutlicheres, ein hoffnungsvolleres Zeichen? Und könnte man DANACH nicht auch noch andere Konsequenzen ziehen, wenn man vielleicht bemerken würde, dass die Linke auch nur aus &#8220;austauschbaren Visagen&#8221; besteht?</p>
<p>Aber das ist ja ohnehin alles nur geistiger Müll, denn die Bevölkerung wird weiter größtenteils ihre Kreuzchen dort machen, wo man mit Sicherheit nicht ihre Interessen vertritt.</p>
<p>@ flatter (40):</p>
<p>Du hast mich falsch verstanden (s.o.) &#8211; mit den &#8220;Grundsatzdebatten&#8221; meinte ich die Entscheidung, zur Wahl zu gehen oder das zu unterlassen (bzw. Wahlzettel ungültig zu machen). Diese Entscheidung müssen in NRW nun alle zeitnah treffen, sonst macht sie keinen Sinn mehr. Meine Stimme habe ich bereits abgegeben. :-)</p>
<p>@ hansheinrich (41):</p>
<p>Das stimmt. Mich hat die Auflösung der DDR (als &#8220;Kind des Westens&#8221;) vollkommen überrascht. Ich war damals noch so blöd, in meiner Stadt Plakate und Aufkleber anzubringen, die den Titel &#8220;Wider Vereinigung&#8221; trugen &#8211; weil ich damals nicht nachvollziehen konnte, wieso ein Land sich freiwillig diesem perfiden System ausliefert, das ich damals schon, als es noch (verglichen mit heute) ein sanft lächelndes und nur gelegentlich furzendes und erbrechendes Baby war, zum Speien fand. &#8211; Aber Du glaubst nicht allen Ernstes daran, dass die heutige Bevölkerung dieses Landes so etwas wiederholt, um gegen den Kapitalismus aufzustehen, oder? &#8211; Bevor so etwas geschieht, sehe ich &#8220;1984&#8243; in diesem Land verwirklicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rex</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3127#comment-11220</link>
		<dc:creator><![CDATA[Rex]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 15:59:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[ps: Und bis es wirklich knallt, kann man auch wählen gehen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ps: Und bis es wirklich knallt, kann man auch wählen gehen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rex</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3127#comment-11219</link>
		<dc:creator><![CDATA[Rex]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 15:57:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Also ich weiß nicht, was die ganzen Nicht- und Ungültigwähler haben. Da kann man alle Jahre mal wieder ungestraft &quot;Spaßbieten bei ebay&quot; und muß nicht bezahlen.

Soll heißen: Dann wählt doch die Tierschutzpartei. Da dürfte wirklich nichts negatives zu erwarten sein. Die haben sogar ein vernünftiges Programm. Die 5% knacken die nicht.

Oder wählt die Piraten, die werden in den nächsten Jahren eh nach und nach erfolgreicher werden. Wobei die Gefahr besteht, daß sie eine ähnliche Entwicklung nehmen, wie die Grünen.

Oder wählt Die Linke, mit der will eh keiner, aber ein Argument, was meiner Meinung nach extrem deutlich für diese Partei spricht, ist die Ablehnung von Parteispenden aus der Wirtschaft. Und großartig kaputt machen können die eh nichts mehr.

Ich denke nicht, daß es eine Partei gab, gibt und geben wird, die 100% in Ordnung ist. Schwarze Schafe gibt es überall.

Kurzum halte ich insbesondere in den westlichen Bundesländern einer Protestwahl, durch eine Stimme für Die Linke, Gewicht im Landtag zu geben, für eine sinnvollere Idee, als sich durch Nicht- oder Ungültigwahl, der Stimme zu enthalten.

Die Wahlbeteiligung ist der Politikerkaste vollkommen egal.

Wer was bewegen will, der kann das also entweder tun, indem er einer Partei (Bürgerbewegung) beitritt, eine gründet usw., oder vor den Bundestag zieht und mal böse guckt. (Gerne auch mit einer bewaffneten Bürgerbewegung aber wundert Euch nicht, wenn die Hälfte dann plötzlich &quot;Dienstag nicht kann&quot;.)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Also ich weiß nicht, was die ganzen Nicht- und Ungültigwähler haben. Da kann man alle Jahre mal wieder ungestraft &#8220;Spaßbieten bei ebay&#8221; und muß nicht bezahlen.</p>
<p>Soll heißen: Dann wählt doch die Tierschutzpartei. Da dürfte wirklich nichts negatives zu erwarten sein. Die haben sogar ein vernünftiges Programm. Die 5% knacken die nicht.</p>
<p>Oder wählt die Piraten, die werden in den nächsten Jahren eh nach und nach erfolgreicher werden. Wobei die Gefahr besteht, daß sie eine ähnliche Entwicklung nehmen, wie die Grünen.</p>
<p>Oder wählt Die Linke, mit der will eh keiner, aber ein Argument, was meiner Meinung nach extrem deutlich für diese Partei spricht, ist die Ablehnung von Parteispenden aus der Wirtschaft. Und großartig kaputt machen können die eh nichts mehr.</p>
<p>Ich denke nicht, daß es eine Partei gab, gibt und geben wird, die 100% in Ordnung ist. Schwarze Schafe gibt es überall.</p>
<p>Kurzum halte ich insbesondere in den westlichen Bundesländern einer Protestwahl, durch eine Stimme für Die Linke, Gewicht im Landtag zu geben, für eine sinnvollere Idee, als sich durch Nicht- oder Ungültigwahl, der Stimme zu enthalten.</p>
<p>Die Wahlbeteiligung ist der Politikerkaste vollkommen egal.</p>
<p>Wer was bewegen will, der kann das also entweder tun, indem er einer Partei (Bürgerbewegung) beitritt, eine gründet usw., oder vor den Bundestag zieht und mal böse guckt. (Gerne auch mit einer bewaffneten Bürgerbewegung aber wundert Euch nicht, wenn die Hälfte dann plötzlich &#8220;Dienstag nicht kann&#8221;.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: hansheinrich</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3127#comment-11218</link>
		<dc:creator><![CDATA[hansheinrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 15:07:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ 36. Charlie: „…einen Blick in die Geschichte – man konnte da schon einmal sehen, wie die Bevölkerung reagiert…“

Schon mehrmals. Ein Beispiel wäre der gescheiterte große deutsche Bauernkrieg. Die Sieger siegten gründlich, Terror bewirkte Friedhofsruhe. Kein späterer Bauernaufstand erreichte das Ausmaß und die Bedeutung des Bauernkriegs. Die Bauern – und damals lebten etwa 75% der deutschen Bevölkerung auf dem Land – schieden als sichtbare politische Kraft so gut wie aus. Auf der politischen Bühne erschienen sie erst wieder im Zuge der Industrialisierung und Verstädterung – als Proletariat.

Ein anderes Beispiel: Wer in Jahrzehnten DDR erlebt hat, wie massive Meinungsmache wirkt, in Sprache  und Denken vieler Zeitgenossen eindringt, ähnlich wie heute – wer hätte im Frühjahr 89 gedacht, daß im Herbst 89 Hunderttausende auf die Straße gehen und die felsenfeste DDR implodiert?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ 36. Charlie: „…einen Blick in die Geschichte – man konnte da schon einmal sehen, wie die Bevölkerung reagiert…“</p>
<p>Schon mehrmals. Ein Beispiel wäre der gescheiterte große deutsche Bauernkrieg. Die Sieger siegten gründlich, Terror bewirkte Friedhofsruhe. Kein späterer Bauernaufstand erreichte das Ausmaß und die Bedeutung des Bauernkriegs. Die Bauern – und damals lebten etwa 75% der deutschen Bevölkerung auf dem Land – schieden als sichtbare politische Kraft so gut wie aus. Auf der politischen Bühne erschienen sie erst wieder im Zuge der Industrialisierung und Verstädterung – als Proletariat.</p>
<p>Ein anderes Beispiel: Wer in Jahrzehnten DDR erlebt hat, wie massive Meinungsmache wirkt, in Sprache  und Denken vieler Zeitgenossen eindringt, ähnlich wie heute – wer hätte im Frühjahr 89 gedacht, daß im Herbst 89 Hunderttausende auf die Straße gehen und die felsenfeste DDR implodiert?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=3127#comment-11217</link>
		<dc:creator><![CDATA[flatter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 10:43:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=3127#comment-11217</guid>
		<description><![CDATA[@Charlie (36)&quot;Für “Grundsatzdebatten” ist jetzt gewiss nicht die Zeit&quot; - das geht ein wenig in die Richtung &quot;Es ist Krieg, da müssen alle den Präsidenten stützen&quot;. Es ist immer Zeit für Grundsatzdebatten - das ist jedenfalls mein Demokratieverständnis.
Zumindest nütze ich ungehemmt mein Blog aus, um darüber zu jammern, daß ich mit dem Gang zur Urne  u.a. zu Protokoll gebe, daß ich mich wissentlich veralbern lasse. Vielleicht liegt der Trost darin, daß ich Narr nur doof tue.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Charlie (36)&#8221;Für “Grundsatzdebatten” ist jetzt gewiss nicht die Zeit&#8221; &#8211; das geht ein wenig in die Richtung &#8220;Es ist Krieg, da müssen alle den Präsidenten stützen&#8221;. Es ist immer Zeit für Grundsatzdebatten &#8211; das ist jedenfalls mein Demokratieverständnis.<br />
Zumindest nütze ich ungehemmt mein Blog aus, um darüber zu jammern, daß ich mit dem Gang zur Urne  u.a. zu Protokoll gebe, daß ich mich wissentlich veralbern lasse. Vielleicht liegt der Trost darin, daß ich Narr nur doof tue.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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