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	<title>Kommentare zu: Was ist das eigentlich für ein Land &#8230;</title>
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	<description>Magazin für Marktberuhigung</description>
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		<title>Von: Bernd</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=2893#comment-10687</link>
		<dc:creator><![CDATA[Bernd]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 20:33:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ja es ist wohl das Land der FDP Wähler!
Es ist das Land, in dem diejenigen, die Macht haben diese auch ausnutzten.
Es ist das Land wo Individualismus immer mehr um sich greift.
Es ist das Land wo eben jeder nur mehr auf sich schaut und herauszuholen versuch twas möglich ist.
Es ist das Land, wie diejenigen, die keine Macht haben auf möglichst einfache und billige Weise ruhiggestellt werde.

Ich kann die Arbeit der Ärzte und Piloten durchaus würdigen. Ist anstrengend - und wenn sie mehr Geld haben möchten - oder im Fall der Piloten eben Angst haben hier auch von Billig-Verträgen verdrängst zu werden - dann kann ich auch einen Streik verstehen.
Aber wo bleibt die Solidarität mit all jenen die eben nicht streiken können? Wo bleibt die Solidarität mit den Billigstlöhnern / Aufstockern.
Früher gabs mal eine Organisation die hieß &quot;Gewerkschaft&quot; die auch noch eine Reichweite und Macht hatte und dadurch auf Probleme aufmerksam machen konnte. Heute gibts X Organisationen die sich Gewerkschaft nennen und getrennt für das Wohl (und zum Teil Unwohl) ihrer teilweise wenigen Mitglieder sorgen. Und so ist die Solidarität nun abgebröckelt.
Wir profitieren davon, das es &quot;Idioten&quot; gibt die für 6- oder 700 Euro Netto arbeiten und denken nicht daran, dass es immer voraussehbarer wird, dass in Zukunft wir &quot;diese Idioten&quot; sein werden.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja es ist wohl das Land der FDP Wähler!<br />
Es ist das Land, in dem diejenigen, die Macht haben diese auch ausnutzten.<br />
Es ist das Land wo Individualismus immer mehr um sich greift.<br />
Es ist das Land wo eben jeder nur mehr auf sich schaut und herauszuholen versuch twas möglich ist.<br />
Es ist das Land, wie diejenigen, die keine Macht haben auf möglichst einfache und billige Weise ruhiggestellt werde.</p>
<p>Ich kann die Arbeit der Ärzte und Piloten durchaus würdigen. Ist anstrengend &#8211; und wenn sie mehr Geld haben möchten &#8211; oder im Fall der Piloten eben Angst haben hier auch von Billig-Verträgen verdrängst zu werden &#8211; dann kann ich auch einen Streik verstehen.<br />
Aber wo bleibt die Solidarität mit all jenen die eben nicht streiken können? Wo bleibt die Solidarität mit den Billigstlöhnern / Aufstockern.<br />
Früher gabs mal eine Organisation die hieß &#8220;Gewerkschaft&#8221; die auch noch eine Reichweite und Macht hatte und dadurch auf Probleme aufmerksam machen konnte. Heute gibts X Organisationen die sich Gewerkschaft nennen und getrennt für das Wohl (und zum Teil Unwohl) ihrer teilweise wenigen Mitglieder sorgen. Und so ist die Solidarität nun abgebröckelt.<br />
Wir profitieren davon, das es &#8220;Idioten&#8221; gibt die für 6- oder 700 Euro Netto arbeiten und denken nicht daran, dass es immer voraussehbarer wird, dass in Zukunft wir &#8220;diese Idioten&#8221; sein werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=2893#comment-10686</link>
		<dc:creator><![CDATA[Wat.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 20:26:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@flatter

&lt;i&gt;&quot;Das Problem des Gesundheitssystems ist dann immer noch ein anderes, denn unseres ist auf eine derart komplexe Art unfaßbar behämmert, daß es als Beispiel zu für nux taugt.&quot;&lt;/i&gt;

Es gar kein anderes Problem und taugt für das gleiche Beispiel.

&lt;i&gt;&quot;Dann würde sich die Frage ergeben, wer von der enormen Effizienzsteigerung profitiert und wer nicht.&quot;&lt;/i&gt;

... und die Beantwortung dieser Frage gibt eben auch Auskunft über das &#039;Problem&#039; Gesundheitssystem ;-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@flatter</p>
<p><i>&#8220;Das Problem des Gesundheitssystems ist dann immer noch ein anderes, denn unseres ist auf eine derart komplexe Art unfaßbar behämmert, daß es als Beispiel zu für nux taugt.&#8221;</i></p>
<p>Es gar kein anderes Problem und taugt für das gleiche Beispiel.</p>
<p><i>&#8220;Dann würde sich die Frage ergeben, wer von der enormen Effizienzsteigerung profitiert und wer nicht.&#8221;</i></p>
<p>&#8230; und die Beantwortung dieser Frage gibt eben auch Auskunft über das &#8216;Problem&#8217; Gesundheitssystem ;-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=2893#comment-10685</link>
		<dc:creator><![CDATA[flatter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 19:04:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=2893#comment-10685</guid>
		<description><![CDATA[Ich kann eurer Diskussion nicht ganz folgen. Warum nicht die Frage auf den Arbeits&lt;em&gt;aufwand&lt;/em&gt; fokussieren und vom konkreten Beispiel ein wenig zur Seite treten? Vielleicht meint Schrödibar das ja, es wäre aber recht ungeschickt formuliert. Die Frage also: Wie viele Arbeitstunden brauchen die VW-Angestellten heute, um einen Golf herzustellen? Das dürfte drastisch weniger sein als in den 80ern. Dann würde sich die Frage ergeben, wer von der enormen Effizienzsteigerung profitiert und wer nicht.
Bezieht man diesen Ansatz wiederum auf die Volkswirtschaft, tritt die Verteilungsfrage deutlich auf den Plan, die ja per se böser Kommunismus ist.

Das Problem des Gesundheitssystems ist dann immer noch ein anderes, denn unseres ist auf eine derart komplexe Art unfaßbar behämmert, daß es als Beispiel zu für nux taugt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann eurer Diskussion nicht ganz folgen. Warum nicht die Frage auf den Arbeits<em>aufwand</em> fokussieren und vom konkreten Beispiel ein wenig zur Seite treten? Vielleicht meint Schrödibar das ja, es wäre aber recht ungeschickt formuliert. Die Frage also: Wie viele Arbeitstunden brauchen die VW-Angestellten heute, um einen Golf herzustellen? Das dürfte drastisch weniger sein als in den 80ern. Dann würde sich die Frage ergeben, wer von der enormen Effizienzsteigerung profitiert und wer nicht.<br />
Bezieht man diesen Ansatz wiederum auf die Volkswirtschaft, tritt die Verteilungsfrage deutlich auf den Plan, die ja per se böser Kommunismus ist.</p>
<p>Das Problem des Gesundheitssystems ist dann immer noch ein anderes, denn unseres ist auf eine derart komplexe Art unfaßbar behämmert, daß es als Beispiel zu für nux taugt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gehard Schrödibär</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=2893#comment-10684</link>
		<dc:creator><![CDATA[Gehard Schrödibär]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 17:33:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=2893#comment-10684</guid>
		<description><![CDATA[Na ja, so subjektiv und beliebig war die Entscheidung für einen Vergleich von Golf-GTI vor 30 Jahren mit einem Golf-Eco von heute nicht, denn bei beiden war der Hubraum und die PS-Zahl gleich und von Form und Größe her sind sich beide auch ziemlich ähnlich :-). Der Vergleich der inneren Werte (Golf von heute hat ABS, Airbags, rostet weniger, ....) unterstützt meine These dabei noch, weil man ja von dem Golf von heute noch mehr hat als von dem von vor 30 Jahren. Im Sinne einer Abschätzung einer unteren Grenze für die Kostensenkung (in Arbeitszeitäquivalenten) kann man das meiner Meinung schon machen.

Und was den leitenden Angestellten betrifft: Ja, das Röntgen mit dem strahlungsarmen Röntgengerät ist total günstig geworden :-):-):-) Sowohl für den Facharbeiter als auch für den leitenden Angestellten. Das behaupte ich doch gerade: DER MEDIZINISCHE FORTSCHRITT MACHT MEDIZIN NICHT TEURER SONDERN PREISWERTER! Warum dann aber die Beiträge steigen sollen (im Gegensatz zum Rest der Wirtschaft, natürlich in Arbeitszeitäquivalenten) ist dann nicht mehr nachvollziehbar.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Na ja, so subjektiv und beliebig war die Entscheidung für einen Vergleich von Golf-GTI vor 30 Jahren mit einem Golf-Eco von heute nicht, denn bei beiden war der Hubraum und die PS-Zahl gleich und von Form und Größe her sind sich beide auch ziemlich ähnlich :-). Der Vergleich der inneren Werte (Golf von heute hat ABS, Airbags, rostet weniger, &#8230;.) unterstützt meine These dabei noch, weil man ja von dem Golf von heute noch mehr hat als von dem von vor 30 Jahren. Im Sinne einer Abschätzung einer unteren Grenze für die Kostensenkung (in Arbeitszeitäquivalenten) kann man das meiner Meinung schon machen.</p>
<p>Und was den leitenden Angestellten betrifft: Ja, das Röntgen mit dem strahlungsarmen Röntgengerät ist total günstig geworden :-):-):-) Sowohl für den Facharbeiter als auch für den leitenden Angestellten. Das behaupte ich doch gerade: DER MEDIZINISCHE FORTSCHRITT MACHT MEDIZIN NICHT TEURER SONDERN PREISWERTER! Warum dann aber die Beiträge steigen sollen (im Gegensatz zum Rest der Wirtschaft, natürlich in Arbeitszeitäquivalenten) ist dann nicht mehr nachvollziehbar.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Was ist das eigentlich für ein Land  - Aktienboard</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=2893#comment-10683</link>
		<dc:creator><![CDATA[Was ist das eigentlich für ein Land  - Aktienboard]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 15:51:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[...]  [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...]  [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: HammerMamma</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=2893#comment-10682</link>
		<dc:creator><![CDATA[HammerMamma]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 15:46:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Schrödibär:
Der Zeitraum auf den sich die Zahlen steht in meinen Postings. Ist bei beiden natürlich der identische Zeitraum. &#039;Imagepositionierung herausrechnen&#039; ist allerdings Blödsinn, das macht man vielleicht in Marketingabteilungen um ein paar Dinge dubios schönzurechnen, wirklich ausrechnen kann man sowas nicht. Sowas ist in der Statistik unseriös, weil das subjektive Parameter sind, die jeder nach Belieben festlegen kann. Genauso wie deine Methode, Auto X mit Auto Y zu vergleichen, höchst subjektiv. Durchschnittspreise sind natürlich ebenfalls problematisch, jedenfalls bei Autos, daher hätte ich auch lieber Zahlen zu den einzelnen Fahrzeugklassen gehabt. Vergleichen kann man z.B. die Einstiegs- und Basismodelle der Hersteller damals und heute. Absolut problematisch ist auch das Treffen von Grundannahmen, wie z.B. was ein Facharbeiter ist. Wozu die Focussierung auf Facharbeiter? Gibt es nur Facharbeiter im Land? Nimm die allgemeine Nettoreallohnentwicklung, dann kannst du Aussagen über Allgemeinheit der Arbeiter und Angestellten machen.

Was hast du von der Feststellung, das ein Facharbeiter einer bestimmten Branche heute für einen Golf Eco vielleicht weniger arbeiten muss als 1980 für einen Golf GTI? Daraus kannst du sicher nicht den Schluss ziehen, das Autos heute günstiger sind.

Mit einer solchen beliebigen Methode kann man auch &#039;ausrechnen&#039;, das die Kosten im Gesundheitssektor massiv gesunken sind. Nehm ich mir leitende Angestellte, deren Nettorealbezüge im Zeitraum X um 50% gestiegen sind, vergleiche medizinische Leistung X von heute mit medizinischer Leistung Y von damals (denn auch hier müsste man dann den Mehrnutzen herausrechnen, was damals ein schweineteures MRT konnte, kann heute ein kleines modernes strahlungsarmes Röntgengerät z.B.) und schwuppdiwupp ist das alles total günstig geworden. ;)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Schrödibär:<br />
Der Zeitraum auf den sich die Zahlen steht in meinen Postings. Ist bei beiden natürlich der identische Zeitraum. &#8216;Imagepositionierung herausrechnen&#8217; ist allerdings Blödsinn, das macht man vielleicht in Marketingabteilungen um ein paar Dinge dubios schönzurechnen, wirklich ausrechnen kann man sowas nicht. Sowas ist in der Statistik unseriös, weil das subjektive Parameter sind, die jeder nach Belieben festlegen kann. Genauso wie deine Methode, Auto X mit Auto Y zu vergleichen, höchst subjektiv. Durchschnittspreise sind natürlich ebenfalls problematisch, jedenfalls bei Autos, daher hätte ich auch lieber Zahlen zu den einzelnen Fahrzeugklassen gehabt. Vergleichen kann man z.B. die Einstiegs- und Basismodelle der Hersteller damals und heute. Absolut problematisch ist auch das Treffen von Grundannahmen, wie z.B. was ein Facharbeiter ist. Wozu die Focussierung auf Facharbeiter? Gibt es nur Facharbeiter im Land? Nimm die allgemeine Nettoreallohnentwicklung, dann kannst du Aussagen über Allgemeinheit der Arbeiter und Angestellten machen.</p>
<p>Was hast du von der Feststellung, das ein Facharbeiter einer bestimmten Branche heute für einen Golf Eco vielleicht weniger arbeiten muss als 1980 für einen Golf GTI? Daraus kannst du sicher nicht den Schluss ziehen, das Autos heute günstiger sind.</p>
<p>Mit einer solchen beliebigen Methode kann man auch &#8216;ausrechnen&#8217;, das die Kosten im Gesundheitssektor massiv gesunken sind. Nehm ich mir leitende Angestellte, deren Nettorealbezüge im Zeitraum X um 50% gestiegen sind, vergleiche medizinische Leistung X von heute mit medizinischer Leistung Y von damals (denn auch hier müsste man dann den Mehrnutzen herausrechnen, was damals ein schweineteures MRT konnte, kann heute ein kleines modernes strahlungsarmes Röntgengerät z.B.) und schwuppdiwupp ist das alles total günstig geworden. ;)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Andreas</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=2893#comment-10681</link>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 14:07:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das ist leicht: die Piloten und Ärzte streiken, weil sie ihre Privelegien nicht verlieren wollen. Die wirklich Ausgebeuteten haben schon (fast) alles verloren.
In diesem Land wird nicht für mehr Freiheit, Gerechtigkeit oder ein besseres Leben gestreikt, es geht um TARIFVERTRÄGE.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist leicht: die Piloten und Ärzte streiken, weil sie ihre Privelegien nicht verlieren wollen. Die wirklich Ausgebeuteten haben schon (fast) alles verloren.<br />
In diesem Land wird nicht für mehr Freiheit, Gerechtigkeit oder ein besseres Leben gestreikt, es geht um TARIFVERTRÄGE.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gehard Schrödibär</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=2893#comment-10680</link>
		<dc:creator><![CDATA[Gehard Schrödibär]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 13:48:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@HammerMamma
Sorry, aber ich kann Deine Zahlen auch nicht nachvollziehen - genauso, wie Du meine nicht :-). Auf welchen Zeitraum beziehen sich deine 50% bzw. 10%? Ich würde ja gerne die konkrete Berechnung liefern, aber ich muss sie erst umständlich aus einer alten SQL-Datenbank herausfischen (ich hatte früher auch mal ein Blog mit 19 treuen Lesern, da hatte ich das alles genau ausgerechnet).

Natürlich muss man ein paar Grundannahmen treffen, z.B. was ist ein durchschnittlicher Facharbeiter. Ich hatte damals das Problem, dass ich zwei verschiedene Statistiken heranziehen musste, weil die eine nur bis Jahr 2000 ging und ich dann auf eine andere umsteigen musste. Außerdem war da ja noch die Einführung des Euros, etc. Ich hatte mir allerdings ziemlich Mühe gegeben bei der Herleitung und widerlegen konnte die Argumentation damals auch keiner. Im Moment kann ich aber leider aus technischen Gründen nicht liefern.

Aber bitte berücksichtige bei Deiner Argumentation, dass auch die Angabe eines durchschnittlichen Autopreises keinen Sinn macht. Man muss einen Bezug zum &quot;Nutzen&quot; des Produktes herstellen und auch Aspekte, wie Image-Positionierung &quot;herausrechnen&quot;. Ein Golf GTI sollte damals der Sportvolkswagen des kleinen Mannes werden, hat sich dann aber zu einem relativ hochpreisigen Mittelklassenprodukt entwickelt, weshalb man z.B. auch keinen Vergleich mit einem heutigen Golf GTI machen kann. Deshalb habe ich einen technisch vergleichbaren Golf Eco genommen.

Aber mit einem durchnittlichen Autopreis und dessen Steigerung schaffst Du schon gar keine plausible Argumentation. Das müsste eigentlich nachvollziehbar sein.

Überlege mal, wo man heutzutage überall Discount-Produkte bekommt. Wer den gleichen Lebensstandard heute haben will, wie vor 30 Jahren ein durchschnittlicher Facharbeiter, der braucht dafür nur die Hälfte zu arbeiten in Klammern dabeigesagt: (wenn er sich konsequent bei Discountern eindeckt, ein chinesisches Auto fährt, etc.) Er hätte die gleiche vielleicht sogar eine höher Qualität als wie vor 30 Jahren. Die Verfahren zur Qualitätssicherung haben sich nämlich erheblich entwickelt. Auch das kommt in einem durchschnittlichen Autopreis nicht zum Ausdruck. Das stelle ich jetzt einfach mal als These in den Raum und belege es vielleicht später :-)

Und bezogen auf die Diskussion &quot;Kosten im Gesundheitssektor&quot; muss man fragen, wer braucht eigentlich einen Mercedes? Ein Golf tut&#039;s auch. Aber sie wollen uns einen Mercedes verkaufen (z.B. Chefarzt-Behandlung). Würde man stärker auf den wirklichen Nutzen abzielen (s. Diskussion um Sawiki und die FDP), dann wäre Medizin nicht so teuer. Und wenn man z.B. an die Computer-Tomographie denkt, die ja immer als Beleg für den teuren technischen Fortschritt herangezogen wird, da gab&#039;s letztens ein Interview mit Medizinern, die gesagt haben, dass die CT helfen kann, Kosten zu sparen, dass ist dann aber die gegenteilige These. Natürlich nicht, wenn sie in jeder Arzt-Praxis steht und krampfhaft ausgelastet werden muss, weil eine Artzpraxis wie ein Unternehmen funktionieren soll nach Auffassung der Marktideologen. Da liegt der Hund begraben. Heute will ja jeder Arzt ein selbständiger Unternehmer sein. Von den Vorzügen der Arbeitsteilung und der optimalen Nutzung von Kapazitäten haben die noch nie was gehört.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@HammerMamma<br />
Sorry, aber ich kann Deine Zahlen auch nicht nachvollziehen &#8211; genauso, wie Du meine nicht :-). Auf welchen Zeitraum beziehen sich deine 50% bzw. 10%? Ich würde ja gerne die konkrete Berechnung liefern, aber ich muss sie erst umständlich aus einer alten SQL-Datenbank herausfischen (ich hatte früher auch mal ein Blog mit 19 treuen Lesern, da hatte ich das alles genau ausgerechnet).</p>
<p>Natürlich muss man ein paar Grundannahmen treffen, z.B. was ist ein durchschnittlicher Facharbeiter. Ich hatte damals das Problem, dass ich zwei verschiedene Statistiken heranziehen musste, weil die eine nur bis Jahr 2000 ging und ich dann auf eine andere umsteigen musste. Außerdem war da ja noch die Einführung des Euros, etc. Ich hatte mir allerdings ziemlich Mühe gegeben bei der Herleitung und widerlegen konnte die Argumentation damals auch keiner. Im Moment kann ich aber leider aus technischen Gründen nicht liefern.</p>
<p>Aber bitte berücksichtige bei Deiner Argumentation, dass auch die Angabe eines durchschnittlichen Autopreises keinen Sinn macht. Man muss einen Bezug zum &#8220;Nutzen&#8221; des Produktes herstellen und auch Aspekte, wie Image-Positionierung &#8220;herausrechnen&#8221;. Ein Golf GTI sollte damals der Sportvolkswagen des kleinen Mannes werden, hat sich dann aber zu einem relativ hochpreisigen Mittelklassenprodukt entwickelt, weshalb man z.B. auch keinen Vergleich mit einem heutigen Golf GTI machen kann. Deshalb habe ich einen technisch vergleichbaren Golf Eco genommen.</p>
<p>Aber mit einem durchnittlichen Autopreis und dessen Steigerung schaffst Du schon gar keine plausible Argumentation. Das müsste eigentlich nachvollziehbar sein.</p>
<p>Überlege mal, wo man heutzutage überall Discount-Produkte bekommt. Wer den gleichen Lebensstandard heute haben will, wie vor 30 Jahren ein durchschnittlicher Facharbeiter, der braucht dafür nur die Hälfte zu arbeiten in Klammern dabeigesagt: (wenn er sich konsequent bei Discountern eindeckt, ein chinesisches Auto fährt, etc.) Er hätte die gleiche vielleicht sogar eine höher Qualität als wie vor 30 Jahren. Die Verfahren zur Qualitätssicherung haben sich nämlich erheblich entwickelt. Auch das kommt in einem durchschnittlichen Autopreis nicht zum Ausdruck. Das stelle ich jetzt einfach mal als These in den Raum und belege es vielleicht später :-)</p>
<p>Und bezogen auf die Diskussion &#8220;Kosten im Gesundheitssektor&#8221; muss man fragen, wer braucht eigentlich einen Mercedes? Ein Golf tut&#8217;s auch. Aber sie wollen uns einen Mercedes verkaufen (z.B. Chefarzt-Behandlung). Würde man stärker auf den wirklichen Nutzen abzielen (s. Diskussion um Sawiki und die FDP), dann wäre Medizin nicht so teuer. Und wenn man z.B. an die Computer-Tomographie denkt, die ja immer als Beleg für den teuren technischen Fortschritt herangezogen wird, da gab&#8217;s letztens ein Interview mit Medizinern, die gesagt haben, dass die CT helfen kann, Kosten zu sparen, dass ist dann aber die gegenteilige These. Natürlich nicht, wenn sie in jeder Arzt-Praxis steht und krampfhaft ausgelastet werden muss, weil eine Artzpraxis wie ein Unternehmen funktionieren soll nach Auffassung der Marktideologen. Da liegt der Hund begraben. Heute will ja jeder Arzt ein selbständiger Unternehmer sein. Von den Vorzügen der Arbeitsteilung und der optimalen Nutzung von Kapazitäten haben die noch nie was gehört.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: HammerMamma</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=2893#comment-10679</link>
		<dc:creator><![CDATA[HammerMamma]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 10:48:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=2893#comment-10679</guid>
		<description><![CDATA[@Schrödibär:
Ja, du machst im Prinzip die gleiche Rechnung auf wie ich, allerdings komme ich zu einem völlig anderen Ergebnis. Ich frage mich wirklich wie du bei einer realen Preissteigerung des durchschnittlichen Autopreises von mehr als 50% und einer Nettoreallohnsteigerung von unter 10%, in Vollzeitäquivalenten (da ist dann Arbeitszeitverkürzung etc. rausgerechnet) auf eine Verbilligung des durchschnittlichen Produktpreises kommst. Preis / monatl. Lohn = Arbeitszeit bis zum Kauf sieht zumindest für die Durchschnittspreise heute heute deutlich miserabler aus. Was für Zahlen liegen denn deinen Berechnungen zugrunde? Natürlich kann man sich spezielle Berufe rausfischen, die sich über eine enorme Nettoreallohnsteigerung freuen können, die gesamtgesellschaftliche Realität trifft das allerdings nicht. Das einzige Problem dabei ist der Vergleich von Durchschnittspreisen, da hätte ich von Dudenhöfer lieber Zahlen für einzelne Fahrzeugklassen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Schrödibär:<br />
Ja, du machst im Prinzip die gleiche Rechnung auf wie ich, allerdings komme ich zu einem völlig anderen Ergebnis. Ich frage mich wirklich wie du bei einer realen Preissteigerung des durchschnittlichen Autopreises von mehr als 50% und einer Nettoreallohnsteigerung von unter 10%, in Vollzeitäquivalenten (da ist dann Arbeitszeitverkürzung etc. rausgerechnet) auf eine Verbilligung des durchschnittlichen Produktpreises kommst. Preis / monatl. Lohn = Arbeitszeit bis zum Kauf sieht zumindest für die Durchschnittspreise heute heute deutlich miserabler aus. Was für Zahlen liegen denn deinen Berechnungen zugrunde? Natürlich kann man sich spezielle Berufe rausfischen, die sich über eine enorme Nettoreallohnsteigerung freuen können, die gesamtgesellschaftliche Realität trifft das allerdings nicht. Das einzige Problem dabei ist der Vergleich von Durchschnittspreisen, da hätte ich von Dudenhöfer lieber Zahlen für einzelne Fahrzeugklassen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gehard Schrödibär</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=2893#comment-10678</link>
		<dc:creator><![CDATA[Gehard Schrödibär]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 08:05:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=2893#comment-10678</guid>
		<description><![CDATA[@HammerMamma
&gt;&gt;...Nein, ist nicht schlicht falsch, weil dein Vorschlag auch nichts anderes ist, als z.B. Reallohnentwicklung mit der Entwicklung realer Preise zu vergleichen.&lt;&lt;

Das hast Du falsch verstanden. Ich vergleiche die Arbeitszeiten, die jemand benötigt, um sich ein bestimmtes Produkt leisten zu können, gerade um das Problem der Verzerrung durch die Entwicklung von Reallöhnen und Preisen zu vermeiden. Und da kommen zumindest bei den erwähnten Produkten keine Steigerungen raus sondern erhebliche Senkungen. Es sind Produkte, bei denen der Wettbewerb voll durchschlägt bis hin zur Ausnutzung von Niedriglöhnen (Bei VW mindestens bei den Zulieferern und natürlich bei den Zeitarbeitern). Auch wenn es schwer zu vermitteln ist, weil es der trügerischen Alltagserfahrung widerspricht, es kommt dort fast zu einer Halbierung der Preise in der Währung &quot;Arbeitszeit&quot; (nicht in Euro). Wie es bei Mieten ist oder bei Energiepreisen, das habe ich nicht berechnet, aber dort haben wir auch keinen Wettbewerb. Welche Auswirkungen gar kein Wettbewerb hat, dass zeigt das Beispiel Gesundheit.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@HammerMamma<br />
&gt;&gt;&#8230;Nein, ist nicht schlicht falsch, weil dein Vorschlag auch nichts anderes ist, als z.B. Reallohnentwicklung mit der Entwicklung realer Preise zu vergleichen.&lt;&lt;</p>
<p>Das hast Du falsch verstanden. Ich vergleiche die Arbeitszeiten, die jemand benötigt, um sich ein bestimmtes Produkt leisten zu können, gerade um das Problem der Verzerrung durch die Entwicklung von Reallöhnen und Preisen zu vermeiden. Und da kommen zumindest bei den erwähnten Produkten keine Steigerungen raus sondern erhebliche Senkungen. Es sind Produkte, bei denen der Wettbewerb voll durchschlägt bis hin zur Ausnutzung von Niedriglöhnen (Bei VW mindestens bei den Zulieferern und natürlich bei den Zeitarbeitern). Auch wenn es schwer zu vermitteln ist, weil es der trügerischen Alltagserfahrung widerspricht, es kommt dort fast zu einer Halbierung der Preise in der Währung &quot;Arbeitszeit&quot; (nicht in Euro). Wie es bei Mieten ist oder bei Energiepreisen, das habe ich nicht berechnet, aber dort haben wir auch keinen Wettbewerb. Welche Auswirkungen gar kein Wettbewerb hat, dass zeigt das Beispiel Gesundheit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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