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	<title>Kommentare zu: Dämmerung</title>
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	<description>Magazin für Marktberuhigung</description>
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		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=18422#comment-74332</link>
		<dc:creator><![CDATA[flatter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jun 2013 10:13:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Was heißt hier &quot;wahllos&quot;? Wir haben die geenommen, die nicht schnell genug waren. Fairer Wettberwerb!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was heißt hier &#8220;wahllos&#8221;? Wir haben die geenommen, die nicht schnell genug waren. Fairer Wettberwerb!</p>
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		<title>Von: DasKleineTeilchen</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=18422#comment-74325</link>
		<dc:creator><![CDATA[DasKleineTeilchen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jun 2013 02:07:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[ich hatte ´93 auf australien-trip nen fallschirmjäger kennengelernt, der ´89 um leipzig stationiert war. die hatten in den kasernen keinerlei kontakt nach aussen und wurden versucht heisszumachen auf den kampf mit dem &quot;konterrevolutinärem mob&quot;, der wahlos menschen an laternmasten in leipzig aufknüpfen würde. die option armee war wohl bis zuletzt auf dem tisch. meine damalige freundin ist weiss geworden als der das erzählte, die war ´89 auch in der menge.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich hatte ´93 auf australien-trip nen fallschirmjäger kennengelernt, der ´89 um leipzig stationiert war. die hatten in den kasernen keinerlei kontakt nach aussen und wurden versucht heisszumachen auf den kampf mit dem &#8220;konterrevolutinärem mob&#8221;, der wahlos menschen an laternmasten in leipzig aufknüpfen würde. die option armee war wohl bis zuletzt auf dem tisch. meine damalige freundin ist weiss geworden als der das erzählte, die war ´89 auch in der menge.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: Dirk</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=18422#comment-74159</link>
		<dc:creator><![CDATA[Dirk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 23:53:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ altautonomer #55

&quot;...wobei wir ja wissen...&quot;

Wir wissen heute, dass keine Panzer losgeschickt wurden, aber wer wusste das so genau am 9.Oktober &#039;89 in Leipzig? Ich &quot;wusste&quot; es auch erst, als sich ca. 70000 Menschen mit mir in Bewegung setzten, da erst war die Sache mit den Panzern endgültig gegesssen. Und nur so nebenbei, es wurde die &quot;Internationale&quot; gesungen und &quot;Gorbi&quot; gerufen, mehr Konterrevolution war nicht...

Wo nimmst Du eigentlich Deine &quot;6 Jahre real existierenden Sozialismus&quot; her? Der &quot;Aufbau der Grundlagen des Sozialismus&quot; wurde erst 1952 &quot;beschlossen&quot;, als ob man sowas einfach mal beschließen könnte, ist für mich quasi die Erbsünde der SED...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ altautonomer #55</p>
<p>&#8220;&#8230;wobei wir ja wissen&#8230;&#8221;</p>
<p>Wir wissen heute, dass keine Panzer losgeschickt wurden, aber wer wusste das so genau am 9.Oktober &#8217;89 in Leipzig? Ich &#8220;wusste&#8221; es auch erst, als sich ca. 70000 Menschen mit mir in Bewegung setzten, da erst war die Sache mit den Panzern endgültig gegesssen. Und nur so nebenbei, es wurde die &#8220;Internationale&#8221; gesungen und &#8220;Gorbi&#8221; gerufen, mehr Konterrevolution war nicht&#8230;</p>
<p>Wo nimmst Du eigentlich Deine &#8220;6 Jahre real existierenden Sozialismus&#8221; her? Der &#8220;Aufbau der Grundlagen des Sozialismus&#8221; wurde erst 1952 &#8220;beschlossen&#8221;, als ob man sowas einfach mal beschließen könnte, ist für mich quasi die Erbsünde der SED&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=18422#comment-74143</link>
		<dc:creator><![CDATA[Wat.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 17:23:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@altautonomer: Was ist/wäre, wenn Menschen doch einfach nur materialistisch denken/ gedacht haben.
Damals wie heute.
???
(Das hat mit &quot;emanzipiert&quot; mE auch wirklich (noch) nichts zu tun, da geb ich Dir recht.)

Btw. Daß ich nicht diffamieren will, schien mir klar, möglicherweise ließ ich mich aber sprachlich verleiten, weil für mich der Konkret-Artikel diffamiert, sorry dafür.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@altautonomer: Was ist/wäre, wenn Menschen doch einfach nur materialistisch denken/ gedacht haben.<br />
Damals wie heute.<br />
???<br />
(Das hat mit &#8220;emanzipiert&#8221; mE auch wirklich (noch) nichts zu tun, da geb ich Dir recht.)</p>
<p>Btw. Daß ich nicht diffamieren will, schien mir klar, möglicherweise ließ ich mich aber sprachlich verleiten, weil für mich der Konkret-Artikel diffamiert, sorry dafür.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: altautonomer</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=18422#comment-74142</link>
		<dc:creator><![CDATA[altautonomer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 16:59:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=18422#comment-74142</guid>
		<description><![CDATA[Wat.: Mit Deinem Edit fühle ich mich schon wieder persönlich diffamiert. Das ist doch sonst gar nicht Dein Stil. 

Der Antikommunismus war noch tief in den nationalsozialistisch indoktrinierten Köpfen (kollektives Gedächtnis) verankert.
Aus diesem Grund und wegen der Identifikation mit dem Nationalsozialismus und dessen Übereinstimmung mit dem eigenen Lebensentwurf (Herrenmensch, autoritär gebundene Charaktere, Renaissance der Sekundärtugenden, preußischer Militarismus usw.) ließen sich die &quot;Aufständischen&quot; von den Sozialisten nicht alles gefallen. Das ist jetzt meine Interpretation ohne historisch belegtes Fundament.

Sechs Jahre real existierender Sozialismus machten aus solchen vermutlich Menschen noch keine politisch emanzipierten Aufständischen. Das würde ich für 1989 eher konstatieren, wobei wir ja wissen, dass in diesem Jahr die Panzer nicht losgeschickt wurden.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wat.: Mit Deinem Edit fühle ich mich schon wieder persönlich diffamiert. Das ist doch sonst gar nicht Dein Stil. </p>
<p>Der Antikommunismus war noch tief in den nationalsozialistisch indoktrinierten Köpfen (kollektives Gedächtnis) verankert.<br />
Aus diesem Grund und wegen der Identifikation mit dem Nationalsozialismus und dessen Übereinstimmung mit dem eigenen Lebensentwurf (Herrenmensch, autoritär gebundene Charaktere, Renaissance der Sekundärtugenden, preußischer Militarismus usw.) ließen sich die &#8220;Aufständischen&#8221; von den Sozialisten nicht alles gefallen. Das ist jetzt meine Interpretation ohne historisch belegtes Fundament.</p>
<p>Sechs Jahre real existierender Sozialismus machten aus solchen vermutlich Menschen noch keine politisch emanzipierten Aufständischen. Das würde ich für 1989 eher konstatieren, wobei wir ja wissen, dass in diesem Jahr die Panzer nicht losgeschickt wurden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Herr Liebreiz</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=18422#comment-74141</link>
		<dc:creator><![CDATA[Herr Liebreiz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 16:48:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=18422#comment-74141</guid>
		<description><![CDATA[Ja genau, ist ja auch drauf gesch... die paar Millionen tote Juden, Roma, Sinti, Politische, Schwule und andere, die vor den Augen von Otto Normal unter übelsten Bedingungen aus den Häusern gezerrt wurden, nachdem man einmal quer durch Deutschland durchplakattiert hatte, dass man es mit Parasiten und Kinderfressern zu tun hatte.

Ich geh gleich kotzen... &quot;freie Entscheidung wann einem was über ist&quot;...

]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja genau, ist ja auch drauf gesch&#8230; die paar Millionen tote Juden, Roma, Sinti, Politische, Schwule und andere, die vor den Augen von Otto Normal unter übelsten Bedingungen aus den Häusern gezerrt wurden, nachdem man einmal quer durch Deutschland durchplakattiert hatte, dass man es mit Parasiten und Kinderfressern zu tun hatte.</p>
<p>Ich geh gleich kotzen&#8230; &#8220;freie Entscheidung wann einem was über ist&#8221;&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Annett</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=18422#comment-74140</link>
		<dc:creator><![CDATA[Annett]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 16:48:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=18422#comment-74140</guid>
		<description><![CDATA[Wem die Doku &quot;Töten für den Frieden - Die Politik, die Kirche und der Krieg.&quot; nicht unbekannt ist, dem dürfte die Empfehlung der evangelischen Landeskirche Hannover (das Hausrecht ihrer Gemeinden den Feldjägern zu übertragen) nicht wirklich überraschen. - &quot;Die (deutschen) Soldaten sind die Krieger des Lichts&quot;, so Bernd Göde, Militärpfarrer und evang. Seelsorger in Afghanistan.
Überhaupt - die Empfehlung der evang. Landeskirche Hannover ist nur konsequent.
Und weil Tradition vor allem das Weiterreichen der Glut bedeutet, so soll an August Marahrens - von 1934–1947 amtierender Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover - erinnert werden.
August Marahrens

am 07.03.1936 zum Einmarsch der Wehrmacht in das entmilitarisierte Rheinland: &quot;Heute ruft der Führer zum entschlossenen Einstehen für den Weg des Friedens und der Ehre auf. Die Kirche des Evangeliums im Mutterlande der Reformation weiß sich gerade in der Stunde notvoller Verantwortung mit ihrem Dienst und ihrer Fürbitte treu an ihr Volk gebunden. Sie weiß: der entscheidende Dienst, den sie ihrem Volke schuldet, ist die Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus; sie weiß, sie muß allen Zeichen des Abfalls und der Verleugnung Christi unerbittlich im Ernst vor Gott entgegentreten. Damit müht sie sich um den rechten Grund unseres Volkslebens, denn nur, wo das Leben und die Geschichte des Volkes auf Gottes Gnade und sein gerechtes Walten erbaut werden, wird es seine innere Kraft erhalten. In der weltpolitischen Stunde, da der Führer einen großangelegten Friedensplan allen Völkern der Welt unterbreitet, hat sie als Kirche Jesu Christi zu bezeugen, daß sich echte Friedensgesinnung unter den Völkern nur da verwirklichen wird, wo der Friede Gottes durch das Evangelium die Herzen regiert.&quot;

am 06.09.1939 (in seinem Wochenbrief) zum Überfall der Wehrmacht auf Polen: &quot;Mit dem heutigen Tage ist klar, daß nun alle verfügbaren Kräfte für das Vaterland eingesetzt werden müssen und auch der Dienst in den Gemeinden ganz darauf abgestellt werden muß, daß alle zu diesem Dienst gestärkt und zur Fürbitte für Führer, Volk und Vaterland gerufen werden. (...) Jetzt muß es sich zeigen, ob die seelischen Reserven da sind. Von den nie versagenden Geleit unserer Lutherbibel brauche ich nichts zu sagen.&quot;
Und am 15.10.1939 (im Hannoverschen Sonntagsblatt): &quot;Wir wollen uns rüsten mit den Waffen aus der Rüstkammer unseres Glaubens und vor allem die Waffe des Gebetes üben in der Fürbitte für Führer und Volk und für die Kameraden an der Front.&quot;

- zum &quot;Schutz&quot; von Adolf Hitler am 08.11.1939 vor seinem Bombenattentäter, dem Kunstschreiner Johann Georg Elser: &quot;Mit dem ganzen deutschen Volk dankt die Deutsche Evangelische Kirche dem allmächtigen Gott für Ihre gnädige Bewachung vor dem verbrecherischen Anschlag in München. Sie betet zu ihm, daß er Sie auch fernerhin in seinen treuen Schutz nehme.&quot;
- Ein Mann gegen Hitler:
https://www.leipziger-montagsdemo.de/informationen/daten/georg_elser-ein_mann_gegen_hitler.pdf
- Nachruf:
https://georg-elser-arbeitskreis.de/texts/nachruf.htm
- Zum Gedenken an Johann Georg Elser, einen der wenigen mutigen Helden. Bisher ohne Gedenken.:
https://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=4318

am 30.06.1941 (in einem Telegramm) an den Führer zum Überfall auf Russland: &quot;Der Geistliche Vertrauensrat der Deutschen Evangelischen Kirche, erstmalig seit Beginn des Entscheidungskampfes im Osten versammelt, versichert Ihnen, mein Führer, in diesen hinreißend bewegten Stunden aufs neue die unwandelbare Treue und Einsatzbereitschaft der gesamten evangelischen Christenheit des Reiches. Sie haben, mein Führer, die bolschewistische Gefahr im eigenen Land gebannt und rufen nun unser Volk und die Völker Europas zum entscheidenden Waffengange gegen den Todesfeind aller Ordnung und aller abendländisch-christlichen Kultur auf. Das deutsche Volk und mit ihm alle seine christlichen Glieder danken Ihnen für diese Ihre Tat. Daß sich die britische Politik nun auch offen des Bolschewismus als Helfershelfer gegen das Reich bedient, macht endgültig klar, daß es ihr nicht um das Christentum, sondern allein um die Vernichtung des deutschen Volkes geht. Der allmächtige Gott wolle Ihnen und unserm deutschen Volk beistehen, daß wir gegen den doppelten Feind den Krieg gewinnen, dem all unser Wollen und Handeln gelten muß.
Die Deutsche Evangelische Kirche gedenkt in dieser Stunde der baltischen evangelischen Martyrer vom Jahre 1918, sie gedenkt des namenlosen Leides, das der Bolschewismus, wie er es den Völkern seines Machtbereiches zugefügt hat, so allen anderen Nationen bereiten wollte, und sie ist mit allen ihren Gebeten bei Ihnen und bei unseren unvergleichlichen Soldaten, die nun mit so gewaltigen Schlägen daran gehen, den Pestherd zu beseitigen, damit in ganz Europa unter Ihrer Führung eine neue Ordnung entstehe und aller inneren Zersetzung, aller Beschmutzung des Heiligsten, aller Schändung der Gewissensfreiheit ein Ende gemacht werde.&quot;
(Veröffentlichung am 09.07.1941 im Gesetzblatt der Deutschen Evangelischen Kirche)

im Juni 1943 an seine Pfarrer als Antwort auf die Proklamation des &quot;totalen Krieges&quot; durch Joseph Goebbels im Berliner Sportpalast: &quot;Überall muß die Erkenntnis geweckt werden: wir stehen in einem unseren ganzen Einsatz fordernden Krieg, und dieser Krieg muß in unbeirrter Hingabe frei von aller Sentimentalität geführt werden.&quot;

------------------------------------------------------------------------------------------

&quot;Tradition ist das Weiterreichen der Glut, nicht der kalten Asche.&quot;
Ricarda Huch]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wem die Doku &#8220;Töten für den Frieden &#8211; Die Politik, die Kirche und der Krieg.&#8221; nicht unbekannt ist, dem dürfte die Empfehlung der evangelischen Landeskirche Hannover (das Hausrecht ihrer Gemeinden den Feldjägern zu übertragen) nicht wirklich überraschen. &#8211; &#8220;Die (deutschen) Soldaten sind die Krieger des Lichts&#8221;, so Bernd Göde, Militärpfarrer und evang. Seelsorger in Afghanistan.<br />
Überhaupt &#8211; die Empfehlung der evang. Landeskirche Hannover ist nur konsequent.<br />
Und weil Tradition vor allem das Weiterreichen der Glut bedeutet, so soll an August Marahrens &#8211; von 1934–1947 amtierender Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover &#8211; erinnert werden.<br />
August Marahrens</p>
<p>am 07.03.1936 zum Einmarsch der Wehrmacht in das entmilitarisierte Rheinland: &#8220;Heute ruft der Führer zum entschlossenen Einstehen für den Weg des Friedens und der Ehre auf. Die Kirche des Evangeliums im Mutterlande der Reformation weiß sich gerade in der Stunde notvoller Verantwortung mit ihrem Dienst und ihrer Fürbitte treu an ihr Volk gebunden. Sie weiß: der entscheidende Dienst, den sie ihrem Volke schuldet, ist die Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus; sie weiß, sie muß allen Zeichen des Abfalls und der Verleugnung Christi unerbittlich im Ernst vor Gott entgegentreten. Damit müht sie sich um den rechten Grund unseres Volkslebens, denn nur, wo das Leben und die Geschichte des Volkes auf Gottes Gnade und sein gerechtes Walten erbaut werden, wird es seine innere Kraft erhalten. In der weltpolitischen Stunde, da der Führer einen großangelegten Friedensplan allen Völkern der Welt unterbreitet, hat sie als Kirche Jesu Christi zu bezeugen, daß sich echte Friedensgesinnung unter den Völkern nur da verwirklichen wird, wo der Friede Gottes durch das Evangelium die Herzen regiert.&#8221;</p>
<p>am 06.09.1939 (in seinem Wochenbrief) zum Überfall der Wehrmacht auf Polen: &#8220;Mit dem heutigen Tage ist klar, daß nun alle verfügbaren Kräfte für das Vaterland eingesetzt werden müssen und auch der Dienst in den Gemeinden ganz darauf abgestellt werden muß, daß alle zu diesem Dienst gestärkt und zur Fürbitte für Führer, Volk und Vaterland gerufen werden. (&#8230;) Jetzt muß es sich zeigen, ob die seelischen Reserven da sind. Von den nie versagenden Geleit unserer Lutherbibel brauche ich nichts zu sagen.&#8221;<br />
Und am 15.10.1939 (im Hannoverschen Sonntagsblatt): &#8220;Wir wollen uns rüsten mit den Waffen aus der Rüstkammer unseres Glaubens und vor allem die Waffe des Gebetes üben in der Fürbitte für Führer und Volk und für die Kameraden an der Front.&#8221;</p>
<p>- zum &#8220;Schutz&#8221; von Adolf Hitler am 08.11.1939 vor seinem Bombenattentäter, dem Kunstschreiner Johann Georg Elser: &#8220;Mit dem ganzen deutschen Volk dankt die Deutsche Evangelische Kirche dem allmächtigen Gott für Ihre gnädige Bewachung vor dem verbrecherischen Anschlag in München. Sie betet zu ihm, daß er Sie auch fernerhin in seinen treuen Schutz nehme.&#8221;<br />
- Ein Mann gegen Hitler:<br />
<a href="https://www.leipziger-montagsdemo.de/informationen/daten/georg_elser-ein_mann_gegen_hitler.pdf" rel="nofollow">https://www.leipziger-montagsdemo.de/informationen/daten/georg_elser-ein_mann_gegen_hitler.pdf</a><br />
- Nachruf:<br />
<a href="https://georg-elser-arbeitskreis.de/texts/nachruf.htm" rel="nofollow">https://georg-elser-arbeitskreis.de/texts/nachruf.htm</a><br />
- Zum Gedenken an Johann Georg Elser, einen der wenigen mutigen Helden. Bisher ohne Gedenken.:<br />
<a href="https://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=4318" rel="nofollow">https://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=4318</a></p>
<p>am 30.06.1941 (in einem Telegramm) an den Führer zum Überfall auf Russland: &#8220;Der Geistliche Vertrauensrat der Deutschen Evangelischen Kirche, erstmalig seit Beginn des Entscheidungskampfes im Osten versammelt, versichert Ihnen, mein Führer, in diesen hinreißend bewegten Stunden aufs neue die unwandelbare Treue und Einsatzbereitschaft der gesamten evangelischen Christenheit des Reiches. Sie haben, mein Führer, die bolschewistische Gefahr im eigenen Land gebannt und rufen nun unser Volk und die Völker Europas zum entscheidenden Waffengange gegen den Todesfeind aller Ordnung und aller abendländisch-christlichen Kultur auf. Das deutsche Volk und mit ihm alle seine christlichen Glieder danken Ihnen für diese Ihre Tat. Daß sich die britische Politik nun auch offen des Bolschewismus als Helfershelfer gegen das Reich bedient, macht endgültig klar, daß es ihr nicht um das Christentum, sondern allein um die Vernichtung des deutschen Volkes geht. Der allmächtige Gott wolle Ihnen und unserm deutschen Volk beistehen, daß wir gegen den doppelten Feind den Krieg gewinnen, dem all unser Wollen und Handeln gelten muß.<br />
Die Deutsche Evangelische Kirche gedenkt in dieser Stunde der baltischen evangelischen Martyrer vom Jahre 1918, sie gedenkt des namenlosen Leides, das der Bolschewismus, wie er es den Völkern seines Machtbereiches zugefügt hat, so allen anderen Nationen bereiten wollte, und sie ist mit allen ihren Gebeten bei Ihnen und bei unseren unvergleichlichen Soldaten, die nun mit so gewaltigen Schlägen daran gehen, den Pestherd zu beseitigen, damit in ganz Europa unter Ihrer Führung eine neue Ordnung entstehe und aller inneren Zersetzung, aller Beschmutzung des Heiligsten, aller Schändung der Gewissensfreiheit ein Ende gemacht werde.&#8221;<br />
(Veröffentlichung am 09.07.1941 im Gesetzblatt der Deutschen Evangelischen Kirche)</p>
<p>im Juni 1943 an seine Pfarrer als Antwort auf die Proklamation des &#8220;totalen Krieges&#8221; durch Joseph Goebbels im Berliner Sportpalast: &#8220;Überall muß die Erkenntnis geweckt werden: wir stehen in einem unseren ganzen Einsatz fordernden Krieg, und dieser Krieg muß in unbeirrter Hingabe frei von aller Sentimentalität geführt werden.&#8221;</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>&#8220;Tradition ist das Weiterreichen der Glut, nicht der kalten Asche.&#8221;<br />
Ricarda Huch</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=18422#comment-74138</link>
		<dc:creator><![CDATA[Wat.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 16:33:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ok, was stört mich an der Konkret-Aussage, so wie ich sie lese...

Dem Otto-Normalo und der Frieda-Normala (auf Deutsch: die Lohnabhängigen) wird abgesprochen, irgendetwas jemals  &#039;richtig&#039; zu machen, weil sie ja bei AH keine Revolution gemacht haben...

Helden sind sie nicht, aber auch keine Loser. 

Es geht aber mE im &#039;wirklichen Leben&#039; nicht  um Held oder Loser sein, es geht darum, daß Menschen selbst entscheiden, wann ihnen was über ist und welche Möglichkeiten sie sehen, daran u/o darum was zu ändern.
... und nicht, wann irgendjemand anders meint, daß sie das jetzt sollen wollen müssen.

Edit: Und die, die &#039;verlangen&#039;, sie hätten gegen Diktatur(en) kämpfen sollen, übersehen mE, daß sie mit dieser Erwartung selbst auf dem Weg zur Diktatur (wenigstens im Kopf) sind.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ok, was stört mich an der Konkret-Aussage, so wie ich sie lese&#8230;</p>
<p>Dem Otto-Normalo und der Frieda-Normala (auf Deutsch: die Lohnabhängigen) wird abgesprochen, irgendetwas jemals  &#8216;richtig&#8217; zu machen, weil sie ja bei AH keine Revolution gemacht haben&#8230;</p>
<p>Helden sind sie nicht, aber auch keine Loser. </p>
<p>Es geht aber mE im &#8216;wirklichen Leben&#8217; nicht  um Held oder Loser sein, es geht darum, daß Menschen selbst entscheiden, wann ihnen was über ist und welche Möglichkeiten sie sehen, daran u/o darum was zu ändern.<br />
&#8230; und nicht, wann irgendjemand anders meint, daß sie das jetzt sollen wollen müssen.</p>
<p>Edit: Und die, die &#8216;verlangen&#8217;, sie hätten gegen Diktatur(en) kämpfen sollen, übersehen mE, daß sie mit dieser Erwartung selbst auf dem Weg zur Diktatur (wenigstens im Kopf) sind.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Herr Liebreiz</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=18422#comment-74135</link>
		<dc:creator><![CDATA[Herr Liebreiz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 16:09:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=18422#comment-74135</guid>
		<description><![CDATA[Naja, von der Selbstherrlichkeit der Nazis hatte mn scheinbar die Nase erst ganz zuletzt voll.

Ich blende nichts aus. Es sind einfach keine Helden. Und auch nichts anderes. Da verhärtet das Bättchen meine Sicht eher noch. Dass man nach Versailles und WK II sich nun auch noch von Reparationsleistungen angepisst fühlte, passt gut ins Bild. Da kämpfte niemand gegen eine Diktatur. 

Die ökonomische/politische Grundlage des Aufstandes vom 17. Juni ist Voraussetzung, dafür brauche ich nicht das Blättchen. Alles was darin steht macht die Sache eher &quot;Konkret&quot;. den Artikel als Entschuldigung oder Erklärung anzuführen dafür, dass keiner der Aufständler des 17. Juni im Dritten Reich mit ähnlicher Energie zu finden war, macht das was Konkret kritisiert nur immer und immer wieder deutlicher: da ging es nicht um die eigenen ökonomische und persönliche Freiheit.

Dreh es ruhig im Kreis. Du willst es halt nicht sehen! ]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Naja, von der Selbstherrlichkeit der Nazis hatte mn scheinbar die Nase erst ganz zuletzt voll.</p>
<p>Ich blende nichts aus. Es sind einfach keine Helden. Und auch nichts anderes. Da verhärtet das Bättchen meine Sicht eher noch. Dass man nach Versailles und WK II sich nun auch noch von Reparationsleistungen angepisst fühlte, passt gut ins Bild. Da kämpfte niemand gegen eine Diktatur. </p>
<p>Die ökonomische/politische Grundlage des Aufstandes vom 17. Juni ist Voraussetzung, dafür brauche ich nicht das Blättchen. Alles was darin steht macht die Sache eher &#8220;Konkret&#8221;. den Artikel als Entschuldigung oder Erklärung anzuführen dafür, dass keiner der Aufständler des 17. Juni im Dritten Reich mit ähnlicher Energie zu finden war, macht das was Konkret kritisiert nur immer und immer wieder deutlicher: da ging es nicht um die eigenen ökonomische und persönliche Freiheit.</p>
<p>Dreh es ruhig im Kreis. Du willst es halt nicht sehen! </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Dirk</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=18422#comment-74134</link>
		<dc:creator><![CDATA[Dirk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 15:11:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=18422#comment-74134</guid>
		<description><![CDATA[@ Herr Liebreiz u. altautonomer

Kann man denn bei der Bewertung historischer Ereignisse die ökonomischen und politischen Umstände so einfach ausblenden? Sorry, aber &quot;Konkret&quot; klingt an der Stelle für mich genauso wie manch ein Hardliner der SED im Herbst 89. Für die war ich auch nur ein &quot;Konterrevolutionär&quot; oder wahlweise auch &quot;asoziales Element&quot;, nur weil ich die Nase voll hatte von ihrer Selbstherrlichkeit und auf die Straße gegangen bin.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Herr Liebreiz u. altautonomer</p>
<p>Kann man denn bei der Bewertung historischer Ereignisse die ökonomischen und politischen Umstände so einfach ausblenden? Sorry, aber &#8220;Konkret&#8221; klingt an der Stelle für mich genauso wie manch ein Hardliner der SED im Herbst 89. Für die war ich auch nur ein &#8220;Konterrevolutionär&#8221; oder wahlweise auch &#8220;asoziales Element&#8221;, nur weil ich die Nase voll hatte von ihrer Selbstherrlichkeit und auf die Straße gegangen bin.</p>
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