<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Führer, Stellvertreter, Popstar</title>
	<atom:link href="https://archiv.feynsinn.org/?feed=rss2&#038;p=16188" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=16188</link>
	<description>Magazin für Marktberuhigung</description>
	<lastBuildDate>Wed, 04 Dec 2013 17:19:31 +0000</lastBuildDate>
		<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
		<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=3.8.41</generator>
	<item>
		<title>Von: Herr Liebreiz</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=16188#comment-61638</link>
		<dc:creator><![CDATA[Herr Liebreiz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2012 17:00:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=16188#comment-61638</guid>
		<description><![CDATA[&quot;Männer&quot; wie Sarrazin und Buschkowsky haben in Deutschland (leider) durchschlagenden Erfolg. Dass es (noch) nicht reicht liegt nicht an deren mangelndem Profil. Alle Diktatoren waren groteske, verquere Männchen mit denen sich das Volk besonders gut identifizieren konnte. Dass solche Figuren letztlich nicht den durchaus möglichen Wiederhall im Volk finden liegt eher an einer gut funktionierenden Suppe aus Kapital, dem Kapital zugewandten Politikern und Medien, die die Hanseln allenfalls zur Radikalisierung der Gesellschaft vorführen und dann rechtzeitig abwürgen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Männer&#8221; wie Sarrazin und Buschkowsky haben in Deutschland (leider) durchschlagenden Erfolg. Dass es (noch) nicht reicht liegt nicht an deren mangelndem Profil. Alle Diktatoren waren groteske, verquere Männchen mit denen sich das Volk besonders gut identifizieren konnte. Dass solche Figuren letztlich nicht den durchaus möglichen Wiederhall im Volk finden liegt eher an einer gut funktionierenden Suppe aus Kapital, dem Kapital zugewandten Politikern und Medien, die die Hanseln allenfalls zur Radikalisierung der Gesellschaft vorführen und dann rechtzeitig abwürgen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Alter Nihilist</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=16188#comment-61605</link>
		<dc:creator><![CDATA[Alter Nihilist]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2012 11:11:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=16188#comment-61605</guid>
		<description><![CDATA[»Der Wähler verliebt sich förmlich in seinen politischen Führer.«
Spielart des Stockholmsyndroms. Zwei Jahrtausend harte Schulung durch die Pfaffen den Christentums. Nietzsches Antichrist beschreibt das mit klarem Auge, obwohl es sich fast wie eine Kampfschrift liest. (Trifft ja die Richtigen.)
Reaktionen aus dem Bekanntenkreis zu Obamas erstem Wahlsieg liessen mich an religiöse Irre denken.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>»Der Wähler verliebt sich förmlich in seinen politischen Führer.«<br />
Spielart des Stockholmsyndroms. Zwei Jahrtausend harte Schulung durch die Pfaffen den Christentums. Nietzsches Antichrist beschreibt das mit klarem Auge, obwohl es sich fast wie eine Kampfschrift liest. (Trifft ja die Richtigen.)<br />
Reaktionen aus dem Bekanntenkreis zu Obamas erstem Wahlsieg liessen mich an religiöse Irre denken.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Amike</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=16188#comment-61559</link>
		<dc:creator><![CDATA[Amike]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2012 18:58:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=16188#comment-61559</guid>
		<description><![CDATA[@ altautonomer 55:

Wie genau verstehst du eigentlich den Begriff &quot;Selbstvertrauen&quot;, wenn du mir dazu dieses Beispiel vorhältst? Und wo genau habe ich geschrieben, dass ich Expertentum und Autoritäten gleichsetze?

Versteh mich nicht falsch, ich diskutiere mit dir gern darüber, allerdings dann bitte so, dass du dich auch auf Aussagen beziehst, die ich tatsächlich hier hinschreibe und nicht, dass du mir irgendwas unterschiebst. Ich war müde, als ich das geschrieben hab und bin für mich selbst auch noch dabei, meine Gedanken zum Thema zu sortieren. Ich bin da also durchaus angreifbar, also nur zu, das kannst du besser!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ altautonomer 55:</p>
<p>Wie genau verstehst du eigentlich den Begriff &#8220;Selbstvertrauen&#8221;, wenn du mir dazu dieses Beispiel vorhältst? Und wo genau habe ich geschrieben, dass ich Expertentum und Autoritäten gleichsetze?</p>
<p>Versteh mich nicht falsch, ich diskutiere mit dir gern darüber, allerdings dann bitte so, dass du dich auch auf Aussagen beziehst, die ich tatsächlich hier hinschreibe und nicht, dass du mir irgendwas unterschiebst. Ich war müde, als ich das geschrieben hab und bin für mich selbst auch noch dabei, meine Gedanken zum Thema zu sortieren. Ich bin da also durchaus angreifbar, also nur zu, das kannst du besser!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=16188#comment-61531</link>
		<dc:creator><![CDATA[Wat.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2012 11:54:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=16188#comment-61531</guid>
		<description><![CDATA[@SalvadorArachnor(58)

&lt;i&gt;&quot;@Wat #57 Klar sollte das Wissensgefälle abgebaut werden, aber das ist nur bis zu einer bestimmten Grenze möglich, die sich durch die Menge des verfügbaren und für die Ausübung bestimmter Tätigkeiten notwendigen Wissens ergibt. Du wirst Schwierigkeiten kriegen, wenn Du gleichzeitig den modernsten Stand der Mikroelektronik und Veterinärmedizin beherrschen willst.&quot;&lt;/i&gt;

Es würde schon &#039;reichen&#039;, wenn diese &#039;Beherrscher&#039; die vielen  &#039;repitativen&#039; Teilarbeiten beherrschen würden, die ihre Tätigkeit zur Voraussetzung hat, diese ausüben zu können...^^
Und die kann &#039;man&#039; lernen, wenn &#039;man&#039; will.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@SalvadorArachnor(58)</p>
<p><i>&#8220;@Wat #57 Klar sollte das Wissensgefälle abgebaut werden, aber das ist nur bis zu einer bestimmten Grenze möglich, die sich durch die Menge des verfügbaren und für die Ausübung bestimmter Tätigkeiten notwendigen Wissens ergibt. Du wirst Schwierigkeiten kriegen, wenn Du gleichzeitig den modernsten Stand der Mikroelektronik und Veterinärmedizin beherrschen willst.&#8221;</i></p>
<p>Es würde schon &#8216;reichen&#8217;, wenn diese &#8216;Beherrscher&#8217; die vielen  &#8216;repitativen&#8217; Teilarbeiten beherrschen würden, die ihre Tätigkeit zur Voraussetzung hat, diese ausüben zu können&#8230;^^<br />
Und die kann &#8216;man&#8217; lernen, wenn &#8216;man&#8217; will.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Siro Feinig</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=16188#comment-61528</link>
		<dc:creator><![CDATA[Siro Feinig]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2012 11:00:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=16188#comment-61528</guid>
		<description><![CDATA[Eigentlich leben wir systemunabhängig ja auch eher in einer Bürokratie als in einer Demokratur.
Wo das Prinzip:&quot;Verantwortlich sind irgendwie Alle aber die Verantwortung mag niemand tragen&quot; allgegenwärtige Realität ist, braucht man sich über die realexistierend  timokratische (Platon &quot;Der Staat&quot;)Wirklichkeitsferne, in welcher Vorsicht, Rücksicht, Umsicht und Einsicht durch ABSICHT (und zwar die, sich mehr oder weniger unmittelbar den Hintern auf Kosten Anderer zu wärmen) apostrophiert werden, nicht zu wundern.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich leben wir systemunabhängig ja auch eher in einer Bürokratie als in einer Demokratur.<br />
Wo das Prinzip:&#8221;Verantwortlich sind irgendwie Alle aber die Verantwortung mag niemand tragen&#8221; allgegenwärtige Realität ist, braucht man sich über die realexistierend  timokratische (Platon &#8220;Der Staat&#8221;)Wirklichkeitsferne, in welcher Vorsicht, Rücksicht, Umsicht und Einsicht durch ABSICHT (und zwar die, sich mehr oder weniger unmittelbar den Hintern auf Kosten Anderer zu wärmen) apostrophiert werden, nicht zu wundern.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: maguscarolus</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=16188#comment-61527</link>
		<dc:creator><![CDATA[maguscarolus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2012 10:31:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=16188#comment-61527</guid>
		<description><![CDATA[Es hat schon was, dass man das mit der größten Machtfülle ausgestattete Amt im deutschen politischen System beliebig oft inne haben kann, während das Amt des &quot;Staatsoberhaupts&quot;, der Grüßaugust, auf zwei Amtszeiten/Person begrenzt ist.

Zudem ist historisch betrachtet die Kluft zwischen Merkel-und Regierungsakzeptanz insbesondere in Deutschland nichts Neues:

&quot;Wenn das der Führer wüsste!&quot;]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es hat schon was, dass man das mit der größten Machtfülle ausgestattete Amt im deutschen politischen System beliebig oft inne haben kann, während das Amt des &#8220;Staatsoberhaupts&#8221;, der Grüßaugust, auf zwei Amtszeiten/Person begrenzt ist.</p>
<p>Zudem ist historisch betrachtet die Kluft zwischen Merkel-und Regierungsakzeptanz insbesondere in Deutschland nichts Neues:</p>
<p>&#8220;Wenn das der Führer wüsste!&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Siro Feinig</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=16188#comment-61526</link>
		<dc:creator><![CDATA[Siro Feinig]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2012 10:27:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=16188#comment-61526</guid>
		<description><![CDATA[Das ganze atmet aus dem Phänomen &quot;Entfremdung&quot;, dass in sogenannten &quot;Demokratien&quot;, wo alle ach wie individuell zu sein streben und endlich grausam einheitlich dahinvegetieren, ausgeprägter ist, als in sog. Diktaturen, wo &quot;befremdliche&quot; Alphatierchen Ihrer angemassten Verantwortung mit der Zeit zwangsläufig, das ist der Vorteil, weder semantisch noch pragmatisch zu entkommen vermögen, während unsere zynisch ohnMächtigen nach 2 Legislaturen verbrannt im Versorgungsnirvana veschwinden.
Das war z.B. im Osten wirklich anders. Die Realität war weniger ästhetisch, aufgrund äusserlicher Konstanz allerdings umso weniger verwirrend.
Heute ist manchmal selbst der Unsinn (der wie mitunter sogar die Sinnlosigkeit als explizit &quot;sinntragend&quot; bezeichnet werden kann) subtil, da es alltägliche Konstellationen gibt, in denen man gewissermassen lügen muss, um eine Wahrheit wenigstens zur Disposition stellen oder vielleicht sogar vermitteln zu können. 
Für wirkliche &quot;Autorität&quot; bedarf es auch gesellschaftlich anerkannter, wertvoller Traditionen. Mediensumpf und Bildungsplankton wissen das im vermeintlichen Multikulti-Beliebigkeitswahn gegenwärtig fast gänzlich zu verhindern. Kultur jedoch hat meiner Meinung nach genuin stets etwas mit bewusst wahrgenommenem Kult zu tun . . .]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ganze atmet aus dem Phänomen &#8220;Entfremdung&#8221;, dass in sogenannten &#8220;Demokratien&#8221;, wo alle ach wie individuell zu sein streben und endlich grausam einheitlich dahinvegetieren, ausgeprägter ist, als in sog. Diktaturen, wo &#8220;befremdliche&#8221; Alphatierchen Ihrer angemassten Verantwortung mit der Zeit zwangsläufig, das ist der Vorteil, weder semantisch noch pragmatisch zu entkommen vermögen, während unsere zynisch ohnMächtigen nach 2 Legislaturen verbrannt im Versorgungsnirvana veschwinden.<br />
Das war z.B. im Osten wirklich anders. Die Realität war weniger ästhetisch, aufgrund äusserlicher Konstanz allerdings umso weniger verwirrend.<br />
Heute ist manchmal selbst der Unsinn (der wie mitunter sogar die Sinnlosigkeit als explizit &#8220;sinntragend&#8221; bezeichnet werden kann) subtil, da es alltägliche Konstellationen gibt, in denen man gewissermassen lügen muss, um eine Wahrheit wenigstens zur Disposition stellen oder vielleicht sogar vermitteln zu können.<br />
Für wirkliche &#8220;Autorität&#8221; bedarf es auch gesellschaftlich anerkannter, wertvoller Traditionen. Mediensumpf und Bildungsplankton wissen das im vermeintlichen Multikulti-Beliebigkeitswahn gegenwärtig fast gänzlich zu verhindern. Kultur jedoch hat meiner Meinung nach genuin stets etwas mit bewusst wahrgenommenem Kult zu tun . . .</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: altautonomer</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=16188#comment-61525</link>
		<dc:creator><![CDATA[altautonomer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2012 10:23:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=16188#comment-61525</guid>
		<description><![CDATA[flavo: Im Gegensatz zur Bewegungslinken verhält sich die parlamentarische LINKE antiemanzipatorisch, weil sie den Staat &quot;erobern&quot; möchte, um Veränderungen von &quot;oben&quot; durchzusetzen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>flavo: Im Gegensatz zur Bewegungslinken verhält sich die parlamentarische LINKE antiemanzipatorisch, weil sie den Staat &#8220;erobern&#8221; möchte, um Veränderungen von &#8220;oben&#8221; durchzusetzen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flavo</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=16188#comment-61523</link>
		<dc:creator><![CDATA[flavo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2012 09:59:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=16188#comment-61523</guid>
		<description><![CDATA[Dieses Relikt unserer tierischen Abkunft geistert zweifellos in allen möglichen Varianten umher, bei den einen mehr und die besetzen es dann mit Naturhaftigkeit, bei den anderen weniger, dann wird es vielleicht pragmatisch anerkannt. 
Interessant ist das Relikt ja besonders in seinem Vollzug im Linken Spektrum der Politik. Man gebiert zwar alternative Vorstellungen von der Gesellschaft, aber der Modus der Implementierung ist dann doch wieder einer, der mit Hierarchien operiert und diese zu installieren trachtet. 
Dieses Relikt der tierischen Abkunft nistet sich erstaunlicherweise auch noch dort ein, wo es um das scheinbar Menschlichste geht: das Wissen. So dreht es uns immer wieder in hierarchische, geführte Räume des Wissens, in denen Wissen gleich wieder aufgesplittet wird in superiores und inferiores mitsamt den biopsychosozialen Materialisierungen desselben. 
Der Mitvollzug dieses Hierarchieschematas erzeugt uns immer wieder die Illusion, es reichte doch auch eine gute Führung, z.B. eine Linke. Dann rückte das gute Leben schon näher. Das kann man so wollen, nur soll man sich dann auch eingestehen, dass man nicht frei, sondern eben gut geführt werden will. 
Eine emanzipative Stoßrichtung ist für mich nur dann der Wörter wert, die sie da verwendet, wenn sie sich mit diesem Schemata auseinander setzt und von sich aus die Vermeidung solcher psychosozialer Arrangements anvisiert. Das ist in der Regel nicht der Fall, da unterscheidet sich links von rechts nicht viel. In gewisser Weise kann man die menschliche Geschichte politischer Organisation auch aus der Hierarchieperspektive sehen. Und da hüpfen wir seit langem auf dem Stand und wechseln in erstaunlich viele Kleider. Anscheinend sitzen diese Dispositionen einer tierischen Abkunft tief in uns und reaktualisieren modular sich immer wieder und wandeln sich hinter unserem Rücken zu neuen Formen der Reintegration in Hierarchien. 
Natürlich ist die soziale Organisation mit der Infragestellung der Hierarchie von Grund auf zur Disposition gestellt. Die heutige Welt im enthierarchisierten Design wird es nicht geben können. Es gäbe dann auch keine Möglichkeit mehr, psychische Energie auf Stars und Führer und allfällige andere Dinge auszulagern, denen man sich dann unterordnen kann. Wir greifen da sehr ins Leere, was freilich Angst evoziert. Das wäre alles ein mühsamer Arbeitsprozess, der in alle Lebensbereiche eingreifen würde und nicht bloß textuell von statten geht.
Ein Soziologe sprach bezüglich dieser Dispositionen u.a. zur Hierarchie von der Notwendigkeit eines sportlichen Trainings, um ihre Wirkkraft abzuschwächen. Wenn man das für einen Moment mal akzeptiert, dann muß man sich eingestehen, dass wir uns im Ausdauertraining befinden, aber das verkehrte trainieren. Es bedürfte der Entwicklung einer neuen Form der Aufklärungsarbeit.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Relikt unserer tierischen Abkunft geistert zweifellos in allen möglichen Varianten umher, bei den einen mehr und die besetzen es dann mit Naturhaftigkeit, bei den anderen weniger, dann wird es vielleicht pragmatisch anerkannt.<br />
Interessant ist das Relikt ja besonders in seinem Vollzug im Linken Spektrum der Politik. Man gebiert zwar alternative Vorstellungen von der Gesellschaft, aber der Modus der Implementierung ist dann doch wieder einer, der mit Hierarchien operiert und diese zu installieren trachtet.<br />
Dieses Relikt der tierischen Abkunft nistet sich erstaunlicherweise auch noch dort ein, wo es um das scheinbar Menschlichste geht: das Wissen. So dreht es uns immer wieder in hierarchische, geführte Räume des Wissens, in denen Wissen gleich wieder aufgesplittet wird in superiores und inferiores mitsamt den biopsychosozialen Materialisierungen desselben.<br />
Der Mitvollzug dieses Hierarchieschematas erzeugt uns immer wieder die Illusion, es reichte doch auch eine gute Führung, z.B. eine Linke. Dann rückte das gute Leben schon näher. Das kann man so wollen, nur soll man sich dann auch eingestehen, dass man nicht frei, sondern eben gut geführt werden will.<br />
Eine emanzipative Stoßrichtung ist für mich nur dann der Wörter wert, die sie da verwendet, wenn sie sich mit diesem Schemata auseinander setzt und von sich aus die Vermeidung solcher psychosozialer Arrangements anvisiert. Das ist in der Regel nicht der Fall, da unterscheidet sich links von rechts nicht viel. In gewisser Weise kann man die menschliche Geschichte politischer Organisation auch aus der Hierarchieperspektive sehen. Und da hüpfen wir seit langem auf dem Stand und wechseln in erstaunlich viele Kleider. Anscheinend sitzen diese Dispositionen einer tierischen Abkunft tief in uns und reaktualisieren modular sich immer wieder und wandeln sich hinter unserem Rücken zu neuen Formen der Reintegration in Hierarchien.<br />
Natürlich ist die soziale Organisation mit der Infragestellung der Hierarchie von Grund auf zur Disposition gestellt. Die heutige Welt im enthierarchisierten Design wird es nicht geben können. Es gäbe dann auch keine Möglichkeit mehr, psychische Energie auf Stars und Führer und allfällige andere Dinge auszulagern, denen man sich dann unterordnen kann. Wir greifen da sehr ins Leere, was freilich Angst evoziert. Das wäre alles ein mühsamer Arbeitsprozess, der in alle Lebensbereiche eingreifen würde und nicht bloß textuell von statten geht.<br />
Ein Soziologe sprach bezüglich dieser Dispositionen u.a. zur Hierarchie von der Notwendigkeit eines sportlichen Trainings, um ihre Wirkkraft abzuschwächen. Wenn man das für einen Moment mal akzeptiert, dann muß man sich eingestehen, dass wir uns im Ausdauertraining befinden, aber das verkehrte trainieren. Es bedürfte der Entwicklung einer neuen Form der Aufklärungsarbeit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SalvadorArachnor</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=16188#comment-61522</link>
		<dc:creator><![CDATA[SalvadorArachnor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2012 09:55:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=16188#comment-61522</guid>
		<description><![CDATA[@Wat #57 Klar sollte das Wissensgefälle abgebaut werden, aber das ist nur bis zu einer bestimmten Grenze möglich, die sich durch die Menge des verfügbaren und für die Ausübung bestimmter Tätigkeiten notwendigen Wissens ergibt. Du wirst Schwierigkeiten kriegen, wenn Du gleichzeitig den modernsten Stand der Mikroelektronik und Veterinärmedizin beherrschen willst.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Wat #57 Klar sollte das Wissensgefälle abgebaut werden, aber das ist nur bis zu einer bestimmten Grenze möglich, die sich durch die Menge des verfügbaren und für die Ausübung bestimmter Tätigkeiten notwendigen Wissens ergibt. Du wirst Schwierigkeiten kriegen, wenn Du gleichzeitig den modernsten Stand der Mikroelektronik und Veterinärmedizin beherrschen willst.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
