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	<title>Kommentare zu: Der &#8220;Staat&#8221; &#8211; Lösung oder Problem</title>
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	<description>Magazin für Marktberuhigung</description>
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	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14740#comment-53268</link>
		<dc:creator><![CDATA[Wat.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jul 2012 00:59:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bevor ich jetzt in die Heia düse @Bakunin ;-)

Mag schwer verständlich für Dich sein, aber die Menschen brauchen keine Organisation, sie müssen selbst eine werden - besser - sie brauchen keine Partei, sind müssen eine sein. 
(nicht die Rechtsform)
Ob sie dafür eine, viele oder keine Organsation haben, dürfte ziemlich wurscht sein.

Es ist möglich, daß sie sich in ihrem Tuen organisieren... was vor 150 Jahren ging, geht heute auch.
Wenn sie sich dazu allerdings eine Organisation schaffen (oder mehrere, wurscht) muß/ müssen diese aber eben so frei sein, wie die Gesellschaft  in die sie mal wollen - eine solche Organisation nimmt nämlich mE die erstrebte Gesellschaft in sich vorweg. Also mit demokratischem Zentralismus wäre da mal nix, um in einem Sozialismus zu landen...

Schlaf gut.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor ich jetzt in die Heia düse @Bakunin ;-)</p>
<p>Mag schwer verständlich für Dich sein, aber die Menschen brauchen keine Organisation, sie müssen selbst eine werden &#8211; besser &#8211; sie brauchen keine Partei, sind müssen eine sein.<br />
(nicht die Rechtsform)<br />
Ob sie dafür eine, viele oder keine Organsation haben, dürfte ziemlich wurscht sein.</p>
<p>Es ist möglich, daß sie sich in ihrem Tuen organisieren&#8230; was vor 150 Jahren ging, geht heute auch.<br />
Wenn sie sich dazu allerdings eine Organisation schaffen (oder mehrere, wurscht) muß/ müssen diese aber eben so frei sein, wie die Gesellschaft  in die sie mal wollen &#8211; eine solche Organisation nimmt nämlich mE die erstrebte Gesellschaft in sich vorweg. Also mit demokratischem Zentralismus wäre da mal nix, um in einem Sozialismus zu landen&#8230;</p>
<p>Schlaf gut.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bakunin</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14740#comment-53267</link>
		<dc:creator><![CDATA[Bakunin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jul 2012 00:21:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wat. meint: 
Juli 24th, 2012 at 01:14 
@flatter(194)

&quot;Nicht Du, nicht ich und auch nicht große Manitu ;-)&quot; etc.....

Ein ausführlicher, sehr guter Beitrag, besonders, weil du viel Wert auf die objektiven Gründe legst, die den einstigen Realen Soz. letzlich in eine Sackgasse führten, die zunächst nur einen einzigen &quot;Ausweg&quot; offen ließ: beschämende Rückkkehr zum Kapitalismus/Imperialismus.
Wäre es tatsächlich ein Sozialismus wirklich emanzipierter, wirklich mitlregierender (siehe Lenins &quot;Köchin&quot;!), mit-entscheidender Menschen gewesen, wie viele Eier wären dann wohl z.B. dem Großen Dicken bei seinem Einheits-Gesülze 1989 vor den Ruinen der Frauenkirche in Dresden an den Kopf geflogen?
Doch die regierenden &quot;Realen&quot; in der DDR und anderswo haben ihm und vielen anderen vermeintlichen Heilsbringern einer angeblichen &quot;Marktwirtschaft&quot; in langen Jahren ihres &quot;Aufbaus des Sozialismus&quot;, des verkündeten und in Wahrheit nur erträumten &quot;weltweiten Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus&quot;) ein dankbares Publikum herangezüchtet, sehnsüchtig nach einem Messias gierend, der alle Konsumfreuden des &quot;Westens&quot; aus der Portokasse spendiert....

Doch das ist inzwischen Geschichte.
Die Masse der Lohnabhängigen, weitgehend Besitzlosen in dieser Gesellschaft, wie kann/könnte sie sich von der geistigen Vormundschaft der herrschenden Eliten befreien, so lange diese die gesamte ökonomische Macht in ihren Händen halten, folglich auch den ganzen &quot;Überbau&quot; der Gesellschaft?
Die Masse strampelt doch einfach mit, auf ein auskömmliches Dasein hoffend, aber eben in diesen Verhältnissen, ohne jegliche Vorstellungen, dass es auch anders ginge....
Gewerkschaften und &quot;Volksparteien&quot; sind völlig korrumpiert, von den Medien ganz zu schweigen, das Internet ein beinahe öffentliches Pissoir, wo jeder seine oft armselige geistige Notdurft verrichtet, und die so genannten &quot;linken&quot; Parteien, meist alles Ansammlungen von ideologisch aufgepumpten Spinnern, Wirrköpfen, Nostalgikern, Sektenstiftern, manchmal sogar halben Psychopathen, aber bis heute kaum relevante Organisationen von Lohnabhängigen, tatsächlich mit beiden Beinen im Leben stehenden normalen Menschen, die aus diesem System wirklich bewusst(!) heraus wollen.
Daher die gegenwärtige fast schon absolute Versteinerung der bestehenden Verhältnisse, deren devote Hinnahme, alle möglichen Flickschustereien innerhalb des bestehnden System, unter weiterer Hinnahme, Akzeptanz der realen Diktatur einer winzigen, aber unheimlich reichen und mächtigen Elite.
Müsste nicht eine zukünftige Gesellschaft von wirklich emanzipierten Menschen nicht schon heute in entsprechen Organisationen oder Parteien ein wenig vorweggenommen werden?
Wäre dies schon unter den heutigen Verhältnissen möglich?

Jedenfalls brauchen wir nach allen Erfahrungen gerade des 20. Jahrhunderts keine neuen großen &quot;Manitus&quot; jeglicher Art oder &quot;Farbe&quot;! :-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wat. meint:<br />
Juli 24th, 2012 at 01:14<br />
@flatter(194)</p>
<p>&#8220;Nicht Du, nicht ich und auch nicht große Manitu ;-)&#8221; etc&#8230;..</p>
<p>Ein ausführlicher, sehr guter Beitrag, besonders, weil du viel Wert auf die objektiven Gründe legst, die den einstigen Realen Soz. letzlich in eine Sackgasse führten, die zunächst nur einen einzigen &#8220;Ausweg&#8221; offen ließ: beschämende Rückkkehr zum Kapitalismus/Imperialismus.<br />
Wäre es tatsächlich ein Sozialismus wirklich emanzipierter, wirklich mitlregierender (siehe Lenins &#8220;Köchin&#8221;!), mit-entscheidender Menschen gewesen, wie viele Eier wären dann wohl z.B. dem Großen Dicken bei seinem Einheits-Gesülze 1989 vor den Ruinen der Frauenkirche in Dresden an den Kopf geflogen?<br />
Doch die regierenden &#8220;Realen&#8221; in der DDR und anderswo haben ihm und vielen anderen vermeintlichen Heilsbringern einer angeblichen &#8220;Marktwirtschaft&#8221; in langen Jahren ihres &#8220;Aufbaus des Sozialismus&#8221;, des verkündeten und in Wahrheit nur erträumten &#8220;weltweiten Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus&#8221;) ein dankbares Publikum herangezüchtet, sehnsüchtig nach einem Messias gierend, der alle Konsumfreuden des &#8220;Westens&#8221; aus der Portokasse spendiert&#8230;.</p>
<p>Doch das ist inzwischen Geschichte.<br />
Die Masse der Lohnabhängigen, weitgehend Besitzlosen in dieser Gesellschaft, wie kann/könnte sie sich von der geistigen Vormundschaft der herrschenden Eliten befreien, so lange diese die gesamte ökonomische Macht in ihren Händen halten, folglich auch den ganzen &#8220;Überbau&#8221; der Gesellschaft?<br />
Die Masse strampelt doch einfach mit, auf ein auskömmliches Dasein hoffend, aber eben in diesen Verhältnissen, ohne jegliche Vorstellungen, dass es auch anders ginge&#8230;.<br />
Gewerkschaften und &#8220;Volksparteien&#8221; sind völlig korrumpiert, von den Medien ganz zu schweigen, das Internet ein beinahe öffentliches Pissoir, wo jeder seine oft armselige geistige Notdurft verrichtet, und die so genannten &#8220;linken&#8221; Parteien, meist alles Ansammlungen von ideologisch aufgepumpten Spinnern, Wirrköpfen, Nostalgikern, Sektenstiftern, manchmal sogar halben Psychopathen, aber bis heute kaum relevante Organisationen von Lohnabhängigen, tatsächlich mit beiden Beinen im Leben stehenden normalen Menschen, die aus diesem System wirklich bewusst(!) heraus wollen.<br />
Daher die gegenwärtige fast schon absolute Versteinerung der bestehenden Verhältnisse, deren devote Hinnahme, alle möglichen Flickschustereien innerhalb des bestehnden System, unter weiterer Hinnahme, Akzeptanz der realen Diktatur einer winzigen, aber unheimlich reichen und mächtigen Elite.<br />
Müsste nicht eine zukünftige Gesellschaft von wirklich emanzipierten Menschen nicht schon heute in entsprechen Organisationen oder Parteien ein wenig vorweggenommen werden?<br />
Wäre dies schon unter den heutigen Verhältnissen möglich?</p>
<p>Jedenfalls brauchen wir nach allen Erfahrungen gerade des 20. Jahrhunderts keine neuen großen &#8220;Manitus&#8221; jeglicher Art oder &#8220;Farbe&#8221;! :-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14740#comment-53266</link>
		<dc:creator><![CDATA[Wat.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jul 2012 23:14:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@flatter(194)

Ja, das meinte ich bisher auch so zu &#039;merken&#039;, daß Du diese Metapher nicht verstehst, liegt nicht an Dir, wollte hier aber auch keine innerlinke Schlacht schlagen, mit denen, die das eben (noch) nicht so sehen (können).

Ich komme aber eben nicht umhin mehr dazu zu sagen, als &quot;70-Jahre-Programm&quot;:

Kommunismus meinte bis zu (dem richtigen, echten) Bakunin und dann Lenin vor allen Dingen, daß sich das die arbeitenden Menschen selbst holen (müssen). Stichwort: Emanzipation von sie bestimmenden Verhältnissen. 
Letzter und auch später der Kumpel in China haben aber &#039;Zusammenbrüche&#039; bzw. Aufstände gegen Krieg und Hunger genutzt um ihre Idee von K. zu verwirklichen, also der Geschichte vorgreifen zu können und durch geschaffene Fakten, Menschen dann schon auf den richtigen Weg zu bringen.
Aus Sicht der Machtübernahme haben sie großartiges geleistet - aus Sicht der Emanzipation der Menschen von sie bestimmenden Verhältnissen, haben sie jeden auch nur sich entwickelnden Keim erstickt (ersticken müssen zugunsten des Machterhalts, mit Böswilligkeit hatte das mE nicht mal was zu tun)

Sie waren da genauso in einer Endlosschleife wie &#039;unsere&#039; Kapitalisten heute, dreist, wenn sie gewollt hätten, sie wären nicht herausgekommen, ohne daß der ganze Laden den Bach runtergeht.
Dadurch, daß sich eben nicht wirklich eine &quot;&lt;i&gt;proletarische&lt;/i&gt; Bewegung der ungeheuren Mehrzahl im Interesse der ungeheuren Mehrzahl&quot; in Bewegung gesetzt hatte, sondern (nur) eine Vorhut mit den fortschrittlichen Ideen, mußte es eine neue Herrschaft werden - die Menschen in ihrer großen Mehrheit wollten ja was anderes oder einfach nur nix.

Sie (die wenigen schon fortschrittlichen Kräfte) hatten gar keine andere Wahl, als es unter diesen Bedingungen zentralistisch zu organisieren, aber genau das hinderte auch wieder die Möglichkeit, daß sich da Menschen mehr tatsächliche Bestimmung holen - Du kannst aus so einem Zentralverwaltungsgebilde nicht mal eben was heraus lösen, ohne daß Dir der ganze Laden um die Ohren fliegt.
So eine Übergabe von Teilen an die Bevölkerung geht aber auch nicht mal eben, wer schätzt denn da ein, ob sie (die bisherige nicht fortschrittliche Mehrheit) das schon können oder wollen?
Menschen wollen nämlich wenn, blöderweise immer gerade das, was elementar aber noch von den anderen bestimmt werden muß...  oder es wäre so ein Schnulli, daß sies auch gar nicht brauchen.... bis in alle Ewigkeit.

Ich weiß, daß Du weißt, daß Kommunismus und Staat ein Widerspruch in sich sind. Jedenfalls hast Du so was mal vor Monaten geschrieben...

Kommunismus und als meinetwegen Unterstufe Sozialismus ist schon das Brechen mit der alten Reproduktion. Was Du dann noch mitnimmst, kann jede Menge sein, aber die Arbeitsorganisation (Edit: Reproduktionsorganisation in der die Arbeiter die nicht bestimmenden Menschen sind) ist es definitiv nicht.

Es gibt kein Konzept, was Sozialismus und Kommunismus umsetzen kann, kann es auch nicht geben - weil Sozialismus mit sich emanzipierenden Menschen schon anfängt und die machen sich von dem Moment an ihre Konzepte immer wieder selber - keine Minute früher und nicht anders, als sie dann meinen, daß sie so oder so leben wollen.

Das kann sich km von dem unterscheiden, was ich mir so heute als praktikable und plausible vorstelle - einzig zählt, sie wollen sich einigen und sie finden eine Möglichkeit sich zu einigen. 
Ansonsten bleiben sie in der Dauerschleife Kapitalismus - Staatssozialismus und das ganze Retour.

Sie müssen sich aus den Verhältnissen selbst &#039;frei schwimmen&#039;, auf diesem Weg machen sie dann irgendwann Revolution, aber dadurch, daß sie die einzigen sind, die das tatsächlich entscheiden können, wann der richtige Zeitpunkt ist, sind sie auch die einzigen (die große bewegte Mehrheit), die dann entscheiden, was sie wie haben wollen...

Nicht Du, nicht ich und auch nicht große Manitu ;-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@flatter(194)</p>
<p>Ja, das meinte ich bisher auch so zu &#8216;merken&#8217;, daß Du diese Metapher nicht verstehst, liegt nicht an Dir, wollte hier aber auch keine innerlinke Schlacht schlagen, mit denen, die das eben (noch) nicht so sehen (können).</p>
<p>Ich komme aber eben nicht umhin mehr dazu zu sagen, als &#8220;70-Jahre-Programm&#8221;:</p>
<p>Kommunismus meinte bis zu (dem richtigen, echten) Bakunin und dann Lenin vor allen Dingen, daß sich das die arbeitenden Menschen selbst holen (müssen). Stichwort: Emanzipation von sie bestimmenden Verhältnissen.<br />
Letzter und auch später der Kumpel in China haben aber &#8216;Zusammenbrüche&#8217; bzw. Aufstände gegen Krieg und Hunger genutzt um ihre Idee von K. zu verwirklichen, also der Geschichte vorgreifen zu können und durch geschaffene Fakten, Menschen dann schon auf den richtigen Weg zu bringen.<br />
Aus Sicht der Machtübernahme haben sie großartiges geleistet &#8211; aus Sicht der Emanzipation der Menschen von sie bestimmenden Verhältnissen, haben sie jeden auch nur sich entwickelnden Keim erstickt (ersticken müssen zugunsten des Machterhalts, mit Böswilligkeit hatte das mE nicht mal was zu tun)</p>
<p>Sie waren da genauso in einer Endlosschleife wie &#8216;unsere&#8217; Kapitalisten heute, dreist, wenn sie gewollt hätten, sie wären nicht herausgekommen, ohne daß der ganze Laden den Bach runtergeht.<br />
Dadurch, daß sich eben nicht wirklich eine &#8220;<i>proletarische</i> Bewegung der ungeheuren Mehrzahl im Interesse der ungeheuren Mehrzahl&#8221; in Bewegung gesetzt hatte, sondern (nur) eine Vorhut mit den fortschrittlichen Ideen, mußte es eine neue Herrschaft werden &#8211; die Menschen in ihrer großen Mehrheit wollten ja was anderes oder einfach nur nix.</p>
<p>Sie (die wenigen schon fortschrittlichen Kräfte) hatten gar keine andere Wahl, als es unter diesen Bedingungen zentralistisch zu organisieren, aber genau das hinderte auch wieder die Möglichkeit, daß sich da Menschen mehr tatsächliche Bestimmung holen &#8211; Du kannst aus so einem Zentralverwaltungsgebilde nicht mal eben was heraus lösen, ohne daß Dir der ganze Laden um die Ohren fliegt.<br />
So eine Übergabe von Teilen an die Bevölkerung geht aber auch nicht mal eben, wer schätzt denn da ein, ob sie (die bisherige nicht fortschrittliche Mehrheit) das schon können oder wollen?<br />
Menschen wollen nämlich wenn, blöderweise immer gerade das, was elementar aber noch von den anderen bestimmt werden muß&#8230;  oder es wäre so ein Schnulli, daß sies auch gar nicht brauchen&#8230;. bis in alle Ewigkeit.</p>
<p>Ich weiß, daß Du weißt, daß Kommunismus und Staat ein Widerspruch in sich sind. Jedenfalls hast Du so was mal vor Monaten geschrieben&#8230;</p>
<p>Kommunismus und als meinetwegen Unterstufe Sozialismus ist schon das Brechen mit der alten Reproduktion. Was Du dann noch mitnimmst, kann jede Menge sein, aber die Arbeitsorganisation (Edit: Reproduktionsorganisation in der die Arbeiter die nicht bestimmenden Menschen sind) ist es definitiv nicht.</p>
<p>Es gibt kein Konzept, was Sozialismus und Kommunismus umsetzen kann, kann es auch nicht geben &#8211; weil Sozialismus mit sich emanzipierenden Menschen schon anfängt und die machen sich von dem Moment an ihre Konzepte immer wieder selber &#8211; keine Minute früher und nicht anders, als sie dann meinen, daß sie so oder so leben wollen.</p>
<p>Das kann sich km von dem unterscheiden, was ich mir so heute als praktikable und plausible vorstelle &#8211; einzig zählt, sie wollen sich einigen und sie finden eine Möglichkeit sich zu einigen.<br />
Ansonsten bleiben sie in der Dauerschleife Kapitalismus &#8211; Staatssozialismus und das ganze Retour.</p>
<p>Sie müssen sich aus den Verhältnissen selbst &#8216;frei schwimmen&#8217;, auf diesem Weg machen sie dann irgendwann Revolution, aber dadurch, daß sie die einzigen sind, die das tatsächlich entscheiden können, wann der richtige Zeitpunkt ist, sind sie auch die einzigen (die große bewegte Mehrheit), die dann entscheiden, was sie wie haben wollen&#8230;</p>
<p>Nicht Du, nicht ich und auch nicht große Manitu ;-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14740#comment-53265</link>
		<dc:creator><![CDATA[flatter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jul 2012 22:24:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich verstehe dein 70-Jahre Programm nicht. Der Kommunismus meinte ja gerade &#039;subsidiär&#039; sein zu wollen und wurde zentralistisch. Die haben aber genau wie anderen vergessen, die Kontrolle zu kontrollieren. Ich kenne kein Konzept, das das je umgesetzt hat.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich verstehe dein 70-Jahre Programm nicht. Der Kommunismus meinte ja gerade &#8216;subsidiär&#8217; sein zu wollen und wurde zentralistisch. Die haben aber genau wie anderen vergessen, die Kontrolle zu kontrollieren. Ich kenne kein Konzept, das das je umgesetzt hat.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Amike</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14740#comment-53264</link>
		<dc:creator><![CDATA[Amike]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jul 2012 22:24:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ Wat: In all den Punkten komm ich mit dir auch gerne und problemlos überein.

Ist doch seltsam. An irgendeinem Punkt stellen wir fest, dass wir auseinandergehen. Sobald wir dann aber suchen, wo konkret unsere Wege in unterschiedliche Richtungen führen, wird&#039;s schwammig. Entweder ich hab nen blinden Fleck, oder es liegt an der Unschärferelation. Oder an der Uhrzeit. Ich glaub, ich geh ins Bett.

Schlaf gut, liebe Wat und träum schön von Ciabatta ;)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Wat: In all den Punkten komm ich mit dir auch gerne und problemlos überein.</p>
<p>Ist doch seltsam. An irgendeinem Punkt stellen wir fest, dass wir auseinandergehen. Sobald wir dann aber suchen, wo konkret unsere Wege in unterschiedliche Richtungen führen, wird&#8217;s schwammig. Entweder ich hab nen blinden Fleck, oder es liegt an der Unschärferelation. Oder an der Uhrzeit. Ich glaub, ich geh ins Bett.</p>
<p>Schlaf gut, liebe Wat und träum schön von Ciabatta ;)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14740#comment-53263</link>
		<dc:creator><![CDATA[Wat.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jul 2012 22:09:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=14740#comment-53263</guid>
		<description><![CDATA[@Amike

Nichts ist unmöglich... nee, nicht (Auto).

Ich hatte ja selbst geschrieben und bin auch davon überzeugt, daß es Bedingungen gibt, die einen Staat unabdingbar einfordern. Da rüttel ich nicht dran, da stimme ich dann auch mit Euch insofern überein, daß ihr meint, einen Staat zu brauchen.
... mal eben so ohne Staat auskommen,  iss nich
... und mit Staat Bedingungen schaffen wollen, daß dieser sich dann selbst von alleine mal erübrigt, iss (leider) auch nicht - das wäre wieder das 70-Jahre Programm mit dem sich darin entwickelnden Gesinnungsstaat.

Was wir hier ja schon mehrmals angesprochen haben, ist, daß hier zuallerst mal die Entscheidungsstrukturen umgekehrt werden müßten - von Kommune über Land zu Bund zu Europa...
Aber wenn das sich die Menschen nicht selbst so einfordern, ich denke, dann wird auch das nichts und verkrustet ruckzuck zu der alten Sauce, die da von (Europa) und Bund über Land zur Kommune nur noch geschriebene Reste über läßt...

Solchen Gedankenansätzen muß immer schon so was wie Leben innewohnen, so einhauchen, wenn das noch gar keiner will, würde nicht angenommen. Wenigstens als Phantasie &quot;wäre ja schön wenn&quot; sollte das mal schon rumkrepeln. Edit: denke ich.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Amike</p>
<p>Nichts ist unmöglich&#8230; nee, nicht (Auto).</p>
<p>Ich hatte ja selbst geschrieben und bin auch davon überzeugt, daß es Bedingungen gibt, die einen Staat unabdingbar einfordern. Da rüttel ich nicht dran, da stimme ich dann auch mit Euch insofern überein, daß ihr meint, einen Staat zu brauchen.<br />
&#8230; mal eben so ohne Staat auskommen,  iss nich<br />
&#8230; und mit Staat Bedingungen schaffen wollen, daß dieser sich dann selbst von alleine mal erübrigt, iss (leider) auch nicht &#8211; das wäre wieder das 70-Jahre Programm mit dem sich darin entwickelnden Gesinnungsstaat.</p>
<p>Was wir hier ja schon mehrmals angesprochen haben, ist, daß hier zuallerst mal die Entscheidungsstrukturen umgekehrt werden müßten &#8211; von Kommune über Land zu Bund zu Europa&#8230;<br />
Aber wenn das sich die Menschen nicht selbst so einfordern, ich denke, dann wird auch das nichts und verkrustet ruckzuck zu der alten Sauce, die da von (Europa) und Bund über Land zur Kommune nur noch geschriebene Reste über läßt&#8230;</p>
<p>Solchen Gedankenansätzen muß immer schon so was wie Leben innewohnen, so einhauchen, wenn das noch gar keiner will, würde nicht angenommen. Wenigstens als Phantasie &#8220;wäre ja schön wenn&#8221; sollte das mal schon rumkrepeln. Edit: denke ich.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Amike</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14740#comment-53262</link>
		<dc:creator><![CDATA[Amike]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jul 2012 21:50:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=14740#comment-53262</guid>
		<description><![CDATA[Gedanken schärfen ist gut, danach ist mir zur Zeit auch.

Und Beileid der Familie wegen ist übertrieben. Ich bin ja froh, dass ich eine hab. Um mal die Überleitung zum Staat zu schaffen: auch wenn ich das soziale Konstrukt in seiner aktuellen Verfasstheit getrost als beschissen bezeichnen kann, reicht meine Vorstellungskraft dafür, dass ich sehe, dass eine Existenz ohne das Konstrukt sehr viel schlimmer sein könnte und wohl auch wäre. Wenn ich Glück habe, finde ich allerdings (gemeinsam mit anderen) einen Weg, irgendwann in einem (für alle Beteiligten) besseren, funktionaleren Konstrukt leben zu können. Und soziales Konstrukt kann hier sowohl Familie als auch Staat meinen.

Du siehst also, ich muss mich in dem Punkt auf flatters Seite schlagen, in meinen Augen geht nix ohne Staat (der Begriff aber offen gedacht) oder Familie (auch der Begriff offen gedacht). Vielleicht fehlt mir aber auch nur die Phantasie, dir da in eine Utopie zu folgen, die gänzlich ohne Staatsgebilde auskommt. Ich habe in den letzten Tagen einige Zeit mit Menschen verbracht, mit denen ich definitiv in diesem Leben keinen Konsens darüber finden würde, wie Zusammenleben gestaltet werden könnte. Nichtmal annähernd. Und ich bin auch wirklich dankbar dafür, Angelegenheiten, die mich existentiell betreffen, nicht mit diesen Menschen aushandeln zu müssen und wünsche auch niemandem sonst, dass er das muss. Müssten wir aber alle, wenn wir dein (in meinen Augen sehr unkonkretes) &quot;Modell&quot; übernehmen. Andererseits hab ich sonst immer den Eindruck, dass wir sonst arg nah beieinanderliegen, deshalb wundert mich die krasse Divergenz an dem Punkt. Aber wir waren uns ja immerhin schonmal einig, dass so ein &quot;Dingens&quot; Arbeit erfordert, vielleicht kommen wir mit Arbeit allerseits doch noch auf einen gemeinsamen grünen Zweig.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gedanken schärfen ist gut, danach ist mir zur Zeit auch.</p>
<p>Und Beileid der Familie wegen ist übertrieben. Ich bin ja froh, dass ich eine hab. Um mal die Überleitung zum Staat zu schaffen: auch wenn ich das soziale Konstrukt in seiner aktuellen Verfasstheit getrost als beschissen bezeichnen kann, reicht meine Vorstellungskraft dafür, dass ich sehe, dass eine Existenz ohne das Konstrukt sehr viel schlimmer sein könnte und wohl auch wäre. Wenn ich Glück habe, finde ich allerdings (gemeinsam mit anderen) einen Weg, irgendwann in einem (für alle Beteiligten) besseren, funktionaleren Konstrukt leben zu können. Und soziales Konstrukt kann hier sowohl Familie als auch Staat meinen.</p>
<p>Du siehst also, ich muss mich in dem Punkt auf flatters Seite schlagen, in meinen Augen geht nix ohne Staat (der Begriff aber offen gedacht) oder Familie (auch der Begriff offen gedacht). Vielleicht fehlt mir aber auch nur die Phantasie, dir da in eine Utopie zu folgen, die gänzlich ohne Staatsgebilde auskommt. Ich habe in den letzten Tagen einige Zeit mit Menschen verbracht, mit denen ich definitiv in diesem Leben keinen Konsens darüber finden würde, wie Zusammenleben gestaltet werden könnte. Nichtmal annähernd. Und ich bin auch wirklich dankbar dafür, Angelegenheiten, die mich existentiell betreffen, nicht mit diesen Menschen aushandeln zu müssen und wünsche auch niemandem sonst, dass er das muss. Müssten wir aber alle, wenn wir dein (in meinen Augen sehr unkonkretes) &#8220;Modell&#8221; übernehmen. Andererseits hab ich sonst immer den Eindruck, dass wir sonst arg nah beieinanderliegen, deshalb wundert mich die krasse Divergenz an dem Punkt. Aber wir waren uns ja immerhin schonmal einig, dass so ein &#8220;Dingens&#8221; Arbeit erfordert, vielleicht kommen wir mit Arbeit allerseits doch noch auf einen gemeinsamen grünen Zweig.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14740#comment-53258</link>
		<dc:creator><![CDATA[Wat.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jul 2012 21:34:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=14740#comment-53258</guid>
		<description><![CDATA[Mein Beileid...

Ich tröste mich einstweilen damit, daß die Arbeit an so einem Dingens die Gedanken schärfen.^^]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Beileid&#8230;</p>
<p>Ich tröste mich einstweilen damit, daß die Arbeit an so einem Dingens die Gedanken schärfen.^^</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Amike</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14740#comment-53256</link>
		<dc:creator><![CDATA[Amike]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jul 2012 21:25:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=14740#comment-53256</guid>
		<description><![CDATA[@ Wat: Ich hab alles gelesen. War so eine Art Balsam auf meine Wunden, ich durfte einem mehrtägigen absurden Theaterstück beiwohnen. Es heißt &quot;Besuch bei der Familie&quot; und der gedruckten Version ist vermutlich ein bekanntes Nietzschezitat über einen Abgrund vorangestellt ^^

Naja, dass die meisten Verfassungs- und Staatsrechtler da nicht viel taugen, ist mir schon klar. Gibt ja evtl. auch Ausnahmen. Vllt würde sich einer ja schon dadurch qualifizieren, sich überhaupt mit solch &quot;linken Spinnereien&quot; abzugeben. So eine &quot;wasserdichte&quot; Verfassung zu entwerfen ist ja nun keine leichte Aufgabe, da wäre Sachverstand (wenn er nicht gleich mit der Gesinnungskeule kommt) doch nicht zu verachten.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Wat: Ich hab alles gelesen. War so eine Art Balsam auf meine Wunden, ich durfte einem mehrtägigen absurden Theaterstück beiwohnen. Es heißt &#8220;Besuch bei der Familie&#8221; und der gedruckten Version ist vermutlich ein bekanntes Nietzschezitat über einen Abgrund vorangestellt ^^</p>
<p>Naja, dass die meisten Verfassungs- und Staatsrechtler da nicht viel taugen, ist mir schon klar. Gibt ja evtl. auch Ausnahmen. Vllt würde sich einer ja schon dadurch qualifizieren, sich überhaupt mit solch &#8220;linken Spinnereien&#8221; abzugeben. So eine &#8220;wasserdichte&#8221; Verfassung zu entwerfen ist ja nun keine leichte Aufgabe, da wäre Sachverstand (wenn er nicht gleich mit der Gesinnungskeule kommt) doch nicht zu verachten.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Amike</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14740#comment-53255</link>
		<dc:creator><![CDATA[Amike]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jul 2012 21:21:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ flatter: Nana, sei mal nicht bange, die Wat hat genausoviel Angst vor dir wie du vor ihr :P

Ich bin ja ohnehin beeindruckt von dem Vorhaben. Und dann noch mit Präambel! 

Ab und zu überlege ich ja schon, dass es sich wohl genau so anfühlt, wahnsinnig zu werden oder in eine Sekte zu geraten. Aber mit der Plausibilität haste echt nen Punkt. Der Rest der Welt hängt da ziemlich hinterher. Sollte sich mal mehr anstrengen, die Welt, bald kann sie nicht mehr mithalten.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ flatter: Nana, sei mal nicht bange, die Wat hat genausoviel Angst vor dir wie du vor ihr :P</p>
<p>Ich bin ja ohnehin beeindruckt von dem Vorhaben. Und dann noch mit Präambel! </p>
<p>Ab und zu überlege ich ja schon, dass es sich wohl genau so anfühlt, wahnsinnig zu werden oder in eine Sekte zu geraten. Aber mit der Plausibilität haste echt nen Punkt. Der Rest der Welt hängt da ziemlich hinterher. Sollte sich mal mehr anstrengen, die Welt, bald kann sie nicht mehr mithalten.</p>
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	</item>
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