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	<title>Kommentare zu: Das Sparen der Breitmaulfrösche</title>
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	<description>Magazin für Marktberuhigung</description>
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		<title>Von: R@iner</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14272#comment-49902</link>
		<dc:creator><![CDATA[R@iner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jun 2012 10:10:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Reinplatzer: Das gefällt mir sehr, was Du schreibst. Neulich bekam ich wieder dieses &quot;Man kann ja doch nichts ändern&quot; entgegengehalten.
Ich habe keine Lust mehr, mich mit Leuten zu unterhalten, die ihre Selbstverleugnung zum Programm für alle erklären und das Lügengebäude womöglich bis zu ihrem Tod verteidigen werden.
Wenn doch wenigstens ein einziges Mal ein &quot;Ja, ich spüre auch, daß vieles falsch ist&quot; kommen würde.
Mit &quot;unserer&quot; hier rational getriebenen &quot;Aufklärerei&quot; operieren wir vielleicht auf der falschen Ebene.
Vor allem bestätigen wir ja auch uns selbst darin, daß es auch andere gibt, die Zweifel anmelden.
Aber draußen gibt es alle Sinne berührende Kunst und Musik. Nur kann man eben niemanden zwingen, einen Schritt aus dem Einheitslügenbrei zu machen und sich wenigstens ein Mal etwas neuem und unbekannten auszusetzen, das die Grenzen der eigenen Welt übersteigt und die realitätsbildenden Vorurteile an die man sich klammert zum einstürzen bringen könnte.
Wo käme man da auch hin...Vielleicht ist des Teufels Küche ein schöner Ort der Lebensfreude. Wer weiß? :-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Reinplatzer: Das gefällt mir sehr, was Du schreibst. Neulich bekam ich wieder dieses &#8220;Man kann ja doch nichts ändern&#8221; entgegengehalten.<br />
Ich habe keine Lust mehr, mich mit Leuten zu unterhalten, die ihre Selbstverleugnung zum Programm für alle erklären und das Lügengebäude womöglich bis zu ihrem Tod verteidigen werden.<br />
Wenn doch wenigstens ein einziges Mal ein &#8220;Ja, ich spüre auch, daß vieles falsch ist&#8221; kommen würde.<br />
Mit &#8220;unserer&#8221; hier rational getriebenen &#8220;Aufklärerei&#8221; operieren wir vielleicht auf der falschen Ebene.<br />
Vor allem bestätigen wir ja auch uns selbst darin, daß es auch andere gibt, die Zweifel anmelden.<br />
Aber draußen gibt es alle Sinne berührende Kunst und Musik. Nur kann man eben niemanden zwingen, einen Schritt aus dem Einheitslügenbrei zu machen und sich wenigstens ein Mal etwas neuem und unbekannten auszusetzen, das die Grenzen der eigenen Welt übersteigt und die realitätsbildenden Vorurteile an die man sich klammert zum einstürzen bringen könnte.<br />
Wo käme man da auch hin&#8230;Vielleicht ist des Teufels Küche ein schöner Ort der Lebensfreude. Wer weiß? :-)</p>
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	</item>
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		<title>Von: Reinplatzer</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14272#comment-49900</link>
		<dc:creator><![CDATA[Reinplatzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jun 2012 09:50:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@oblomow.

Deine Anekdote, dein Gespräch mit &#039;Angekommenen&#039;, bzw. denen, die es sich hier wohlig eingerichtet haben und wollen dass alles so bleibt, kenne ich auch. Auch ich musste mir schon den Stalinisten um die Ohren hauen lassen; die meisten geben sich sogar nicht mal mehr die Mühe darauf zu reagieren, wechseln zu einem Schönwetterthema oder drehen sich einfach weg - ignorieren die Tatsachen.

Mit Interesse verfolge ich derzeit auch &lt;a href=&quot;https://klausbaum.wordpress.com/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Klaus Baums&lt;/a&gt; Notizen zur documenta, gestern fiel mir dazu noch ein Zitat beim Einschlafen ein ;-): &quot;Ach, was ist das für eine Frage, ob die moderne Kunst gemanagt sei; als ob nicht hinter der Hotelbildmalerei die kompakte Majorität, das establishment und seine gesamte Apparatur stünden&quot;, als ob nicht diese Kultur - diese verwaltete Welt - alles in ihren Bann zu schlagen imstande sei, meint Adorno. Und weiter: &quot;Als ob nicht die Hotelbildmaler wüßten, daß schon in der liberalen Gesellschaft die Künstler und sogar die Hotelbildmaler der Kunsthändler bedurften, wenn sie nicht verhungern wollten.&quot; (Adorno, GS 10.1, S. 333f)

Was Adorno erwähnt, ist ja mitnichten ein Zustand nur unter Künstlern. Es ist der bestehende Zustand aller. Die Angst vorm Verhungern, die der Kapitalismus als reale Drohung über uns hängt, bringt noch jeden auf Spur, der nicht spurt; der also dem kapitalistischen Produktionsverhältnis sich nicht unterwirft. Denn, wenn wir auch unter 200 verschiedenen Joghurtsorten wählen dürfen, die Freiheit das Produktionsverhältnis zu wählen, ist untersagt. Durch dieses Nadelöhr muss passen, wer hier nicht verhungern will. Und von dieser optionslos auferlegten - systemimmanenten - Angst getrieben, scheint es sogar verständlich, wer seine Ideale irgendwann über Bord wirft: Er gibt der Existenzangst nach und verleugnet sie auf je unterschiedliche Weise vor sich und der Welt.

Das ist die Verlogenheit, die alle verteidigen; am meisten die, die einst vorgaben, sie aufzubrechen. Das wird ihnen gewahr, je enger nun das Nadelöhr wird, d.h. je gegenwärtiger die Krise ihnen die längst verdrängte Angst wieder zum Vorschein treten lässt. Früher oder später haben sie/ wir all die Selbstverlogenheit unseres Lebens im Kapitalismus einzugestehen. - Gewiss auch die Grünen mit ihren verstaubten Ton-Steine-Scherben-Platten im Schrank - und sie wissen das!

Ich wünschte mir, das Eingeständnis der Selbstverleugnung wäre so einfach möglich. Es reichte ein: &quot;Wir haben uns verrannt, wir alle müssen uns korrigieren.&quot; Auch wenn das noch keine Lösung beinhaltet, aber es wäre ein erster Schritt, der uns am Ende wohl viel Leid ersparen könnte.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@oblomow.</p>
<p>Deine Anekdote, dein Gespräch mit &#8216;Angekommenen&#8217;, bzw. denen, die es sich hier wohlig eingerichtet haben und wollen dass alles so bleibt, kenne ich auch. Auch ich musste mir schon den Stalinisten um die Ohren hauen lassen; die meisten geben sich sogar nicht mal mehr die Mühe darauf zu reagieren, wechseln zu einem Schönwetterthema oder drehen sich einfach weg &#8211; ignorieren die Tatsachen.</p>
<p>Mit Interesse verfolge ich derzeit auch <a href="https://klausbaum.wordpress.com/" rel="nofollow">Klaus Baums</a> Notizen zur documenta, gestern fiel mir dazu noch ein Zitat beim Einschlafen ein ;-): &#8220;Ach, was ist das für eine Frage, ob die moderne Kunst gemanagt sei; als ob nicht hinter der Hotelbildmalerei die kompakte Majorität, das establishment und seine gesamte Apparatur stünden&#8221;, als ob nicht diese Kultur &#8211; diese verwaltete Welt &#8211; alles in ihren Bann zu schlagen imstande sei, meint Adorno. Und weiter: &#8220;Als ob nicht die Hotelbildmaler wüßten, daß schon in der liberalen Gesellschaft die Künstler und sogar die Hotelbildmaler der Kunsthändler bedurften, wenn sie nicht verhungern wollten.&#8221; (Adorno, GS 10.1, S. 333f)</p>
<p>Was Adorno erwähnt, ist ja mitnichten ein Zustand nur unter Künstlern. Es ist der bestehende Zustand aller. Die Angst vorm Verhungern, die der Kapitalismus als reale Drohung über uns hängt, bringt noch jeden auf Spur, der nicht spurt; der also dem kapitalistischen Produktionsverhältnis sich nicht unterwirft. Denn, wenn wir auch unter 200 verschiedenen Joghurtsorten wählen dürfen, die Freiheit das Produktionsverhältnis zu wählen, ist untersagt. Durch dieses Nadelöhr muss passen, wer hier nicht verhungern will. Und von dieser optionslos auferlegten &#8211; systemimmanenten &#8211; Angst getrieben, scheint es sogar verständlich, wer seine Ideale irgendwann über Bord wirft: Er gibt der Existenzangst nach und verleugnet sie auf je unterschiedliche Weise vor sich und der Welt.</p>
<p>Das ist die Verlogenheit, die alle verteidigen; am meisten die, die einst vorgaben, sie aufzubrechen. Das wird ihnen gewahr, je enger nun das Nadelöhr wird, d.h. je gegenwärtiger die Krise ihnen die längst verdrängte Angst wieder zum Vorschein treten lässt. Früher oder später haben sie/ wir all die Selbstverlogenheit unseres Lebens im Kapitalismus einzugestehen. &#8211; Gewiss auch die Grünen mit ihren verstaubten Ton-Steine-Scherben-Platten im Schrank &#8211; und sie wissen das!</p>
<p>Ich wünschte mir, das Eingeständnis der Selbstverleugnung wäre so einfach möglich. Es reichte ein: &#8220;Wir haben uns verrannt, wir alle müssen uns korrigieren.&#8221; Auch wenn das noch keine Lösung beinhaltet, aber es wäre ein erster Schritt, der uns am Ende wohl viel Leid ersparen könnte.</p>
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	<item>
		<title>Von: R@iner</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14272#comment-49884</link>
		<dc:creator><![CDATA[R@iner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jun 2012 06:44:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@oblomov: Kommt mir sehr bekannt vor. Mein Beileid.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@oblomov: Kommt mir sehr bekannt vor. Mein Beileid.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: R@iner</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14272#comment-49883</link>
		<dc:creator><![CDATA[R@iner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jun 2012 06:20:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Peinhart: Ich wußte irgendwie, Du würdest diesen Text meinen. Die Dame spricht auch für mich exakt das aus, was ich mir in den letzten Jahren zusammengepuzzelt habe.
Um jemand fragenden eine wie ich finde leicht leserliche Beschreibung der ablaufenden Vorgänge zu geben, halte ich den Artikel/das Interview für außerordentlich empfehlenswert und tausend Mal besser als alles, was hierzulande in den Zeitungen steht und stand.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Peinhart: Ich wußte irgendwie, Du würdest diesen Text meinen. Die Dame spricht auch für mich exakt das aus, was ich mir in den letzten Jahren zusammengepuzzelt habe.<br />
Um jemand fragenden eine wie ich finde leicht leserliche Beschreibung der ablaufenden Vorgänge zu geben, halte ich den Artikel/das Interview für außerordentlich empfehlenswert und tausend Mal besser als alles, was hierzulande in den Zeitungen steht und stand.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14272#comment-49880</link>
		<dc:creator><![CDATA[Peinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jun 2012 03:47:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hier noch mal der verunglückte &lt;a href=&quot;https://www.heise.de/tp/artikel/37/37083/1.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Link aus #149&lt;/a&gt; zu Plänen und Breitmaulfröschen... oblomow hat im letzten Absatz schon daraus zitiert, und ich kann dem Fazit der alten Dame nur &#039;vollumfänglich&#039; zustimmen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier noch mal der verunglückte <a href="https://www.heise.de/tp/artikel/37/37083/1.html" rel="nofollow">Link aus #149</a> zu Plänen und Breitmaulfröschen&#8230; oblomow hat im letzten Absatz schon daraus zitiert, und ich kann dem Fazit der alten Dame nur &#8216;vollumfänglich&#8217; zustimmen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: oblomow</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14272#comment-49872</link>
		<dc:creator><![CDATA[oblomow]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2012 22:12:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@reinplatzer (8.) stalinismus,wenn auch etwas späte reaktion

Das mit dem stalinismus passt schon, musste ich mir das erste mal vor zwei jahren auf einer feier genau so anhören, bei der auch über politik usw diskutiert wurde. Meine highlights:

Ich: die offiziellen arbeitslosenzahlen sind manipuliert - mit daten und beispielen unterfüttert, hartz iv entwürdigend - dito.  Antwort: das haben ja nicht mal die nazis geschafft (manipulation der al-zahlen) und die arbeitsmarkt- und rentenreform war notwendig, studiengebühren sind gut, kann doch keiner mehr den sozialstaat bezahlen. (nur auf die schwersubventionierung der eigenen bildungsbürgerlichen repräsentierhochkultur mag man nicht verzichten)

Ich: vielleicht hilft da doch nur noch eine revolution (wie man so zu vorgerückter stunde schonmal redet, wenn auch noch alkohol genossen wird), auch wenn der ausgang ungewiss und unkalkulierbar ist und chaos und gewalt gewiss sind.  An reformen mag ich nicht mehr glauben. Antwort: Nein, das führt doch nur zu stalinismus. Und aktuell leben wir doch im freiheitlichsten system ever, da muss man doch nichts ändern, ist doch alles besser als zu zeiten des „deutschen herbstes“, beste aller welten jetzt quasi.  Junge, junge, da wird man sprachlos. 

Das hört man sich dann von neoliberal gewendeten ex-linken an, noch schlimmer, von leuten, von denen man solche äußerungen nie erwartet hätte und noch schlimmer, die sich immer noch für links halten, weil sie ja grüne sind oder wählen, aber auch offen für eine koalition mit der cdu. Tja, wes brot ich ess, des lied ich sing, und für diese ex-linken gefälliger übersetzt:  euer „erworbenes“ materielles haben und gesellschaftliches sein bestimmt euer bewusstsein, denken und handeln, das ihr eben nicht mehr reflektiert. Und auch nicht mehr reflektieren wollt. Die seiten wurden gewechselt, ohne  sich das dann auch einzugestehen.

Ja, man hat sich eingerichtet, man ist angekommen und möchte, dass alles so bleibt wie es ist - besonders der eigene wohlig eingerichtete platz  (nein, kein neid, wohlig habe ich es auch), was interessieren da noch die linken ansichten aus einer zeit, als man noch nicht so weit vorangekommen war, wenig bis nichts zu verlieren hatte und linkssein in war. 

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Mitgefühl, Solidarität, Soziale Gerechtigkeit - pfhhh, drauf geschissen auf so´n alten (sozial)romantischen schnokus. Was zählt ist status, habitus und gezählt wird  geld  - und irgendwo im regal stehen dann noch Ton Steine Scherben - und was mochte man doch mal diese textzeile: und ich sah niemanden, der geld zählte. Ja und kabarettisten vom schlage Pispers und Schramm mag man auch –  hofnarren muss man einfach mögen, dass diese „hofnarren“ es bitterernst meinen, wird ignoriert. 

Diese „linken“ bildungsbürger sind für mich  Strangelove-Linke: How We Learned to Stop Worrying and Love Capitalism. Tatsächlich aber ist auch für die strangelove-linken der traum vom richtig feinen leben in einer falschen und verlogenen kapitalistischen welt aus, sie ahnen das und  verschließen doch die augen vor dieser realität. No way out.

@testosteron 
Was nach dem großen kladderadatsch kommt - was auch immer dieser sein mag -,  weiß keiner, ich fürchte nur: nichts gutes. 

@lazarus zum leichter gehen mit leerem kopf  fällt mir noch dieser hier aus „kottan ermittelt – rien ne va plus“ ein :
„Wissen´s was a vakuum is?“ -  „Moment, I hobs im kopf aber mir fallts grad net ein.“

Aktuell zu empfehlen: interview mit der baskischen wirtschaftswissenschaftlerin Miren Etxezarreta  bei telepolis. Zitat:

Miren Etxezarreta: In diesem Kapitalismus eine alternative Politik vorzuschlagen ist natürlich so, wie einen Wunschzettel ans Christkind zu schreiben. Obwohl es innerhalb dieses Systems keine definitive Lösung für diese Probleme geben kann, könnten andere Schritte gegangen werden.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@reinplatzer (8.) stalinismus,wenn auch etwas späte reaktion</p>
<p>Das mit dem stalinismus passt schon, musste ich mir das erste mal vor zwei jahren auf einer feier genau so anhören, bei der auch über politik usw diskutiert wurde. Meine highlights:</p>
<p>Ich: die offiziellen arbeitslosenzahlen sind manipuliert &#8211; mit daten und beispielen unterfüttert, hartz iv entwürdigend &#8211; dito.  Antwort: das haben ja nicht mal die nazis geschafft (manipulation der al-zahlen) und die arbeitsmarkt- und rentenreform war notwendig, studiengebühren sind gut, kann doch keiner mehr den sozialstaat bezahlen. (nur auf die schwersubventionierung der eigenen bildungsbürgerlichen repräsentierhochkultur mag man nicht verzichten)</p>
<p>Ich: vielleicht hilft da doch nur noch eine revolution (wie man so zu vorgerückter stunde schonmal redet, wenn auch noch alkohol genossen wird), auch wenn der ausgang ungewiss und unkalkulierbar ist und chaos und gewalt gewiss sind.  An reformen mag ich nicht mehr glauben. Antwort: Nein, das führt doch nur zu stalinismus. Und aktuell leben wir doch im freiheitlichsten system ever, da muss man doch nichts ändern, ist doch alles besser als zu zeiten des „deutschen herbstes“, beste aller welten jetzt quasi.  Junge, junge, da wird man sprachlos. </p>
<p>Das hört man sich dann von neoliberal gewendeten ex-linken an, noch schlimmer, von leuten, von denen man solche äußerungen nie erwartet hätte und noch schlimmer, die sich immer noch für links halten, weil sie ja grüne sind oder wählen, aber auch offen für eine koalition mit der cdu. Tja, wes brot ich ess, des lied ich sing, und für diese ex-linken gefälliger übersetzt:  euer „erworbenes“ materielles haben und gesellschaftliches sein bestimmt euer bewusstsein, denken und handeln, das ihr eben nicht mehr reflektiert. Und auch nicht mehr reflektieren wollt. Die seiten wurden gewechselt, ohne  sich das dann auch einzugestehen.</p>
<p>Ja, man hat sich eingerichtet, man ist angekommen und möchte, dass alles so bleibt wie es ist &#8211; besonders der eigene wohlig eingerichtete platz  (nein, kein neid, wohlig habe ich es auch), was interessieren da noch die linken ansichten aus einer zeit, als man noch nicht so weit vorangekommen war, wenig bis nichts zu verlieren hatte und linkssein in war. </p>
<p>Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Mitgefühl, Solidarität, Soziale Gerechtigkeit &#8211; pfhhh, drauf geschissen auf so´n alten (sozial)romantischen schnokus. Was zählt ist status, habitus und gezählt wird  geld  &#8211; und irgendwo im regal stehen dann noch Ton Steine Scherben &#8211; und was mochte man doch mal diese textzeile: und ich sah niemanden, der geld zählte. Ja und kabarettisten vom schlage Pispers und Schramm mag man auch –  hofnarren muss man einfach mögen, dass diese „hofnarren“ es bitterernst meinen, wird ignoriert. </p>
<p>Diese „linken“ bildungsbürger sind für mich  Strangelove-Linke: How We Learned to Stop Worrying and Love Capitalism. Tatsächlich aber ist auch für die strangelove-linken der traum vom richtig feinen leben in einer falschen und verlogenen kapitalistischen welt aus, sie ahnen das und  verschließen doch die augen vor dieser realität. No way out.</p>
<p>@testosteron<br />
Was nach dem großen kladderadatsch kommt &#8211; was auch immer dieser sein mag -,  weiß keiner, ich fürchte nur: nichts gutes. </p>
<p>@lazarus zum leichter gehen mit leerem kopf  fällt mir noch dieser hier aus „kottan ermittelt – rien ne va plus“ ein :<br />
„Wissen´s was a vakuum is?“ &#8211;  „Moment, I hobs im kopf aber mir fallts grad net ein.“</p>
<p>Aktuell zu empfehlen: interview mit der baskischen wirtschaftswissenschaftlerin Miren Etxezarreta  bei telepolis. Zitat:</p>
<p>Miren Etxezarreta: In diesem Kapitalismus eine alternative Politik vorzuschlagen ist natürlich so, wie einen Wunschzettel ans Christkind zu schreiben. Obwohl es innerhalb dieses Systems keine definitive Lösung für diese Probleme geben kann, könnten andere Schritte gegangen werden.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: langlode44</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14272#comment-49869</link>
		<dc:creator><![CDATA[langlode44]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2012 21:08:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[mal einer zur allgemeinen Belustigung. Die Frontscheibe meines Corsas (Frau Trulla, also die aus dem Wald usw, usf...fuhr immer aufm Beifahrersitz, die Pfoten aufm A...brett mit) eines morgens irgendwann vor etwa 3 Jahren. Seitdem hab isch gar gein Audo mehr...

https://s7.directupload.net/file/d/2920/8rqtge3z_jpg.htm]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>mal einer zur allgemeinen Belustigung. Die Frontscheibe meines Corsas (Frau Trulla, also die aus dem Wald usw, usf&#8230;fuhr immer aufm Beifahrersitz, die Pfoten aufm A&#8230;brett mit) eines morgens irgendwann vor etwa 3 Jahren. Seitdem hab isch gar gein Audo mehr&#8230;</p>
<p><a href="https://s7.directupload.net/file/d/2920/8rqtge3z_jpg.htm" rel="nofollow">https://s7.directupload.net/file/d/2920/8rqtge3z_jpg.htm</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: langlode44</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14272#comment-49867</link>
		<dc:creator><![CDATA[langlode44]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2012 19:34:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=14272#comment-49867</guid>
		<description><![CDATA[@Peinhart 149: In deinem Link is wohl nen Fehler drin, 
so als Hinweis, geht nich zu öffnen.

Dein Lesehinweis von heut früh (141), bin ja nu kein Psychopraktiker oder wie die heissen. Irgendwer schrieb hier ja auch vom &quot;diktatorischen Subjekt&quot;, da 
is was dran. Kann Bakunin meckern wie er will, is noch viel Denkarbeit nötig für Veränderungen - die nun mal 
im Kopf beginnen müssen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Peinhart 149: In deinem Link is wohl nen Fehler drin,<br />
so als Hinweis, geht nich zu öffnen.</p>
<p>Dein Lesehinweis von heut früh (141), bin ja nu kein Psychopraktiker oder wie die heissen. Irgendwer schrieb hier ja auch vom &#8220;diktatorischen Subjekt&#8221;, da<br />
is was dran. Kann Bakunin meckern wie er will, is noch viel Denkarbeit nötig für Veränderungen &#8211; die nun mal<br />
im Kopf beginnen müssen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Frau Lehmann</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14272#comment-49866</link>
		<dc:creator><![CDATA[Frau Lehmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2012 19:20:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=14272#comment-49866</guid>
		<description><![CDATA[@Amike: Ach nö. DAS Vorurteil mag ich dann doch nicht bestätigen wollen ;)
Und ein einmaliges Lesen einer Rezension ist ja nun  wirklich keine geeignete Grundlage für ernsthafte Diskussionen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Amike: Ach nö. DAS Vorurteil mag ich dann doch nicht bestätigen wollen ;)<br />
Und ein einmaliges Lesen einer Rezension ist ja nun  wirklich keine geeignete Grundlage für ernsthafte Diskussionen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14272#comment-49865</link>
		<dc:creator><![CDATA[Peinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2012 19:10:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=14272#comment-49865</guid>
		<description><![CDATA[Nochmal zu &lt;a&gt;Plänen und Breitmaulfröschen&lt;/a&gt;...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nochmal zu <a>Plänen und Breitmaulfröschen</a>&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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