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	<title>Kommentare zu: Marx, eine sinnlose Strapaze</title>
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	<description>Magazin für Marktberuhigung</description>
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		<title>Von: DJ Holzbank</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14118#comment-49421</link>
		<dc:creator><![CDATA[DJ Holzbank]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jun 2012 19:08:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ Ingo Meyer

&quot;Endkrise, Determinismus, überflüssige Gelehrtensprache&quot;

- &quot;Gelehrtensprache&quot;
Wenn eine systematische Untersuchung mehr finden will, als der Alltagsverstand schon weiß, dann muss sie gelegentlich auch auf andere Worte zurückgreifen.
Denn dieses &quot;mehr&quot; muss ja schließlich irgendwie bezeichnet werden.

- &quot;Determinismus&quot;
&quot;Das ist ja das Schlimme am Kapitalismus: Er richtet sich einfach nicht nach den Prognosen von Marx.&quot;
Marx hat Tendenzen beschrieben, also Zuspitzungen in der systemischen Organisation, auf die reagiert werden kann.
Marx hat die Sozialgesetze unter Bismarck von 1883 und 1884 nicht mehr erlebt. Und auch nicht Roosevelts &quot;New Deal&quot;, nach dessen Vorbild anschließend die westeuropäischen Sozialstaaten geschaffen wurden.
Aber glauben Sie denn wirklich, dass die gegen die grundsätzlichen Schilderungen der Theorie sprechen?

- &quot;Endkrise&quot;
Oder vielleicht doch &quot;Endsieg&quot;?
Jedenfalls gibt es den Begriff bei Marx nicht.
Und nicht nur begrifflich, sondern auch tatsächlich, hätte Marx dem wohl nicht zugestimmt.
Gäbe es eine &quot;Endkrise&quot;, dann könnte man seine Hände in den Schoß legen und hoffen.
Stattdessen hat Marx aber die erste Internationale mitgegründet, und anschließend die deutsche Sozialdemokratie z.B. bei seinen &quot;Anmerkungen zum Gothaer Programm&quot; mitberaten (lesenswert).
Und die Pariser Kommune gefeiert, welche ja eigentlich - Ihre Annahmen vorausgesetzt - von selbst hätte kommen sollen.
Hier wären wir also wieder beim falsch verstandenen #Determinismus angelangt.

Der Grund für all die Ambivalenz liegt letztlich in der &quot;Plastizität der menschlichen Natur&quot;.
Remember: Die erste menschliche Klassen-Gesellschaft war eine von Sklavenhaltern und Sklaven, welche der &quot;Gelehrte&quot; Marx sehr wohl studieren musste.
Die deutsche Gesellschaft zwischen 1933 und 1945 hat die Möglichkeit zu einer solchen Regression handgreiflich bestätigt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Ingo Meyer</p>
<p>&#8220;Endkrise, Determinismus, überflüssige Gelehrtensprache&#8221;</p>
<p>- &#8220;Gelehrtensprache&#8221;<br />
Wenn eine systematische Untersuchung mehr finden will, als der Alltagsverstand schon weiß, dann muss sie gelegentlich auch auf andere Worte zurückgreifen.<br />
Denn dieses &#8220;mehr&#8221; muss ja schließlich irgendwie bezeichnet werden.</p>
<p>- &#8220;Determinismus&#8221;<br />
&#8220;Das ist ja das Schlimme am Kapitalismus: Er richtet sich einfach nicht nach den Prognosen von Marx.&#8221;<br />
Marx hat Tendenzen beschrieben, also Zuspitzungen in der systemischen Organisation, auf die reagiert werden kann.<br />
Marx hat die Sozialgesetze unter Bismarck von 1883 und 1884 nicht mehr erlebt. Und auch nicht Roosevelts &#8220;New Deal&#8221;, nach dessen Vorbild anschließend die westeuropäischen Sozialstaaten geschaffen wurden.<br />
Aber glauben Sie denn wirklich, dass die gegen die grundsätzlichen Schilderungen der Theorie sprechen?</p>
<p>- &#8220;Endkrise&#8221;<br />
Oder vielleicht doch &#8220;Endsieg&#8221;?<br />
Jedenfalls gibt es den Begriff bei Marx nicht.<br />
Und nicht nur begrifflich, sondern auch tatsächlich, hätte Marx dem wohl nicht zugestimmt.<br />
Gäbe es eine &#8220;Endkrise&#8221;, dann könnte man seine Hände in den Schoß legen und hoffen.<br />
Stattdessen hat Marx aber die erste Internationale mitgegründet, und anschließend die deutsche Sozialdemokratie z.B. bei seinen &#8220;Anmerkungen zum Gothaer Programm&#8221; mitberaten (lesenswert).<br />
Und die Pariser Kommune gefeiert, welche ja eigentlich &#8211; Ihre Annahmen vorausgesetzt &#8211; von selbst hätte kommen sollen.<br />
Hier wären wir also wieder beim falsch verstandenen #Determinismus angelangt.</p>
<p>Der Grund für all die Ambivalenz liegt letztlich in der &#8220;Plastizität der menschlichen Natur&#8221;.<br />
Remember: Die erste menschliche Klassen-Gesellschaft war eine von Sklavenhaltern und Sklaven, welche der &#8220;Gelehrte&#8221; Marx sehr wohl studieren musste.<br />
Die deutsche Gesellschaft zwischen 1933 und 1945 hat die Möglichkeit zu einer solchen Regression handgreiflich bestätigt.</p>
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	<item>
		<title>Von: DJ Holzbank</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14118#comment-49418</link>
		<dc:creator><![CDATA[DJ Holzbank]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jun 2012 18:27:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ Systemfrager:
&quot;Ja, die (fast) ganze deutsche Philsosophie ist dialektisch, sie ist so etwas wie die deutsche Mentalität und Folklore. Das ändert nichts an der Tatsache dass sie nichts taugt. Ich würde sogar so weit gehen, dass diese Denkweise Holocaust möglich machte.&quot;

Hitler war also ein (heimlicher) Dialektiker?
Angesichts dieser Diagnose fragt man sich wirklich, warum heutzutage der aus der realen Organisation in _konkurrierende_ Nationalstaaten erwachsende Nationalismus bekämpft wird. Und nicht einfach dialektisches Denken verboten wird.
Schönes Beispiel, wie man Widerspruch und Denken des Widerspruchs verwechseln kann. 

&quot;Aber wie dem auch sei:
Es gibt keine erfolgreiche Wissenschaft, die sich der Dialektik bedient. Und es ist gar nicht möglich so etwas in der Wissenschaft anzuwenden. Die Wissenschaft beruht auf dem Prinzip, das etwas nicht gleichzeitig richtig und falsch ist. Das Wesen der Dialektik ist, das dem so ist (Einheit der Gegensätze).&quot;

Jeder Wissenschaftler, so er einer ist, versucht zunächst einmal seinen Gegenstand zu erfassen, oder? Wenn sich die Phänomene z.B. deterministisch fassen lassen, dann wird das eben so gemacht. Ansonsten eben nicht.
Was in anderen Bereichen gemacht wird, das spielt zunächst einmal keine Rolle. OK?

Aber zurück zur kapitalistisch organisierten Ökonomie und ihrer angeblichen, deutschen, dialektischen Fehlinterpretation.
Erinnern Sie sich noch an den Holländer Mandeville, der einst schrieb &quot;private vices are public benefits&quot;?
Das ist eine dialektische Formulierung reinsten Wassers. Nichtdialektiker nennen sie &quot;paradox&quot;, und halten sie dennoch für richtig.
Und Marx-Leser können darin unschwer eine andere Formulierung für das Verhältnis von Tauschwert und Gebrauchswert erkennen.

Mir ist vollkommen unklar, wie man die kapitalistische Ökonomie und Gesellschaft erfassen kann, OHNE den Begriff des Widerspruchs gegenwärtig zu haben.
Schauen Sie doch mal gelegentlich in die Zeitung.
Typischerweise wird aus der Sicht von jeweils einer Seite eines existierenden Widerspruchs heraus geschrieben. Und die jeweils andere Seite zur &quot;ideologischen Einbildung&quot; erklärt, oder sonstwie verteufelt.

Auch flatter schreibt permanent über einen Widerspruch, was sag&#039; ich, den Grundwiderspruch.
Macht den jedoch deutlich.

Eben deshalb ist der Blog so lesenswert, und umso erstaunlicher sein aktueller Beitrag.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Systemfrager:<br />
&#8220;Ja, die (fast) ganze deutsche Philsosophie ist dialektisch, sie ist so etwas wie die deutsche Mentalität und Folklore. Das ändert nichts an der Tatsache dass sie nichts taugt. Ich würde sogar so weit gehen, dass diese Denkweise Holocaust möglich machte.&#8221;</p>
<p>Hitler war also ein (heimlicher) Dialektiker?<br />
Angesichts dieser Diagnose fragt man sich wirklich, warum heutzutage der aus der realen Organisation in _konkurrierende_ Nationalstaaten erwachsende Nationalismus bekämpft wird. Und nicht einfach dialektisches Denken verboten wird.<br />
Schönes Beispiel, wie man Widerspruch und Denken des Widerspruchs verwechseln kann. </p>
<p>&#8220;Aber wie dem auch sei:<br />
Es gibt keine erfolgreiche Wissenschaft, die sich der Dialektik bedient. Und es ist gar nicht möglich so etwas in der Wissenschaft anzuwenden. Die Wissenschaft beruht auf dem Prinzip, das etwas nicht gleichzeitig richtig und falsch ist. Das Wesen der Dialektik ist, das dem so ist (Einheit der Gegensätze).&#8221;</p>
<p>Jeder Wissenschaftler, so er einer ist, versucht zunächst einmal seinen Gegenstand zu erfassen, oder? Wenn sich die Phänomene z.B. deterministisch fassen lassen, dann wird das eben so gemacht. Ansonsten eben nicht.<br />
Was in anderen Bereichen gemacht wird, das spielt zunächst einmal keine Rolle. OK?</p>
<p>Aber zurück zur kapitalistisch organisierten Ökonomie und ihrer angeblichen, deutschen, dialektischen Fehlinterpretation.<br />
Erinnern Sie sich noch an den Holländer Mandeville, der einst schrieb &#8220;private vices are public benefits&#8221;?<br />
Das ist eine dialektische Formulierung reinsten Wassers. Nichtdialektiker nennen sie &#8220;paradox&#8221;, und halten sie dennoch für richtig.<br />
Und Marx-Leser können darin unschwer eine andere Formulierung für das Verhältnis von Tauschwert und Gebrauchswert erkennen.</p>
<p>Mir ist vollkommen unklar, wie man die kapitalistische Ökonomie und Gesellschaft erfassen kann, OHNE den Begriff des Widerspruchs gegenwärtig zu haben.<br />
Schauen Sie doch mal gelegentlich in die Zeitung.<br />
Typischerweise wird aus der Sicht von jeweils einer Seite eines existierenden Widerspruchs heraus geschrieben. Und die jeweils andere Seite zur &#8220;ideologischen Einbildung&#8221; erklärt, oder sonstwie verteufelt.</p>
<p>Auch flatter schreibt permanent über einen Widerspruch, was sag&#8217; ich, den Grundwiderspruch.<br />
Macht den jedoch deutlich.</p>
<p>Eben deshalb ist der Blog so lesenswert, und umso erstaunlicher sein aktueller Beitrag.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ingo Meyer</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14118#comment-49355</link>
		<dc:creator><![CDATA[Ingo Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jun 2012 01:13:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hallo flatter, hast du Tucholskys politische Briefe gelesen? Seine Kritik am Marximus? Höchstinteressant! Wie formulierte er es sinngemäss: Eigentlich und rein wissenschaftlich-marxistisch betrachtet, sind die Kapitalisten erledigt, sie wissen es nur nicht, weil sie zu dumm waren, Marx zu studieren...  Er schreib auch, Aufgabe des Marxismus sei es, darzulegen, wie es kommen muss, und wenn es dann nicht so kommt, warum es nicht so kommen musste...

Das ist ja das Schlimme am Kapitalismus: Er richtet sich einfach nicht nach den Prognosen von Marx (auch heute nicht, er ist heute auch in keiner Endkrise, sondern erzeugt Krisen, was die Kapitalisten reicher und mächtiger macht - welches aufzeigt, dass er hervorragend funktioniert, er ist nämlich für die Kapitalisten da und nicht als Wohlfahrtsorganisation für ihre Opfer gedacht)Höchst ironischerweise wird der Marxismus dem Anspruch, dass es nicht primär darauf ankomme, die Welt zu erklären, sondern sie zu verändern, nicht gerecht. Was nützt es, den Kapitalismus in typisch verquaster urdeutscher Gelehrtensprache (die immer schon ein Mechanismus aktiv und aggressiv ausgrenzender sozialer Distinktion war)erklären zu können, wenn man ihn nicht überwinden kann? Der alte Dessauer sagte eins: &quot;Habe des Süßen und Sauren viel genossen  aber des Sauren war mehr.&quot; Die süsse Frucht der Erkenntnis, die der Marxismus partiell gewiss zu bieten hat, wird durch die Säure der praxisfernen Theorielastigkeit, Unflexibilität und geschichtsdeterministischer Verirrung aufgewogen. Anders formuliert: Der Marxismus hat Licht und Schatten, doch die Schatten sind es, die letztendlich alles Licht verschlucken...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo flatter, hast du Tucholskys politische Briefe gelesen? Seine Kritik am Marximus? Höchstinteressant! Wie formulierte er es sinngemäss: Eigentlich und rein wissenschaftlich-marxistisch betrachtet, sind die Kapitalisten erledigt, sie wissen es nur nicht, weil sie zu dumm waren, Marx zu studieren&#8230;  Er schreib auch, Aufgabe des Marxismus sei es, darzulegen, wie es kommen muss, und wenn es dann nicht so kommt, warum es nicht so kommen musste&#8230;</p>
<p>Das ist ja das Schlimme am Kapitalismus: Er richtet sich einfach nicht nach den Prognosen von Marx (auch heute nicht, er ist heute auch in keiner Endkrise, sondern erzeugt Krisen, was die Kapitalisten reicher und mächtiger macht &#8211; welches aufzeigt, dass er hervorragend funktioniert, er ist nämlich für die Kapitalisten da und nicht als Wohlfahrtsorganisation für ihre Opfer gedacht)Höchst ironischerweise wird der Marxismus dem Anspruch, dass es nicht primär darauf ankomme, die Welt zu erklären, sondern sie zu verändern, nicht gerecht. Was nützt es, den Kapitalismus in typisch verquaster urdeutscher Gelehrtensprache (die immer schon ein Mechanismus aktiv und aggressiv ausgrenzender sozialer Distinktion war)erklären zu können, wenn man ihn nicht überwinden kann? Der alte Dessauer sagte eins: &#8220;Habe des Süßen und Sauren viel genossen  aber des Sauren war mehr.&#8221; Die süsse Frucht der Erkenntnis, die der Marxismus partiell gewiss zu bieten hat, wird durch die Säure der praxisfernen Theorielastigkeit, Unflexibilität und geschichtsdeterministischer Verirrung aufgewogen. Anders formuliert: Der Marxismus hat Licht und Schatten, doch die Schatten sind es, die letztendlich alles Licht verschlucken&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14118#comment-49308</link>
		<dc:creator><![CDATA[Wat.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jun 2012 20:26:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Stefan Wehmeier

&quot;Alle &quot;Gegenargumente&quot; sind Vorurteile und Denkfehler.&quot;

Das nenne ich doch mal &#039;ne Aussage, die überzeugt!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Stefan Wehmeier</p>
<p>&#8220;Alle &#8220;Gegenargumente&#8221; sind Vorurteile und Denkfehler.&#8221;</p>
<p>Das nenne ich doch mal &#8216;ne Aussage, die überzeugt!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Stefan Wehmeier</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14118#comment-49300</link>
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Wehmeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jun 2012 17:19:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Marktwirtschaft ohne Kapitalismus

&quot;Ich finde die Zivilisation ist eine gute Idee. Nur sollte endlich mal jemand anfangen, sie auszuprobieren.&quot;

Arthur C. Clarke (1917 – 2008)

Was Zivilisation ist, beschrieb der Sozialphilosoph Silvio Gesell (1862 – 1930) in seinem makroökonomischen Grundlagenwerk &quot;Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld&quot; im Jahr 1916. Alle &quot;Gegenargumente&quot; sind Vorurteile und Denkfehler. 

Dass eine Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt (und in &quot;God´s own country&quot; schon wieder einstellen musste), sich noch immer im zivilisatorischen Mittelalter befindet und darum – was von den &quot;Verantwortlichen&quot; noch gar nicht gesehen wird – heute vor der größten anzunehmenden Katastrophe der Weltkulturgeschichte (globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon) steht, erklärt der Umstand, dass sich das Paradies (die Marktwirtschaft) nicht von der Erbsünde (dem Privatkapitalismus) befreien lässt, um erst hinterher festzustellen, dass man sich schon im &quot;Himmel auf Erden&quot; befindet:

https://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Marktwirtschaft ohne Kapitalismus</p>
<p>&#8220;Ich finde die Zivilisation ist eine gute Idee. Nur sollte endlich mal jemand anfangen, sie auszuprobieren.&#8221;</p>
<p>Arthur C. Clarke (1917 – 2008)</p>
<p>Was Zivilisation ist, beschrieb der Sozialphilosoph Silvio Gesell (1862 – 1930) in seinem makroökonomischen Grundlagenwerk &#8220;Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld&#8221; im Jahr 1916. Alle &#8220;Gegenargumente&#8221; sind Vorurteile und Denkfehler. </p>
<p>Dass eine Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt (und in &#8220;God´s own country&#8221; schon wieder einstellen musste), sich noch immer im zivilisatorischen Mittelalter befindet und darum – was von den &#8220;Verantwortlichen&#8221; noch gar nicht gesehen wird – heute vor der größten anzunehmenden Katastrophe der Weltkulturgeschichte (globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon) steht, erklärt der Umstand, dass sich das Paradies (die Marktwirtschaft) nicht von der Erbsünde (dem Privatkapitalismus) befreien lässt, um erst hinterher festzustellen, dass man sich schon im &#8220;Himmel auf Erden&#8221; befindet:</p>
<p><a href="https://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html" rel="nofollow">https://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14118#comment-49218</link>
		<dc:creator><![CDATA[Wat.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Jun 2012 20:05:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=14118#comment-49218</guid>
		<description><![CDATA[@Peinhard: Dankeschön.

Btw. Ich denke, mein Kurzfassung könnte aber evtl. und so auch zum Nachdenken anregen..., wenn da jemand schon &quot;Arbeit&quot; als etwas eingeworfen hat, über das man sich verständigen &#039;müßte&#039;.
Dein Einwand paßt da wie Faust auf Auge oder wars Topf auf Deckel. ;-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Peinhard: Dankeschön.</p>
<p>Btw. Ich denke, mein Kurzfassung könnte aber evtl. und so auch zum Nachdenken anregen&#8230;, wenn da jemand schon &#8220;Arbeit&#8221; als etwas eingeworfen hat, über das man sich verständigen &#8216;müßte&#8217;.<br />
Dein Einwand paßt da wie Faust auf Auge oder wars Topf auf Deckel. ;-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14118#comment-49207</link>
		<dc:creator><![CDATA[Peinhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Jun 2012 15:04:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=14118#comment-49207</guid>
		<description><![CDATA[@Wat

&lt;i&gt;Was ‘man’ unter Arbeit versteht, weiß ich nicht, wahrscheinlich sehr verschiedenes, zumeist aber wohl Tätigkeiten.&lt;/i&gt;

Die deutsche Sprache ist da leider etwas arm. Im Englischen zB unterscheidet man zwischen &#039;labour&#039; - Erwerbs- bzw Lohnarbeit - und &#039;work&#039;, dem, was Marx mal den &#039;tätigen Stoffwechsel mit der Natur&#039; genannt hat und der im Gegensatz zu &#039;labour&#039; nicht entbehrlich oder &#039;überwindbar&#039; ist, sondern &#039;lebenstechnisch essentiell&#039;. Auch ein Tier, das Beute macht oder essbare Pflanzen sucht, &#039;arbeitet&#039; in diesem Sinne. 

&lt;i&gt;Ich kann Dir sagen, was ich drunter verstehe: Arbeit(en) ist das, was Eigentum schafft.&lt;/i&gt;

Das setzt ja schon wieder einiges voraus...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Wat</p>
<p><i>Was ‘man’ unter Arbeit versteht, weiß ich nicht, wahrscheinlich sehr verschiedenes, zumeist aber wohl Tätigkeiten.</i></p>
<p>Die deutsche Sprache ist da leider etwas arm. Im Englischen zB unterscheidet man zwischen &#8216;labour&#8217; &#8211; Erwerbs- bzw Lohnarbeit &#8211; und &#8216;work&#8217;, dem, was Marx mal den &#8216;tätigen Stoffwechsel mit der Natur&#8217; genannt hat und der im Gegensatz zu &#8216;labour&#8217; nicht entbehrlich oder &#8216;überwindbar&#8217; ist, sondern &#8216;lebenstechnisch essentiell&#8217;. Auch ein Tier, das Beute macht oder essbare Pflanzen sucht, &#8216;arbeitet&#8217; in diesem Sinne. </p>
<p><i>Ich kann Dir sagen, was ich drunter verstehe: Arbeit(en) ist das, was Eigentum schafft.</i></p>
<p>Das setzt ja schon wieder einiges voraus&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Horst Horstmann</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14118#comment-49122</link>
		<dc:creator><![CDATA[Horst Horstmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jun 2012 09:33:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=14118#comment-49122</guid>
		<description><![CDATA[@ bernd_r:

Frag Dich doch mal, warum sich Leute für Marx interessieren, was sie sich von ihm erhoffen, wie er sie beeinflußt.
Immerhin geht es bei Marx nicht einfach nur um irgendeine wissenschaftliche Abhandlung, sondern um ein umfassendes Erklärungsmodell für etwas, was den Leser selbst direkt betrifft, dabei an allen Ecken dem zuwiderläuft, was er so als Realität anerzogen bekommt, ihm aber keinen gangbaren Weg (-&gt; Lebensbewältigung) aus der frisch erkannten Misere zeigt, ihm wahrscheinlich auch gar nicht zeigen kann, eben weil es dem Mainstream diametral entgegensteht.

Sowas polarisiert wie Sau; Marx hat sich da ja schon selber in die Vorstellung einer &lt;i&gt;Diktatur des Proletariats&lt;/i&gt; geflüchtet - andere flüchten halt in die entgegengesetzte Richtung.
Daran scheitert doch auch Die Linke immer wieder:
Zwar kann in Anbetracht der Vermögensverteilung gar nicht geleugnet werden, daß die Marktwirtschaft nur einer Minderheit nutzt, aber mangels komfortabler Wendemöglichkeiten kriegt man die Notwendigkeit einer Umkehr einfach nicht vermittelt und bekommt mancherorts noch nicht einmal 5% zusammen, obwohl es eigentlich über 50% sein müßten.
(Kleine Pointe am Rande: Dieter Bohlen war mal DKP-Mitglied...)

Hinzu kommt, daß Marx in seinem Werk nur reflektieren kann, was bis dahin passiert ist.
Folglich werden die Erfahrungen (und Argumente) der letzten 130 Jahre nicht berücksichtigt.
Daher ist es auch taktisch unklug, Marx als zwingend erforderliche, weil angeblich stets passende Grundlage (-&gt; Universalschlüssel) für einen Diskurs über irgendwelche wirtschaftlichen Zusammenhänge vorauszusetzen - und ich hoffe sehr, daß Burks es noch schafft, diese Klippen zu umschiffen.
Damit lockt er bloß Ja-Sager und Trolle an.

&lt;i&gt;&quot;Landwirtschaftsmetaphern&quot;&lt;/i&gt;

Heh, die sind doch lustig!
Ich krieg immer das Wiehern, wenn jemand mit zwei Bauern die Welt erklären will.^^]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ bernd_r:</p>
<p>Frag Dich doch mal, warum sich Leute für Marx interessieren, was sie sich von ihm erhoffen, wie er sie beeinflußt.<br />
Immerhin geht es bei Marx nicht einfach nur um irgendeine wissenschaftliche Abhandlung, sondern um ein umfassendes Erklärungsmodell für etwas, was den Leser selbst direkt betrifft, dabei an allen Ecken dem zuwiderläuft, was er so als Realität anerzogen bekommt, ihm aber keinen gangbaren Weg (-&gt; Lebensbewältigung) aus der frisch erkannten Misere zeigt, ihm wahrscheinlich auch gar nicht zeigen kann, eben weil es dem Mainstream diametral entgegensteht.</p>
<p>Sowas polarisiert wie Sau; Marx hat sich da ja schon selber in die Vorstellung einer <i>Diktatur des Proletariats</i> geflüchtet &#8211; andere flüchten halt in die entgegengesetzte Richtung.<br />
Daran scheitert doch auch Die Linke immer wieder:<br />
Zwar kann in Anbetracht der Vermögensverteilung gar nicht geleugnet werden, daß die Marktwirtschaft nur einer Minderheit nutzt, aber mangels komfortabler Wendemöglichkeiten kriegt man die Notwendigkeit einer Umkehr einfach nicht vermittelt und bekommt mancherorts noch nicht einmal 5% zusammen, obwohl es eigentlich über 50% sein müßten.<br />
(Kleine Pointe am Rande: Dieter Bohlen war mal DKP-Mitglied&#8230;)</p>
<p>Hinzu kommt, daß Marx in seinem Werk nur reflektieren kann, was bis dahin passiert ist.<br />
Folglich werden die Erfahrungen (und Argumente) der letzten 130 Jahre nicht berücksichtigt.<br />
Daher ist es auch taktisch unklug, Marx als zwingend erforderliche, weil angeblich stets passende Grundlage (-&gt; Universalschlüssel) für einen Diskurs über irgendwelche wirtschaftlichen Zusammenhänge vorauszusetzen &#8211; und ich hoffe sehr, daß Burks es noch schafft, diese Klippen zu umschiffen.<br />
Damit lockt er bloß Ja-Sager und Trolle an.</p>
<p><i>&#8220;Landwirtschaftsmetaphern&#8221;</i></p>
<p>Heh, die sind doch lustig!<br />
Ich krieg immer das Wiehern, wenn jemand mit zwei Bauern die Welt erklären will.^^</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Juliane</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14118#comment-49121</link>
		<dc:creator><![CDATA[Juliane]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jun 2012 09:33:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=14118#comment-49121</guid>
		<description><![CDATA[&quot;Und nein, ich bin kein Marxist, sondern interessierter und kritischer Mitbürger.&quot; (106)

Sympathisch!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Und nein, ich bin kein Marxist, sondern interessierter und kritischer Mitbürger.&#8221; (106)</p>
<p>Sympathisch!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: bernd_r</title>
		<link>https://archiv.feynsinn.org/?p=14118#comment-49113</link>
		<dc:creator><![CDATA[bernd_r]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jun 2012 00:46:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=14118#comment-49113</guid>
		<description><![CDATA[@Horst Horstmann #108
Der Sinn meiner (von flatter auch i.d.S. richtig interpretierten) Kritik steckt im wesentlichen Teil der geschickt plazierten Auslassungsklammern (..), nämlich &quot;natürlicherweise (säen - ernten)&quot;. Mir ist nicht klar, was das mit &quot;Universalschlüssel&quot; und &quot;Lebensbewältigung&quot; zu tun haben soll - wo kommt das denn nun wieder her? _Das_ kommt mir wahrlich &quot;mystisch&quot; vor!

Ich preise hier nichts an: der eine schätzt die Lektüre, der andere nicht, so ist das nun mal! Lassen wir&#039;s also einfach gut sein mit den Landwirtschaftsmetaphern und Hinweisen zur Belehrung in Marxismus und den Chatroom schließen!
Gute Nacht!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Horst Horstmann #108<br />
Der Sinn meiner (von flatter auch i.d.S. richtig interpretierten) Kritik steckt im wesentlichen Teil der geschickt plazierten Auslassungsklammern (..), nämlich &#8220;natürlicherweise (säen &#8211; ernten)&#8221;. Mir ist nicht klar, was das mit &#8220;Universalschlüssel&#8221; und &#8220;Lebensbewältigung&#8221; zu tun haben soll &#8211; wo kommt das denn nun wieder her? _Das_ kommt mir wahrlich &#8220;mystisch&#8221; vor!</p>
<p>Ich preise hier nichts an: der eine schätzt die Lektüre, der andere nicht, so ist das nun mal! Lassen wir&#8217;s also einfach gut sein mit den Landwirtschaftsmetaphern und Hinweisen zur Belehrung in Marxismus und den Chatroom schließen!<br />
Gute Nacht!</p>
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