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August 2010


Wo Arbeitgeber Unternehmen übernehmen
oder Unternehmer Übernahmen übergeben,
die Arbeitnehmer übergehen
und Untergebenen Vergehen nicht vegeben,

wenn Arbeitgeber Arbeinehmer übergeben,
die eine Übernahme eh nicht überleben,
weil ihre Arbeiten zu wenig Mehr ergeben,
was ist das für ein Leben?
Was macht man dann?

Dann ruft man Ackermann.

Und Ackermann plappert.

Plakative Plattitüden

plappert Ackermann.

Andere ackern.

Ackern, rackern und placken.

Für ein paar Tacken.

Doch Ackermann –

was macht Ackermann da?

Ackermann sammelt die Tacken.

Läßt die Tacken ackern.

Im großen Tacken-Acker.

Tackenmacker Ackermann

zieht all die Tacken ran,

macht sich vom Acker dann,

der Tackensack.

Und wenn die Reichen dann noch reicher sind ein Weilchen
und bei den Armen ihre Arme nicht mehr reichen,
um all das zu begleichen,
dann kommt der Stein
brück.

Denn wenn der Reichtum wie im Scheichtum bis zum Deich reicht
und dieser Deich von jetzt auf gleich dem Druck im Teich weicht,
weil er nur seicht reicht,
dann ist das kein
Glück.

Der Leistungsnehmer muß dem Leistunträger etwas mehr geben.
Denn der muß in dem schrecklich teuren Haus am Meer leben
(und kann sich Steuern gar nicht leisten).

Solange hier noch irgendwer von Hartz bis vier lebt
und ihr ihm Bier gebt,
geht das nicht an.

Erst wenn der letzte Arbeitslose auf Diät ist
und es dafür bis dann noch immer nicht zu spät ist,
dann könnte man.

Dann könnte man.
Wenn’s dann noch geht.

Aus mir wird nichts. Das war quasi schon immer so geplant, spätestens seit der Entscheidung, Geisteswissenschaften zu studieren und nicht einmal Lehrer werden zu wollen.
Dieser elende Hang zur Fundamentalopposition wird meinen Hungertod bedeuten. “Bricht mir das Genick”, heißt das ja eigentlich, aber der Vorgang, den das beschreiben soll, hat absolut nichts von der schnellen Endgültigkeit eines Genickbruchs. Im Gegenteil.

Nun publiziere ich hier so vor mich hin und weiß eigentlich auch, wie das geht. Ja, warum tut er’s denn dann nicht? Alle anderen tun’s doch auch. Empörungsthemen ziehen Fliegen an wie die Leute, bescheren hunderte Kommentare, man wird geflattert wie geschnitten Brot, und wenn man ein gutes Wolfsgeheul beherrscht, stimmen alle ein und zu.

Die schiefe Fratze von diesem Gossengenetiker versaut mir seit Tagen die Laune, auf allen Kanälen, in Blogs, Funk und Fernsehen ein großes Blabla um ein Thema, das hier schon dreimal rum ist. Alles, was mir dazu einfällt, ist die Schwierigkeit, das noch zu ignorieren. Ich versuche es trotzdem tapfer weiter. Ist doch auch gar nicht schlecht, wenn der Mob nach Monaten endlich einsieht, was ich damals schon schrub. Vielleicht hat der Gabriel meine Mail ja doch noch gelesen. Jetzt dackeln sie ihm hinterher, dieselben Kriechkröten, denen das vorher alles recht und billig war. Na, wenn ein Führer seine Meinung ändert, ist das natürlich etwas Neues.

Seit Tagen ein nebulöses Blabla über Laufzeiten von AKWs, auch schon fünfmal abgefrüchstückt in den Blogs, bloß daß da Petitessen wie das Absaufen der Asse nicht brüllend verschwiegen wurden. Zahlensalat, erfunden, geschönt und an die Börse getragen, zehnfuffzehnzwanzich Jahre, zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten. Am Ende hat das Schnellmerkel sich selbst eine grundgesetzwidrige Entscheidung gegen ihren erbitterten Widerstand abgerungen, den sie für die Atomlobby unerhört geschickt ausgehandelt hat: Das Unmögliche schaffen, indem man das Unvorstellbare fordert.

Im Fernsehtalk, den ich mir immer noch nicht zumute, gab es heute “Killerkeime im Krankenhaus”, winziste Kleinstbabies als unschuldige Opfer, das macht doch was her. Wo bleibt nur die Pandemie, wenn man eine braucht? Die Toten sind schon gezählt, da muß man fix aufspringen, ehe sie kalt werden.
Business as usual eben an der Resterampe des Sommerlochs. Halten wir uns wenigstens dabei an ungeschönte Fakten: Wann Sommer ist, bestimmt der Kalender. Zum runden Anschluß keine weiteren Bemerkungen zum Wetter.

Das deutsche Bildungssystem hat sich in den vergangenen zehn Jahren radikal erneuert und bringt einen Erfolg nach dem anderen hervor. Fast jeder Schüler schafft inzwischen die Qualifikation für die Hochschulen oder ist auf dem Weg dorthin. Unabhängig von der Vorbildung der Eltern werden die Schüler vom ersten Schuljahr an so umfassend gefördert, daß die meisten mühelos Spitzenleistungen erbringen. Dies erweist sich jedoch als marktwirtschaftlich kontraproduktiv.

Auch die Universitäten sind mit großem Aufwand ausgebaut worden und können doppelt so viele Studenten aufnehmen wie noch in der vergangenen Dekade. Dennoch muß etwa die Hälfte der Bewerber abgewiesen werden. Es gibt einfach zu viele.

Auch nach dem Studium sieht es nicht sehr viel besser aus. Zwar haben wir hervorragend ausgebildete Absolventen, aber auch von denen werden kaum die Hälfte gebraucht. So hat es sich eingebürgert, daß die meisten erst nach einigen Praktika eingestellt werden. Diese sind durchweg unbezahlt.

Der Zugang zu den Hochschulen wird durch Eingangstest ergänzt, da es zu viele Bewerber mit Bestnoten gibt. In diesen Eingangstests werden u.a. soziale Kompetenzen und Einstellungen abgefragt. Dabei stellt sich häufig heraus, daß Bewerber, deren Eltern Geringverdiener sind, sich den Anforderungen an soziale und kommunikative Kompetenzen widersetzen. Häufig zeigt es sich, daß sie zwar sehr gute Leistungen erbringen, aber nicht über das notwendige Vertrauen in die soziale Marktwirtschaft verfügen. Diese ist freilich unerlässlich für die Arbeit in den angesehen und gut bezahlten Berufen.

Dieser Mangel bestätigt sich auch in hohem Maße, wenn gut ausgebildete Kräfte aus den unteren Schichten zumutbare Beschäftigungen aufnehmen sollen, die ihrer Qualifikation nicht entsprechen. Es fehlt zu oft an der Einsicht, daß auch einfache Tätigkeiten verrichtet werden müssen. Arbeiten, die nicht ihren Neigungen entsprechen oder nur geringe Einkommen erzielen, werden häufig abgelehnt. Dieser Unsitte begegnet die Bundesregierung jetzt mit einem Gesetz, daß den Bezug von Sozialhilfe ausschließt, wenn die beharrliche Weigerung nicht aufgegeben wird.

Die Bundesbildungskonferenz berät in ihren kommenden Sitzungen intensiv ein Programm, das gezielt auf die nötigen Zuarbeiten zu qualifizierten Beschäftigungen vorbereitet. Vorgesehen sind Schulformen, die auf die Vermittlung höherer Bildungsgüter verzichten. Stattdessen sollen Freude und Einsicht zur Verrichtung einfacher Arbeiten gefördert werden. Insbesondere Familien aus traditionell bescheidenen Verhältnissen erhalten hierzu einen Anreiz: Eltern, die ihre Kinder auf solchen Schulen ausbilden lassen, bekommen danach für vier Jahre einen Zuschuß in Höhe des doppelten Kindergeldes.

Oder können Journalisten nicht lesen?
Das hier
und das hier
sind in der Summe wohl Zwiesprechübungen in der vierten Dimension?

Die TAZ berichtet über Pläne in der SPD, ihren Kanzlerkandidaten künftig per Urwahl oder gar offener Vorwahlen zu bestimmen. Es wird interessant sein zu verfolgen, was aus dieser Idee wird, die als solche ganz und gar dem Vorsitzenden zu Gesicht steht. Gerade darum aber liegt die Vermutung nahe, daß es sich um heiße Luft handeln könnte, denn Gabriel haut gern und virtuos auf die PR-Pauke, ohne daß nachher etwas Nennenswertes passiert. Wahlkampf im Vakuum quasi.

gabi

Quelle: Wikimedia Commons / Agência Brasil

Zunächst einmal muß aber korrigiert werden, was Stefan Reinecke in der TAZ über die historische Fehlbesetzung Rudolf Scharping schreibt, der ja temporibus illis per Urwahl gekürt wurde. Was in der TAZ sehr mißverständlich dargestellt wird, ist allerdings, daß dieser nicht zum Kanzlerkandidaten, sondern zum Parteivositzenden gewählt wurde. Dafür ist in der Regel der Parteitag zuständig, im Fall Scharping haben aber alle Mitglieder abgestimmt, bevor dann erst der Parteitag das Votum bestätigte.

Dies ist vor allem deshalb ein interessantes Detail, weil die Wahl Scharpings eine letzte Immunreaktion auf den damals schon ungemein karrierbesessenen Konkurrenten Schröder war. Der hatte von vornherein gesagt, er wolle als Vorsitzender auch Kanzlerkandidat werden. Diese Machtfülle wollte ihm die aus guten Gründen mißtrauische Partei aber nicht zugestehen und floh in die Arme Scharpings, den von Anfang an niemand wirklich haben wollte. Der hatte aber eben einen bescheideneren Eindruck gemacht.

Daß er dann dennoch beide Funktionen übernahm, war ein Symtpom seiner tranigen Selbstüberschätzung. Mit Lafontaine und Schröder hatte er gleich zwei Weggefährten an seiner Seite, die ihm turmhoch überlegen waren und ihn folgerichtig auf dem Parteitag zwei Jahre später auch wegfegten. Am Rande sei bemerkt, daß Schröder später unter dem Vorsitzenden Lafontaine Kanzler wurde – bis dahin dachte die Partei immer noch, ihn würde schon irgendwer kontrollieren.

Zurück zur Gegenwart: Der Kurs, den Schröder autoritär der SPD aufgezwungen hatte, hat sie bekanntlich nach ihm im Jahrestakt ihre jeweiligen Vorsitzenden gekostet – egal, ob sie voll auf seiner neoliberalen Linie lagen oder sich abweichende Haltungen leisteten. Die Partei hat nebenbei seit Scharping und Schröder fast die Häfte ihrer Mitglieder verloren.

Was noch da ist, soll also künftig auch gefragt werden, womöglich sogar jeder, den es interessiert. Es wäre ein spannendes ‘demokratisches’ Experiment, wenn denn auch inhaltlich etwas daraus würde. Es ist insbesondere Sigmar Gabriel zuzutrauen, daß er Vorwahlen abhalten läßt, schließlich ist er der letzte “Sozialdemokrat” mit achtbaren rhetorischen Fähigkeiten und hat daher nichts zu fürchten. Schade nur, daß ich der SPD und ihren Funktionären kein Wort mehr glaube, schon gar nicht, daß sie sich ernsthaft öffnet und der Diskussion mit jedermann stellt – womöglich um zentrale politische Inhalte.

Daß die sich quasi parteiübergreifend nicht ändern, egal wen man wählt, ist das eigentliche Dilemma. Wie kommt es denn sonst zu einem Zwischenhoch der SPD? Hat sich deren Politik etwa geändert? Gibt es nennenswerte Alternativen inner- oder überparteilich? Wenn eh keine in Sicht sind, kann man nämlich prima wählen lassen, und sie bewegt sich doch nicht.

springerSPD-Chef Gabriel, der noch Ende Juni in der Causa Sarrazin herumeierte, nennt das Kind inzwischen beim Namen und will den Hetzer nicht mehr in seiner Partei haben. Während sich in dessen Folge inzwischen eine breite Front gegen die rassistische Demagogie seines “Genossen” bildet, findet der Springer-Verlag auch in seinem halbzivilisiert frisierten Blatt “Welt” Gefallen daran. Dort empfiehlt Günther Lachmann ernsthaft der FDP, sich ein Beispiel zu nehmen am Experten für Rassehygiene aus der SPD.

Als Gewährsleute zitiert der Qualitätsjournalist ausgerechnet Nutzer eines Internetforums der FDP, in dem natürlich rechtsradikale Salonvokabeln wie der ewige “Gutmensch” nicht fehlen dürfen. Warum hat er sich nicht bei den eigenen Lesern bedient? Die schreien bei solchen Gelegenheiten doch regelmäßig unverblümt nach dem Führerstaat. Da geht die Saat doch längst auf.

Jetzt ruft Lachmann wörtlich nach einem “nationalen Verständnis” im “Migrationsstaat”. Faktenfrei, dafür mit dem nötigen nationalistischen Elan, werden da abstrakte Probleme konstruiert, für die dann simple Lösungen angeboten werden. Diejenigen eben, die schon immer der Renner waren im den Programmen der Rechtsaußen.

“Religiös motivierte Konflikte” werden da beschworen, ohne sie freilich mit irgendeiner Realität zu verbinden. Als sei das “Recht freier Selbstbestimmung”, das dem Wortschwall noch quasi hinterhergeworfen wird, durch Migration bedroht. Das der Deutschen, wohlgemerkt, die durch Einwanderer erst ihre Identität und dann ihre Freiheit verlören. Die Freiheit wovon oder wozu, das wird nicht verraten, bzw. am Ende irgendwie mit dem Abriss des Stuttgarter Bahnhofs begründet. Nehmt dem Mann die Drogen weg!

Die FDP soll also die Rezepte finden beziehungsweise anwenden, aus denen Lachmann seine trübe Suppe kocht. Wieso ausgerechnet die FDP? Die Frage erübrigt sich, wenn man einen Blick die Nachbarländer wirft, nach Holland, Österreich oder Belgien. Die erfolgreichsten unter den radikalen Rechten sind dort allesamt postmodern-”liberale”, die es verstehen, eine Wirtschaftsideologie mit der Diskriminierung von Ausländern zu verbinden. Ein von nationalistischer Demagogie unterfütterter Neoliberalismus, dafür kann sich Springers Schreiberling herzlich erwärmen. Der Verlag läßt andeuten, daß eine solche Entwicklung der FDP aus allen Rohren unterstützt würde. Wundern muß man sich allenfalls, wenn dieses Angebot über kurz oder lang nicht begeistert angenommen wird.

Vielleicht liegt ein Grundmißverständnis von ‘Gutmenschen’ darin, daß ihnen ein Wesenszug fehlt, der andererseits weit verbreitet ist. Der Begriff “Gutmenschen”, eine gern gebrauchte Vokabel in rechtsradikalen Kreisen, belegt schon alle diejenigen, die sich nicht der Hatz gegen einzelne Bevölkerungsgruppen anschließen mögen. Verklammert wird er stets mit Stereotypen von naiven, verweichlichten und völlig weltfremden Figuren, die selbst Kinderschänder liebhaben, wenn man denen nur ansieht, daß sie einer ‘Fremdrasse’ angehören.

Es mag dementgegen aber durchaus eine Form des Gutmenschentums geben, dem vor allem Linke (wenn auch wahrlich nicht alle) anheim gefallen sein dürften, ein Phänomen, das gewisse Vorstellungen und Denkprozesse erschwert: Es ist die völlige Unfähigkeit, die Lust an der Verfolgung von Menschen nachzuvollziehen. Der elementare Sadismus, der nach Strafe giert und ‘Täter’ braucht, um ‘schuldige’ Opfer quälen zu dürfen.

Keine Diskussion um die Folgen kriminellen oder sonstwie schadhaften Verhaltens, ohne daß schärfere Strafen verlangt werden. Kein Kapitalverbrechen, ohne das jemand nach der Todesstrafe schreit. Dabei spielen Argumente gar keine Rolle, die ohnehin seit Jahrzehnten dieselben sind. Die “Diskussion” erfüllt per se schon den Hauptzweck, umso besser, je unsachlicher und aggressiver sie geführt wird. Es werden wenigstens verbal die schlimmsten Vergehen zelebriert, wiederholt und en Detail besungen, denen dann noch einmal mit der Grausamkeit der Strafe begegnet werden muß.

Was sich da Bahn bricht, hat Freud in “Das Unbehagen in der Kultur” treffend umschrieben. Ein Aufsatz, den ich immer wieder empfehlen kann. An dieser Stelle geht es mir aber nicht um eine Analyse des Phänomens, sondern um ein Empfinden, das dem beikommt. Was ist das für ein Gefühl, sich lustvoll vorzustellen, wie die Rache am Delinquenten vollzogen wird? Was ist das für ein Vergnügen, Menschen zu ächten und sie der Verfolgung anheim zu stellen? Wenn ich sehe, wie sich immer wieder Leute eifernd dafür engagieren, daß man anderen an den Kragen geht, fehlt mir jeder Zugang zu dieser Haltung.

Ich muß dennoch zur Kenntnis nehmen, daß dem eben so ist. Und komme zu dem Schluß, daß alles Argumentieren im Umkreis dieser Spielform der Aggression vergeblich bleiben muß. Einer Aggression, der sich jeder spontan anschließen kann, der ähnliche Neigungen hegt. Alles, was es braucht, ist die halbwegs funktionierende Definition einer Gruppe von Menschen und eine Schuld, die man ihnen zuweist. Damit geht alles, von verbal geäußerter Verachtung bis zum Genozid. Da hilft dann auch kein Lamentieren mehr, da gibt es nur noch ein unbeugsames “Nein!”, ein kultiviertes Tabu. Wer daran rüttelt, will zurück zur Barbarei.

Angesichts der Nachrichtenlage, die mir heute vor allem abverlangt, mich zu der rassistischen Dauererektion eines gewissen “Sozialdemokraten” eben nicht noch einmal zu äußern, habe ich ein wenig am Blog gebastelt.

Es gibt jetzt diesem Spenden-Button in der Sidebar für Leute, die es zu gut mit mir meinen. Ich finde Paypal äußerst suboptimal und meditiere noch über bessere Möglichkeiten. Wer mir sehr gewogen ist und weder das noch flattr bedienen möchte oder kann, mag mir gern mitteilen, per Mail an [Autor] @ [url] oder in einem Kommentar, wenn er oder sie mir per Überweisung huldigen möchte.

Wer das alles furchtbar findet oder sonstwie ganz allgemein etwas anzumerken hat, mag dies hier als Kommentar hinterlassen.

Ich habe die Kategorie “best of” (auch in der Sidebar zu finden) mit vorläufig 21 Artikeln gefüllt, von denen ich vor allem die älteren zur Muße und Lektüre empfehle. Mein Favorit ist immer noch der Oldtimer aus vor-Blog-Zeiten. Haben Sie Spaß!

Die uns bis heute noch als “links”, “Sozialdemokraten” oder Führer von “Arbeiterparteien” verkauften Freunde der Oberschicht, die seit den 90ern dafür sorgen, daß der Neoliberalismus alternativlos herrscht, machen sich inzwischen kaum mehr die Mühe zu kaschieren, wem sie wirklich dienen. Tony Blair, der im Schulterschluß mit Schröder Europa den Heuschrecken zum Fraß vorgeworfen hat, gründet jetzt eine Bank für seine unverschämt reichen Freunde.

Mit dem, was er in seiner Zeit als “Labour”-Chef und britischer Premierminister an Politik gemacht hat, hat das natürlich nichts zu tun. Wer das anrüchig findet, ist Verschwörungstheoretiker oder entfacht eine Neiddebatte. Und Korruption ist das schon gar nicht, schließlich ziehen sie den Vorteil aus dem Verrat an ihren ehemaligen Wählern erst nach der Niederlegung ihrer Ämter. Blitzsauber, diese Karrieren.

Wie ich erst gestern gelesen habe, trifft sich der Rest der Hessen-Gang nach dem Abgang der obersten Schwarzgeld- und Steuerhinterziehungsexperten Koch und Weimar jetzt im “Alfred-Dregger-Haus“. Das paßt ganz vortrefflich zur Gesinnung der Landespartei und deren heimliches Motto “Vorwärts nimmer, rechtsrum immer!”. Als nächstes erwarten wir dann eine aus jüdischen Vermächtnissen finanzierte Hans-Filbinger-Hochschule für Rechtswissenschaften. Ehre, wem Treue gebührt, das darf dann auch über die Landesgrenzen hinaus gehen, wenn er “elementarer Patriot” ist.

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