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Netzwelt


 
phaeton

Ich finde Stöckchen doof, aber ich finde sie. Solange niemand sie mir zuwirft, hebe ich sie vielleicht sogar auf. Max fand heute eines, das ich gleich mitnehmen werde. Er wurde ebenfalls nicht gefragt, was aber kein Grund zum Neid ist, denn was der BR da versucht, ist doofe Religion, und zwar obendrein christliche. Da muss ich als satanischer Christizismuskritiker natürlich meinen Senf dazu geben.

Woran glaubt die Netzgemeinde?

Wer glaubt an die “Netzgemeinde”? Natürlich der verschlagene Christizist, der nur “Gemeinde” hört und flugs seinen Kopf im Weihrauchkessel versenkt. Es gibt keine “Netzgemeinde”, schon gar nicht als kniefälliges Zwangskollektiv gehirngewaschener Jünger eines höheren Wesens. Gleichwohl ist die Nichtexistenz der Netzgemeinde keineswegs ein Symptom für die Überlegenheit der Kirche(ngemeinde). Im Zweifel glaubt übrigens auch das Gewürm im Netz an Marktwirtschaft® Siehe auch:

Was sind Werte im Netz?

Euro, Dollar, Pfund, nebst Betrag. Eine selten dämliche Frage, perfide so abstrakt in den Raum gekegelt, dass auch sie suggeriert, eine Illusion sei der Beleg für die Realität einer anderen. Wie schon oben: Gibt es keine ideellen Werte, gilt es also, sich solchen woanders (in der Kirche) zuzuwenden? Gibt es aber welche, so wirkt das höhere Wesen auch hier? Die verwüstete Grammatik lässt zudem entweder keine sinnvolle Antwort zu oder nur eine: Netzwerte.

Gibt es Rituale im Netz? Wenn ja, welche?

Gibt es Gespräche in Autos? Wenn ja, worüber? Nein herrgottnochmal, das Netz ist keine Kirche. Die holprigen Assoziationen sind gähnend langweilig, kreuzdumm und sinnentkernt. Nicht mal ein Ikearegal in dem Oberstübchen. Leere. Echo und Hall. Mensch, wie in der Kirche, ha!

Gibt es einen Netzgott?

Hier verengt sich endlich der religiöse Mief zum christlichen. Ein. Gott. Natürlich, wäre ich gefragt, müsste ich gegenfragen: “Na zu wem betest du denn gerade?”. Die Frage nach Netzgöttern, Plural, hätte wohl den Klerus auf den Plan gerufen und ewige Verdammnis ohne Bewährung nach sich gezogen? Hätte man sonst wenigstens mal drüber nachdenken können. Fail!

Die größte Sünde im Netz? Wenn ja, welche?

Dafuq? Muss ich zu Spenden aufrufen für einen Grammatikkurs? Wer die Frage beantwortet, geht ihr schon auf den Leim, der Suggestion, es gebe überhaupt “Sünden”. Gibt es eigentlich eine “größte Sünde” bei den Christizisten? Da der Tötung von Menschen ja nur eine Sollvorschrift im Wege steht und noch jede abgefuckte Tötungsmaschine einen eifrigen Pfaffen fand, der sie für gottgefällig erklärte, kommen Kapitaldelikte eher nicht in Betracht.
Aber, das wissen sie eh und das wollen sie hören, um ihrem Sadomasochismus genießerisch zu frönen, klar gibt es die: Unzucht. Mehr als reichlich. Geht mal schnell gucken!

Woran glaubst du?

Und noch einmal dasselbe Spiel. Ich glaube nicht, ich weiß. Ich vermute. Ich zweifle, prüfe und recherchiere. Weiß mehr und doch weniger. Darf an mir und anderen rumfummeln, bin für meine Taten verantwortlich, lasse mir von niemandem sagen, was richtig und falsch ist und meide einfache Antworten auf komplexe Fragen. Wie der verfickte Teufel das beschissene Weihwasser.

 
encryptJa in der Tat, wer jetzt nicht verschlüsselt, verschlüsselt nimmermehr. Ich werde gleich einige Anmerkungen machen, wozu verschlüsseln, wann verschlüsseln und wie verschlüsseln. Max postet ein Tutorial, wie man E-Mails verschlüsseln kann, ich hatte hier auch noch eins gefunden.

Vorab: Wer schon mit einer einfachen Programminstallation überfordert ist, sich keine Mühe machen möchte, keine Zeit dafür aufwenden oder stets beim ersten Fehlversuch in den Sack haut, muss nicht weiterlesen. Es kann im Optimalfall und bei entsprechendem Talent in wenigen Minuten gehen, man sollte sich aber aber eine bis zwei Stunden Zeit nehmen, damit man nicht ziemlich frustriert werden wird und ggf. einen zweiten Versuch einplanen, für den man sich Tips holt bzw. wen fragt, der sich damit auskennt.

Zunächst aber zum Wozu: Wir wissen alle, dass alles gespeichert wird, was wir kommunizieren. Alles! Allein darum ist übrigens der Quatsch, verschlüsselte Mails würden aber ganz sicher gespeichert, schon für die Tonne. Klar werden sie; die anderen aber auch. Jedenfalls solange wir dieser autokratischen Kaste von Kapitalisten und ihren Helfershelfern die Möglichkeit dazu geben. Wann immer ihr also etwas zu sagen habt, dass unter euch bleiben soll, auch wenn ihr einmal in den Fokus der Stasi geratet, sendet das verschlüsselt! Darüber hinaus sendet so viel belangloses Zeugs verschlüsselt, wie es euch und den Adressaten Spaß macht. Das ist nämlich eine der besten Strategien: Eine Datenflut erzeugen, die Auswertung unmöglich machen. Womit auch die Frage “wann verschlüsseln” beantwortet wäre.

Nehmt euch Zeit, fragt nach

Wie verschlüsseln, das beantworten die Tutorials. Ich habe mir dabei mehrere angeguckt. Der eine kommt mit Text besser zurande, der andere mit Bildern. Wenn man sich erst in Ruhe mehrere Tutorials anschaut, beantworten sich vielleicht Fragen, die bei hektischem Ausprobieren evtl. zum Scheitern führen, von selbst. Wie immer bei etwas komplizierteren Operationen, kann es aber hier und da haken, weil es viele Systeme gibt und unterschiedliche Vorgehensweisen. Mit Foren mache ich derweil inzwischen fast nur noch schlechte Erfahrungen. Die Leute, die in so etwas reinpinnen, reden oft Blödsinn, sprechen von veralteten Versionen oder schauen sich nicht einmal die (nämlich falschen) Dateinamen und Pfade an. Vergesst das!

Also seid mutig, probiert’s aus und nutzt die hiesige Kommentarspalte als aktuelles Forum. Vorab bereits zwei Details aus meiner frischen (gestern/heute) Erfahrung mit Installationen:
- bei der Installation unter Windows – ich hatte GnuPG in einer selbst gewählten Partition installiert, hat Thunderbird GnuPG nicht gefunden. Wenn das passiert, muss man unter dem Menüpunkt OpenPGP – Einstellungen – Allgemein einen Haken bei “anderer Pfad” machen und dann mit “Suchen” (der Button oben rechts) den Pfad zum Programm (z.B. “G:\GnuPG\GnuPG2.exe”) angeben. Ich rate überdies, wenn man mehrere Email-Adressen hat, das erst mal nur für eine einzurichten. Alles andere macht die Sache komplizierter.

Unter einer Debian-Distribution (Linux; Kanotix) hatte ich das Problem, dass Thunderbird/Icedove dort in der Version 10 vorliegt und man sich bei Enigmail die passende Version dazu suchen muss. Die per Add-on Manager gesaugte war nämlich die falsche. Kann vielleicht auch unter Win passieren. Wie gesagt; probiert, fragt, probiert noch mal und gebt uns dann Tiernamen!

 
udoframaxEs ist wieder soweit: Ich bitte wie in jedem Jahr seit 2007 um Vorschläge zum “Feynsinn Underdog”, dem Blog-Award der objektivsten Jury dieser Welt. Auch letztes Jahr musste ich wieder auf einen alten Bekannten zurückgreifen, allmählich ist das Kontingent der Inzucht aber wirklich erschöpft. Zum letztjährigen und quasi amtierenden Preisträger ist allerdings zu sagen, dass er nicht aus der ‘Ecke’ der linken oder linksliberalen Blogger kommt, jenem Pool, in dem man scheint’s immer öfter einen Bogen umeinander schwimmt. In meinem Fall liegt das sicher daran, dass ich unter den (Ex-)Lilis so etwas wie die linksradikale Sau bin, mit der der eine oder andere nicht mehr will – was im Einzelfall auf Gegenseitigkeit beruht.

Ich fand meine letztjährige Entscheidung sehr gelungen, weil viele bei ihm hängen geblieben sind und er auch einen sehr geilen Job macht. So soll es sein. Was weniger gelungen war, ist dass ich ihm damit auch die dunkle Seite der Trolleria zugeführt habe. Ich hoffe, der Hund hat dennoch überwiegend Freude gemacht.

Kurz zum Kern der Sache:
Ich suche Blogs, gute Blogs, herausragende Blogs. Aber eben nicht die, die eh schon jeder liest, sondern solche, die eher unbekannt sind oder zumindest noch nicht die Resonanz haben, die sie verdienen. Wer eins kennt oder einen kennt, der eine kennt … immer her damit. Sollte sich keiner finden, der mich inspiriert, werde ich mich selbst auszeichnen und dann die Autodestruction in Gang setzen. Dies ist übrigens noch immer keine Wahl oder so ein demokratischer Schickschnack. Ihr könnt mir gern sagen, was ihr gut oder schlecht findet, eine öffentliche Abstimmung abhalten oder euch verschwören. Für die Jury ist das unerheblich. Die setzt sich ebenfalls wie immer zusammen aus mir, mich und ich. Und jetzt her mit den Vorschlägen!

Auf vielfachen Wunsch gibt es diesmal auch einen kurzen Blick in die Historie. Der Underdog (er hat übrigens inzwischen Herz, hält sich mit Pillen aber ganz wacker) wurde 2007 erstmals ausgelobt, nachdem der “Grimme Online Award” schon auf der Jungfernfahrt zu einer peinlichen Groteske geriet. Hier die bisherigen Preisträger:

2007: Kiesow (derzeit down)
2008: Hokey’s Blog
2009: Der Morgen
2010: Notizen aus der Unterwelt
2011: Die roten Schuhe
2012: daMax
2013: Ja? Nee? Ja?

 
pira

Kai Biermann hatte bislang versucht, sich als irgendwie netzaffin zu präsentieren, trat auch beim CCC auf, um seine aus meiner Sicht oberflächlichen semantischen Betrachtungen des “Neusprech” aufzugießen, die er unter dem gleichnamigen Blog anstellt. Derweil geriert er sich für die “Zeit” als Fachexperte für “Internet, Datenschutz und Netzpolitik”. Seine Hauptaufgabe als journalistischer Hofschreiber hat er dabei allerdings nie vernachlässigt und liefert mit einem unsäglichen Artikelchen zum Streaming über Movie2k.to sein Gesellenstück ab. Im Zweifel schreibt man da für den Profit, zu diesem Zweck kann keine Argumentation zu dumm oder zu peinlich sein.

Was zunächst auffällt, ist dass von den ersten 12 Kommentaren, in denen die “Zeit”-Leser ihm seine Inkompetenz um die Ohren hauen, satte sechs gelöscht wurden. Das ist die Hälfte, wie auch mathematisch weniger Begabte bereits errechnet haben. Entweder sind also die Leser dieses Auftritts besonders widerwärtige Zeitgenossen, die sich nur vulgär oder sonstwie aggressiv zu artikulieren wissen oder der Finger des Zensors hatte da ein großes Zittern. Es nützte freilich nichts, der Gegenwind wurde nur heftiger, scheinbar ist niemand der Ansicht des Experten.

Deutsches Recht weltweit

Dessen Borniertheit fokussiert auf eine angebliche Illegalität: “Das Anbieten solcher Streams ist illegal. Punkt.“, meint er sowie: “Das zur Verfügung stellen von Filmen ohne das Einverständnis des Urhebers und der Rechteverwerter ist illegal. Das Ansehen solcher Streams mag eine Grauzone sein, nochmal: mag. Es gibt auch ein Urteil, das das temporäre Speicherin in Ihrem Cache als Speichern betrachtet. Das Anbieten aber ist klar illegal und damit auch das Portal.”

Für Biermann gilt also deutsches Recht weltweit, auch zum Beispiel in Tonga. Er macht sich nicht einmal die Mühe zu erörtern, inwiefern die unterschiedlichen nationalen Gesetzgebungen einen Einfluss auf das Problem haben. Dass er dann noch die verschrobene Konstruktion der “Speicherung” im Browsercache ins Feld führt, zeigt, dass er sich für eine Seite entschieden hat: Für die der “Rechteverwerter”, deren Lobby immer neue Versuche diktatorischer Rechtsbeugung auf den Weg bringen, um ihr Interesse international durchzusetzen. Allein deren Interesse ist eindeutig: Profit.

Natürlich muss der Neusprech-Profi Biermann diesen Umstand projizieren und der Gegenseite dieses Motiv unterstellen: “Profit ist das Motiv, nicht Netzfreiheit“, sagt er und meint die Anbieter kostenloser Streams. Selbstverständlich ohne je zu diskutieren, was es bedeutet, dass er hier von einem der meist besuchten Webauftritte deutscher Nutzer spricht. Legal ist das Kapital, bloß nicht fragen, warum.

Basta, Punkt, Ende der Diskussion

Informationsfreie Meinungsproduktion ist das, obendrein eine, die sich selbst richtet, dazu gehören dann auch erfundene Gefahren wie “Abofallen” und “Schadsoftware”, die man sich dort angeblich einfängt. Ja nee ist klar: Wer Geld mit massenhaftem Streaming verdienen will, verbreitet Schadsoftware und Abofallen. So wie ein Metzger vergiftetes Fleisch verkauft, weil ihm das die Kunden in Scharen zutreibt. Face. Palm.

Mir persönlich ist es völlig wurscht, ob Angebote wie Movie4k.to existieren oder nicht. Es ist mir aber nicht egal, dass bei dem Versuch einen Deckel auf Streaming und Filesharing zu pressen Bürgerrechte mit Füßen getreten werden und überhaupt das Rechtsempfinden der großen Masse unreflektiert als “illegal” abgetan wird. Es handelt sich hierbei – selbst wenn man dem Kapital ein Recht auf Profit einräumt – zumindest um widerstreitende Interessen. Wäre es also wirklich so, dass die Legalität völlig einseitig die Interessen des Kapitals über die der Massen von Nutzern stellt, dann stimmt mit dieser Legalität etwas nicht.

Dies kann man dann wenigstens zur Kenntnis nehmen und darüber diskutieren, dabei kann ein gedungener Lohnschreiber ja durchaus die Meinung seiner Geldgeber vertreten. Stattdessen aber in Basta-Manier stumpf den Befehl zum Ende der Debatte zu wiederholen, das ist noch blöder als Neusprech. Das ist Propaganda für Anfänger.

 
fuboRoberto schreibt heute über Privatsphäre und die merkwürdigen Ansätze, die der Nutzung des Internets entspringen. Ich traf einmal eine Dame, die beinahe stolz verkündete, sie sei “post privacy” und ob ich wohl noch “privacy” wäre. Ich musste die Frage erst einmal mechanisch verarbeiten, fehlte mir doch spontan die Einsicht in deren Sinn. Dann fielen die Schuppen: Ach ja, Generation Facebook (die ist übrigens altersunabhängig) hat sich ein Label verpasst, um darunter jede Entwürdigung für cool zu verkaufen, die man da im Interesse geschäftseifriger Anbieter mitmacht.

Ein Musterbeispiel für das Management kognitiver Dissonanzen, zumal sich damit obendrein stumpfes Desinteresse, wahlweise völlige Inkompetenz, als fortschrittliche Einstellung zu Markte tragen lässt. Dass es gleich mit “Ich bin” eingeläutet werden muss, spricht Bände: Die postmoderne Lüge ist das “Ich”, weiter kommt das Subjekt gar nicht mehr, um sich vollständig in seinen marktkonformen Untergang einzukuscheln. Früher nannte man das “Verdinglichung”, heute wäre selbst das eine Verharmlosung. Wofür Generationen gekämpft haben – den Schutz der Privatsphäre vor der Macht des Staates – das opfern die Zombies des Kapitalismus willig der Markenbindung.

Stolz auf die eigene Entrechtung

Sie blicken nicht, welche Konsequenzen das hat. Teils reicht ihr Halbwissen dazu nicht, teils verschließen sie willentlich ihre Augen davor. Die Macht der Konzerne über die privatesten Belange der Massen birgt ein Potenzial, mit dem verglichen die Geheimpolizeien autoritärer Staaten Amateurclubs waren. Wie können sie ernsthaft glauben, auf lange Sicht bezweckten die Datenhehler damit etwas anderes als Erpressung? Ist Zuckerberg vielleicht einer von den Guten, ‘einer von uns’? Ist Google eine karitative Einrichtung und Payback der Weihnachtsmann?

Was das große Ganze bislang noch halbwegs rettet, ist die Flut der Daten. So viel kann noch kein Mensch auswerten. Dies ändert aber nichts daran, dass Massen von Einzelnen gläserne Bürger sind, jeder von ihnen berechenbar, erpressbar, manipulierbar. Dass so etwas möglich ist, dagegen haben wir auch in den letzten Jahrzehnten gekämpft, zum Beispiel gegen die Volkszählungen oder die Vorratsdatenspeicherung. Aber wir sind ja “privacy”, was so viel heißt wie gestrig, öde, spießig. Mir kommen diese psychedelischen Narren vor wie Leute, die T-Shirts mit dem Namen des Mafiosos tragen, der von ihnen Schutzgeld erpresst. “Ich bin post legality” ist das Motto. Wenn solche Leute dann auf irgendwelche Rechte pochen, wundern sie sich noch, dass die Antwort ein Stiefeltritt ist.

 
Es ist nicht bloß die Systempresse, in der Zwiesprech und Propaganda aufs dumme Volk einprasseln. Eben in der Wikipedia gefunden: Unter “Deutsche Atlantische Gesellschaft” steht zu “Aufgaben”:
Die Ziele der Deutschen Atlantischen Gesellschaft sind:
– die NATO in ihren Bestrebungen um Frieden, Sicherheit und Stabilität zu fördern …
“,

was nicht als Zitat gekennzeichnet ist. Auch wenn man die NATO nicht für eine Organisation zur Führung von Angriffskriegen im Kapitalinteresse hält, wäre es schicklich zu kennzeichnen, was Selbstdarstellung ist und was davon lexikalisch haltbar.

Labertaschen, Pussies, Spacken!

 
udodamax
 
 
 
Ich lese ihn seit Jahren und habe mich vor Kurzem erst dazu entschlossen, ihn auch mal auf die Blogroll zu setzen. Selbst mir ist er also quasi durchgegangen. Ich mag sein Talent für die Kurzfassung, seinen Humor und das schräge Design. Ich hasse dieses flimmernde Favicon, und auch das macht mir Spaß. Ich finde bei ihm oft Hinweise, die ich sonstwo nicht finde und vermisse überhaupt kein langatmiges Blabla, wie es zunehmend woanders zu finden ist. Dass er mich häufig verlinkt, qualifiziert ihn ebenfalls.
 
Er ist derzeit im Urlaub, da kann er sich auch gar nicht wehren. Willkommen im Club:
daMax, Feynsinn Underdog 2012.

Ist das sinnvoll oder beunruhigend? Facebook lässt eine Spezialsoftware die Chats seiner Nutzer überwachen. Das Ziel: Extremisten und andere Terrorverdächtige aufzuspüren, die Anschlagspläne besprechen oder Nachwuchs rekrutieren.

Es ist einer dieser Grenzbereiche, in denen es schwer fällt, zwischen falsch und richtig, gut oder schlecht zu entscheiden: Facebook, das wurde vom Verfassungsschutz bestätigt, überwacht gezielt die privaten Chats seiner Nutzer, um eine mögliche terroristische Bedrohung schon im Vorfeld zu erkennen und gegebenenfalls die Behörden einzuschalten.

[via Burks]

Es ist faszinierend, wie sich jene Blindgänger die Welt zurechtinterpretieren, die ihre Intimsphäre verschenken und sich neuerdings auch noch als Sexualstraftäter denunzieren lassen, wenn sie das falsche Wort zur falschen Zeit eintippen. Aber hey, das trifft mich ja nicht, ich mache so etwas ja nicht. Ich habe nichts zu verbergen. Wer sich nichts zuschulden kommen lässt, muss auch keine Angst haben. Das dient auch meiner Sicherheit und der unserer Kinder. Der Mond ist rund, der Mond ist rund, er ist aus gottverdammtem grünen Käse.

 
udoEs ist wieder soweit: Ich bitte wie in jedem Jahr um Vorschläge zum “Feynsinn Underdog”, dem Blog-Award der objektivsten Jury dieser Welt. Nachdem ich im letzten Jahr einmal mehr auf einen alten Bekannten zurückgreifen musste, ist das Kontingent der Inzucht so gut wie erschöpft. Ich suche Blogs, gute Blogs, herausragende Blogs. Aber eben nicht die, die eh schon jeder liest, sondern solche, die eher unbekannt sind oder zumindest noch nicht die Resonanz haben, die sie verdienen. Wer einen kennt oder einen kennt, der einen kennt … immer her damit.

Dies ist übrigens noch immer keine Wahl oder so ein demokratischer Schickschnack. Ihr könnt mir gern sagen, was ihr gut oder schlecht findet, eine öffentliche Abstimmung abhalten oder euch verschwören. Für die Jury ist das unerheblich. Die setzt sich ebenfalls wie immer zusammen aus mir, mich und ich. Und jetzt her mit den Vorschlägen!

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